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Untermhaus ist seit 1919 ein Stadtteil von Gera.

Untermhaus
Stadt Gera
Koordinaten: 50° 53′ 7″ N, 12° 3′ 50″ O
Höhe: 205 m ü. NN
Einwohner: 2745 (31. Dez. 2013)
Eingemeindung: 1. Januar 1919
Postleitzahl: 07548
Vorwahl: 0365
Untermhäuser Brücke und Marienkirche
Untermhäuser Brücke und Marienkirche

Inhaltsverzeichnis

LageBearbeiten

Untermhaus liegt nordwestlich des Stadtzentrums an der Weißen Elster. Der Ortskern liegt auf dem schmalen Streifen zwischen dem linken Flussufer und den bewaldeten Hängen des Geraer Stadtwaldes.

GeschichteBearbeiten

Untermhaus entstand als Handwerkersiedlung unter der mittelalterlichen Burg, die später unter dem Namen Osterstein bekannt wurde. Dieser Lage verdankte der Ort auch seinen Namen. 1850 wurde er mit der nördlich gelegenen Siedlung Gries zu einer Gemeinde vereinigt, wobei die Schreibweise Untermhaus gegenüber der bis dahin verbreiteteren Variante Unterhaus verbindlich festgelegt wurde.

Im Verlauf des 19. Jahrhunderts nahm Untermhaus rasch kleinstädtische Züge an. 1897 wurde das rechts der Elster gelegene Cuba eingemeindet, das in der Folgezeit die umgangssprachliche Bezeichnung Neu-Untermhaus erhielt. Am 1. Januar 1919 wurde die Gemeinde Untermhaus mit 7.293 Einwohnern nach Gera eingemeindet.

Im Oktober 1958 gab es im Geraer Stadtrat Pläne, den im sozialistischen Sinne zu sehr an die feudale Herrschaft erinnernden Stadtteilnamen zu ändern. Zur Debatte standen unter anderem die Namen Elstervorstadt, Zweibrückenvorstadt und Freiheit. Aufgrund der geringen Akzeptanz in der Bevölkerung wurden diese Pläne aber nicht weiter verfolgt.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Blick über Untermhaus vom Schloss Osterstein

Seiner Lage unmittelbar an der fürstlichen Residenz der Reußen verdankt Untermhaus eine große Anzahl historischer Bauten. Das ehemalige Schloss Osterstein, das am Ende des Zweiten Weltkriegs ausgebombt und dessen Ruine 1963 zum großen Teil abgerissen wurde, ist noch heute ein beliebtes Ausflugsziel. Der historische Ortskern mit der Marienkirche, dem 1991 eröffneten Otto-Dix-Haus und der Untermhäuser Brücke gehört zu den bekanntesten Fotomotiven der Stadt Gera.

Im Südosten des Stadtteils, in Richtung des Stadtzentrums, befindet sich der Küchengarten mit der Orangerie und den Bühnen der Stadt Gera. Dieses Areal wurde im Zuge der Bundesgartenschau 2007 umfassend renoviert. Der Hofwiesenpark, einer der Hauptausstellungsbereiche der Bundesgartenschau, schließt sich südlich an den Stadtteil an.

PolitikBearbeiten

Mit Inkrafttreten der neuen Hauptsatzung der Stadt Gera zum 1. Juni 2014 wurde für Untermhaus eine Ortsteilverfassung eingeführt, somit wird der Ortsteil zukünftig einen eigenen Ortsteilrat und einen Ortsteilbürgermeister erhalten.

VerkehrsanbindungBearbeiten

Der Bahndamm mit dem Geraer Hauptbahnhof führt östlich an Untermhaus vorbei und trennt es vom Stadtzentrum. Durch den Stadtteil führt die Landesstraße 1070, die über die Gemeinde Kraftsdorf nach Hermsdorf führt.

Seit November 2006 ist Untermhaus – wie bereits von 1892 bis 1968 – an das Netz der Geraer Straßenbahn angeschlossen. Siehe hierzu: Stadtbahnbrücke (Gera). An der Straßenbahnwendeschleife besteht über die Buslinie 24 eine Verknüpfung mit Bieblach, Tinz und Langenberg. Von Untermhaus aus verkehrt außerdem die Buslinie 20 als reiner Straßenbahnzubringer über Rubitz in die Gemeinde Kraftsdorf.

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter von UntermhausBearbeiten

 
Geburtshaus von Otto Dix

Mit Untermhaus verbundenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Untermhaus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien