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Uwe Walter (* 23. Oktober 1962 in Rotenburg an der Fulda) ist ein deutscher Althistoriker.

Walter studierte ab 1983 Geschichte, Latein und Griechisch in Göttingen und Erlangen. 1992 wurde er in Göttingen mit einer Arbeit zum Bürgerrecht im archaischen Griechenland promoviert. Anschließend absolvierte er ein Lehramtsreferendariat und war bis 1997 im Schuldienst tätig. In diesem Jahr wurde er als Studienrat im Hochschuldienst an die Abteilung Alte Geschichte des Instituts für Altertumskunde der Universität zu Köln abgeordnet. 2001 erhielt er ein Forschungsstipendium der Gerda-Henkel-Stiftung und habilitierte sich 2003 in Köln mit einer Arbeit zur Geschichtskultur der römischen Republik. 2004 wurde er als Professor für Allgemeine Geschichte unter besonderer Berücksichtigung der Alten Geschichte an die Universität Bielefeld berufen. Rufe an die Universität Mainz (2009) und die Universität Göttingen (2010) lehnte er ab.

Walter beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der griechischen Geschichte in archaischer und klassischer Zeit, der römischen Republik, der antiken Geschichtsschreibung sowie der Wissenschaftsgeschichte. Er ist Mitherausgeber der renommierten Historischen Zeitschrift. Von 2009 bis 2012 führte er für die Frankfurter Allgemeine Zeitung zudem das Blog „Antike und Abendland“.

Walter blieb immer auch der Schule verbunden. Er arbeitet im Verband der Geschichtslehrer Deutschlands und an diversen Schulbüchern mit und ist Redakteur der Verbandszeitschrift geschichte für heute.

SchriftenBearbeiten

  • An der Polis teilhaben. Bürgerstaat und Zugehörigkeit im Archaischen Griechenland. Stuttgart 1993, ISBN 3-515-06370-6.
  • (Hrsg. und Komm.): M. Valerius Martialis Epigramme. Schöningh, Paderborn 1996. ISBN 3-8252-1954-2.
  • Abitur-Wissen Geschichte: Die Antike. Stark, Freising 2000, 2. Aufl. 2004, ISBN 3-89449-420-4.
  • (Hrsg. und Komm., mit Hans Beck): Die frühen römischen Historiker. 2 Bände, WBG, Darmstadt 2001–2004.
  • (Hrsg. mit Ulrich Eigler, Ulrich Gotter und Nino Luraghi): Formen römischer Geschichtsschreibung von den Anfängen bis Livius. WBG, Darmstadt 2003.
  • Memoria und res publica. Zur Geschichtskultur der römischen Republik. Verlag Antike, Frankfurt 2004, ISBN 3-938032-00-6.
  • (mit Markus Sehlmeyer): Unberührt von jedem Umbruch? Der Althistoriker Ernst Hohl zwischen Kaiserreich und früher DDR. Verlag Antike, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-938032-08-1.
  • als Herausgeber: Gesetzgebung und politische Kultur in der römischen Republik (= Studien zur Alten Geschichte. Band 20). Verlag Antike, Heidelberg 2014.[1]
  • Politische Ordnung in der Römischen Republik. Oldenbourg, Berlin 2017.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. rezensiert von Peter Kritzinger im Online-Forum H-Soz-u-Kult