Uwe Schirmer

deutscher Historiker

Uwe Schirmer (* 10. April 1962 in Grimma) ist ein deutscher Archivar und Historiker. Seit 2009 ist er Professor für Thüringische Landesgeschichte am Historischen Institut der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Uwe Schirmer studierte in Leipzig Geschichte, Germanistik und Erziehungswissenschaften bis zu seinem Staatsexamen 1991 und promovierte 1994 an der TU Dresden, wo er von 1993 bis 1997 wissenschaftlicher Mitarbeiter war. Ab 1998 war Schirmer zuerst als wissenschaftlicher Assistent und nach seiner Habilitation 2003 als Privatdozent am Lehrstuhl für Sächsische Landesgeschichte des Historischen Seminars der Universität Leipzig tätig. Von 2006 bis 2009 war er Direktor des Universitätsarchivs Leipzig. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Verfassungs-, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte des mitteldeutschen Raumes vom Spätmittelalter bis in die frühe Neuzeit.

Neben Karlheinz Blaschke, Enno Bünz, Winfried Müller und Martina Schattkowsky gehört er zu den Herausgebern des Neuen Archivs für sächsische Geschichte; 2010 wurde er zum ordentlichen Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften gewählt. Zusammen mit Werner Greiling leitet er seit 2013 an der Friedrich-Schiller-Universität Jena das Forschungsprojekt „Thüringen im Jahrhundert der Reformation“.[1]

Uwe Schirmer ist ehrenamtlich Domdechant als einer der acht Domherren des Domkapitels Meißen.

WerkeBearbeiten

Monografien

  • Das Amt Grimma 1485 bis 1548. Demographische, wirtschaftliche und soziale Verhältnisse in einem kursächsischen Amt am Ende des Mittelalters und zu Beginn der Neuzeit (= Schriften der Rudolf-Kötzschke-Gesellschaft. Band 2). Sax, Beucha 1996, ISBN 3-930-07622-5.
  • Kursächsische Staatsfinanzen (1456–1656). Strukturen – Verfassung – Funktionseliten (= Quellen und Forschungen zur sächsischen Geschichte. Band 28). Franz Steiner, Stuttgart 2006, ISBN 3-515-08955-1.

Herausgeberschaften

  • Sachsen 1763 bis 1832. Zwischen Rétablissement und bürgerlichen Reformen (= Schriften der Rudolf-Kötzschke-Gesellschaft. Band 3). Sax, Beucha 1996, ISBN 3-930-07623-3.
  • Sachsen im 17. Jahrhundert. Krise, Krieg und Neubeginn (= Schriften der Rudolf-Kötzschke-Gesellschaft. Band 5). Sax, Beucha 1998, ISBN 3-930-07667-5.
  • zusammen mit André Thieme: Beiträge zur Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte Sachsens. Ausgewählte Aufsätze von Karlheinz Blaschke herausgegeben aus Anlaß seines 75. Geburtstages (= Schriften zur sächsischen Geschichte und Volkskunde. Band 5). Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 2002, ISBN 3-935-69382-6.
  • zusammen mit Jörg Rogge: Hochadlige Herrschaft im mitteldeutschen Raum (1200 bis 1600): Formen – Legitimation – Repräsentation (= Quellen und Forschungen zur Sächsischen Geschichte. Band 23). Verlag der Sächsischen Akademie der Wissenschaften, Stuttgart 2003, ISBN 3-515-08245-X.
  • zusammen mit Joachim Emig, André Thieme u. a.: Der Altenburger Prinzenraub 1455. Strukturen und Mentalitäten eines spätmittelalterlichen Konflikts. Sax, Beucha 2007, 2. Aufl., 2008, ISBN 3-867-29021-0.
  • zusammen mit Joachim Emig, Volker Leppin: Vor- und Frühreformation in thüringischen Städten (1470–1525/30) (= Quellen und Forschungen zu Thüringen im Zeitalter der Reformation. Band 1). Böhlau, Köln/Weimar/Wien 2013, ISBN 978-3-412-20921-6.
  • zusammen mit Armin Kohnle, Christina Meckelnborg: Georg Spalatin. Steuermann der Reformation, Begleitband zur Ausstellung „Georg Spalatin – Steuermann der Reformation“ in Altenburg vom 18. Mai bis 2. Nov. 2014. mdv, Halle/S. 2014, ISBN 978-3-936300-98-7.
  • zusammen mit Werner Greiling, Ronny Schwalbe: Der Altar von Lucas Cranach dem Älteren in Neustadt an der Orla und die Kirchenverhältnisse im Zeitalter der Reformation (= Quellen und Forschungen zu Thüringen im Zeitalter der Reformation. Band 3). Böhlau, Köln/Weimar/Wien 2014, ISBN 978-3-412-22341-0.

WeblinksBearbeiten

BelegeBearbeiten

  1. Mitarbeiter. In: Thüringen-Reformation.de (Website des Forschungsprojekts).