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Ural Jekaterinburg

russischer Fußballverein

Der OAO Futbolny klub «Ural» (russisch Футбольный клуб «Урал»), im deutschsprachigen Raum bekannt als Ural Jekaterinburg, ist ein 1930 gegründeter russischer Fußballverein aus Jekaterinburg in der Oblast Swerdlowsk. Unter seinem alten Namen Uralmasch Swerdlowsk bzw. Jekaterinburg war der Club 1969 sowjetischer, sowie 1992–1996 russischer Erstligist und 1996 Halbfinalist des UEFA Intertoto Cups. Nach einigen Jahren in der drittklassigen 2. Division spielte der Club seit 2005 durchgehend im Mittelfeld der zweiten russischen Liga, bis die Rückkehr in die Premjer-Liga nach der Saison 2012/13 gefeiert wurde.

Ural Jekaterinburg
Logo FK Ural Oblast Swerdlowsk.png
Basisdaten
Name OAO Futbolny klub «Ural»
Sitz Jekaterinburg, Russland
Gründung 1930
Präsident Grigori Iwanow
Website fc-ural.ru
Erste Mannschaft
Cheftrainer Alexander Tarchanow
Spielstätte Ekaterinburg Arena
Plätze 35.000
Liga Premjer-Liga
2018/19 10. Platz
Heim
Auswärts
Alternativ

Sowjetische MeisterschaftBearbeiten

Der Verein entstand 1930 um das im Bau befindliche Uralmasch-Werk im damaligen Swerdlowsk und war die meiste Zeit nach diesem benannt. Erste Namen waren 1930–33 Uralmaschstroj (russisch Уралмашстрой), 1933 mit Eröffnung des Werkes bis in den Zweiten Weltkrieg Uralmaschsawod (russisch Уралмашзавод).[1] In den 1940er/50er Jahren nannte sich der Club meist Awangard (1943, 1947/48, 1953–57, russisch Авангард), aber auch Zenit (1944–46, russisch Зенит), Maschinostroitel (1958/59, russisch Машиностроитель) und auch erstmals 1949–52 Uralmasch (russisch Уралмаш).[2] In den ersten Jahren nahm der Club an der Stadtmeisterschaft von Swerdlowsk teil und wurde 1935/36 Stadtmeister.[1] Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg spielte der Club in der zweiten Spielklasse der UdSSR. Als 1950 die Anzahl der Staffeln der Spielklasse massiv verringert wurde, wurde der Club ausgeschlossen, aber 1953 wieder aufgenommen. 1962 gewann der Club seine Staffel der 2. Spielklasse, bei der anschließenden Aufstiegsrunde mit den anderen vier Staffelersten reichte der dritte Platz nicht für den Aufstieg in die oberste Unionsliga. In den 1960er Jahren erreichte der Club danach jedoch zweimal das Viertelfinale des sowjetischen Pokals (1965/66 und 1967/68) und gelang als Meister der unionsweiten 2. Spielklasse der Aufstieg in die oberste UdSSR-Liga, auf den jedoch der sofortige Abstieg folgte.[1] In den restlichen Jahren bis zum Ende der UdSSR schwankte der Club zwischen 2. und 3. Spielklasse,[2] erst in den letzten Jahren der Sowjetunion ging es mit dem Club wieder bergauf. 1990/91 erreichte Uralmasch wieder das Viertelfinale des Pokals der UdSSR und konnte sich als Dritter der letzten Saison der zweitklassigen 1. Liga der UdSSR für die erste Saison der höchsten Liga der Russischen Meisterschaft qualifizieren.[1]

