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Urmas Reinsalu

estnischer Politiker, Mitglied des Riigikogu
Urmas Reinsalu (2017)

Urmas Reinsalu (* 22. Juni 1975 in Tallinn) ist ein estnischer Politiker. Von 2012 bis 2015 war er Parteivorsitzender der konservativen Isamaa ja Res Publica Liit (IRL). Von April 2015 bis April 2019 war Reinsalu estnischer Justizminister. Seitdem ist er Außenminister der Republik Estland.

LebenBearbeiten

Urmas Reinsalu legte 1993 sein Abitur in Tallinn ab. Bis 1997 studierte er Rechtswissenschaft an der Universität Tartu.

PolitikBearbeiten

Bereits seit 1992 ist Reinsalu politisch aktiv. 1996/97 war er Referent im estnischen Justizministerium. Er war gleichzeitig Mitglied der Verfassungskommission. 1997/98 war er innenpolitischer Berater des estnischen Staatspräsidenten Lennart Meri. Von 1998 bis 2001 leitete Reinsalu die estnische Präsidialkanzlei.

Anschließend ging Urmas Reinsalu in die aktive Parteipolitik. 2001/2002 war Reinsalu politischer Sekretär der konservativen Parteineugründung Res Publica. Die Partei vereinigte sich 2006 mit der Vaterlandsunion (Isamaaliit) zur Isamaa ja Res Publica Liit (IRL). Seit 2002 gehört Reinsalu dem Parteivorstand an.

Von 2003 bis 2012 war Reinsalu Mitglied des estnischen Parlaments (Riigikogu). Bis Mai 2012 war er Fraktionsvorsitzender der IRL. Im Januar 2012 wurde Urmas Reinsalu als Nachfolger von Mart Laar zum Parteivorsitzenden der IRL gewählt.

Am 11. Mai 2012 wurde Urmas Reinsalu als Nachfolger des erkrankten Mart Laar von Staatspräsident Toomas Hendrik Ilves zum neuen Verteidigungsminister der Republik Estland ernannt.[1] Er trat sein Amt am 14. Mai an.[2] Urmas Reinsalu schied am 26. März 2014 mit dem Ende der Regierungskoalition aus dem Kabinett aus und war seitdem wieder Fraktionsvorsitzender der IRL im estnischen Parlament.

Vom 9. April 2015 bis 23. November 2016 war Urmas Reinsalu im Kabinett Rõivas II von Ministerpräsident Taavi Rõivas estnischer Justizminister. Den gleichen Posten übernahm er in der Nachfolgeregierung von Jüri Ratas (Kabinett Ratas I). Nach der Parlamentswahl 2019 übernahm Reinsalu am 29. April 2019 den Posten des Außenministers im Kabinett Ratas II.

Reinsalu wurde im Mai 2015 von Russland mit einem Einreiseverbot belegt.[3][4]

PrivatlesBearbeiten

Urmas Reinsalu ist verheiratet und hat zwei Töchter.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Urmas Reinsalu – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. http://valitsus.ee/UserFiles/valitsus/et/valitsus/valitsuste-loetelu/VP_otsus_11.05.2012_nr_84.pdf
  2. Archivierte Kopie (Memento vom 15. April 2014 im Internet Archive)
  3. Andreas Borcholte: Einreise-Verbote: Russland wirft EU-Politikern Show-Gehabe vor. In: Spiegel Online. 31. Mai 2015, abgerufen am 1. Juni 2015.
  4. RUS: Russische Visasperrliste. (PDF 23 KB) In: yle.fi. 26. Mai 2015, abgerufen am 1. Juni 2015.