Russische MeisterschaftBearbeiten

In der russischen Meisterschaft konnte sich der Club meist im Mittelfeld halten. In der Saison 1992 wurde Uralmaschs Stürmer Juri Matwejew russischer Torschützenkönig, doch litt der Club stark unter den finanziellen Schwierigkeiten seines Eigentümers Uralmasch. 1995 gelang die Qualifikation zum UEFA Intertoto Cup 1996. Doch verlor der Club zwischen den Spielzeiten 1995 und 1996 den Kern seiner Mannschaft. Matwejew ging zum ZSKA Moskau, Torhüter Waleri Gorodow zu Fakel Woronesch, auch Kapitän und Chef der Abwehr Alexei Juschow verließ den Club;[1] dennoch konnte sich der Verein im UI Cup unter anderem gegen den ZSKA Sofia und Racing Straßburg durchsetzen und scheiterte im Halbfinale lediglich an der Auswärtstorregel. In der Meisterschaft lief es schlechter und das Team stieg als 16. ab, worauf 1997 der sofortige Abstieg aus der 1. Division in die drittklassige 2. Division folgte.[2] 2003 erklärte Uralmasch das Ende der Unterstützung des Clubs, der sich in FK Ural umbenannte. Die Ural-Staffel der 2. Division gewann der Club mehrfach, scheiterte aber regelmäßig an den Lizenzbedingungen, bis die Mannschaft 2004 als einer der Staffelmeister der 2. Division in die 1. Division aufstieg, wo sich der Club seitdem im oberen Mittelfeld hält.[1] Höhepunkt der Jahre seit 2004 war das Erreichen des Halbfinales des russischen Pokals 2007/08, wo das Team mit 0:1 auswärts an Amkar Perm scheiterte.

In der Saison 2012/13 konnte der FK Ural nach einer ständigen Steigerung bereits am drittletzten Spieltag den Schritt in die Premier-Liga feiern.[3] Am zweitletzten Spieltag stand der Sieg in der FNL fest. In der Saison 2014/15 rettete sich der Verein auf den 13. Tabellenplatz (Relegationsplatz). In der Relegation traf der FK Ural auf Tom Tomsk und sicherte sich mit einem Sieg und einem Unentschieden den Klassenerhalt.[4]

ErfolgeBearbeiten

Russischer Pokalfinalist: 2017, 2019

StadionBearbeiten

Der FK Ural trägt üblicherweise seine Heimspiele im 27.000 Zuschauer fassenden Zentralstadion aus, das bereits im Jahre 1957 erbaut wurde. Seit 2015 tritt der FK Ural für seine Heimspiele in der SKB-Bank Arena an, die 1936 eröffnet wurde, bis 2015 Uralmaschstadion hieß und Platz für 10.000 Zuschauer besitzt, da das Zentralstadion für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 komplett umgebaut wird.

Ligen und Platzierungen[2]Bearbeiten

SowjetunionBearbeiten

 
Liste der sowjetischen Fußballmeister 
 

RusslandBearbeiten

Premjer-Liga1. Fußball-Division (Russland)2. Fußball-Division (Russland)1. Fußball-Division (Russland)2. Fußball-Division (Russland)1. Fußball-Division (Russland)Premjer-Liga 

(grün = 1. Liga, gelb = 2. Liga (1. Division), pink = 3. Liga (2. Division); * Erster der 4. Staffel der Klasse B/Russische SFSR, Dritter der Finalrunde der Staffelsieger.; ** Übergang des Saisonrhythmus von Kalenderjahr auf Herbst/Frühlingsrhythmus)

Aktueller Kader 2019/20Bearbeiten

Stand: 1. August 2019

Nr. Position Name
31 Ukraine  TW Jaroslaw Hodzjur
60 Russland  TW Wladislaw Poletajew
71 Russland  TW Alexei Mamin
77 Russland  TW Oleg Baklow
2 Russland  AB Schamsiddin Schanbijew
3 Armenien  AB Warasdat Harojan
15 Ukraine  AB Denys Kulakow
19 Weissrussland  AB Dsjanis Paljakou
27 Russland  AB Michail Merkulow
50 Russland  AB Nikita Tschistjakow
80 Russland  AB Tschingis Magomadow
6 Polen  MF Rafał Augustyniak
8 Russland  MF Roman Jemeljanow
10 Rumänien  MF Eric Bicfalvi
13 Kamerun  MF Petrus Boumal
Nr. Position Name
14 Russland  MF Juri Bawin
17 Bulgarien  MF Nikolaj Dimitrow
18 Polen  MF Michał Kucharczyk
21 Russland  MF Islamschan Nassyrow
44 Russland  MF Andrei Jegorytschew
57 Russland  MF Artjom Fidler
58 Niederlande  MF Othman El Kabir
59 Russland  MF Sergei Sertschenkow
69 Russland  MF Artjom Schabolin
21 Russland  MF Alexander Schtscherbakow
11 Russland  ST Wladimir Iljin
20 Russland  ST Andrei Panjukow
77 Russland  ST Artjom Jussupow
88 Russland  ST Pawel Pogrebnjak

Bekannte ehemalige SpielerBearbeiten

Russland

GUS und ehemalige Sowjetunion

Europa

Südamerika


Afrika

TrainerBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

WeblinksBearbeiten