Unter anderen Umständen: Der Mörder unter uns

Fernsehfilm von Judith Kennel (2013)

Der Mörder unter uns ist ein deutscher Fernsehfilm von Judith Kennel aus dem Jahr 2013. Es handelt sich um die achte Folge der Krimiserie Unter anderen Umständen mit Natalia Wörner in der Hauptrolle.

Episode der Reihe Unter anderen Umständen
OriginaltitelDer Mörder unter uns
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Produktions-
unternehmen
Network Movie
im Auftrag des ZDF
Länge90 Minuten
EinordnungEpisode 8 (Liste)
Erstausstrahlung18. Februar 2013 auf ZDF
Stab
RegieJudith Kennel
DrehbuchZora Holt
ProduktionJutta Lieck-Klenke
Dietrich Kluge
MusikWolfram de Marco
KameraNathalie Wiedemann
SchnittRenata Salazar-Ivancan
Besetzung
Chronologie

← Vorgänger
Spiel mit dem Feuer

Nachfolger →
Falsche Liebe

HandlungBearbeiten

Kommissarin Jana Winter hat den Mord an der jungen Sarah Rosenfels aufzuklären. Die Umstände sind einem Fall aus der Vergangenheit sehr ähnlich, sodass der Täter von damals zum Hauptverdächtigen wird. Da Ulrich Wolf seit einem halben wieder auf freiem Fuß ist und sogar in der Nachbarschaft des Opfers lebt, steht für die Bewohner des kleinen Ortes fest, dass nur er der Täter sein kann. Sofort wird gegen den Mann eine Bürgerbewegung ins Leben gerufen, was die Arbeit der Polizei zusätzlich erschwert. Zum einen müssen sie den Täter überführen und zum anderen auch den Hauptverdächtigen gegen die aufgebrachten Leute beschützen.

Jana Winter ist davon überzeugt, dass Ulrich Wolf nicht der Mörder ist und vermutet einen Nachahmungstäter. Verschiedene Indizien sprechen dafür.

Das Opfer war eine sehr hübsche junge Frau und hatte zahlreiche Verehrer. Das dürfte ihrem Freund, Anton Seidel, nicht gefallen haben. Die Ermittler lernen ihn als sensiblen, aber auch jähzornigen jungen Mann kennen. Wie sich herausstellt, leidet er unter dem Asperger-Syndrom und befindet sich derzeit in psychiatrischer Behandlung. Aber auch der Postbote Frieso Jansen ist verdächtig. Er gibt zu, mit dem Opfer eine Affäre gehabt zu haben, von der seine Frau nichts weiß und auch nichts erfahren soll. Deshalb hatte er nicht sofort den Notarzt gerufen, obwohl er Sarah Rosenfels als erster gefunden hatte. Diese Verzögerung hatte sie letztendlich das Leben gekostet.

Auf der Suche nach eindeutigen Beweisen gegen einen der Verdächtigen vernachlässigen die Ermittler den Schutz von Ulrich Wolf. Da sich sein Alibi für die Tatzeit bestätigt hat, besteht gegen ihn, seitens der Polizei, im aktuellen Mordfall keinerlei Verdacht. Die Bürger des Ortes sehen das jedoch anders. Sie bedrohen Wolf und schlagen ihn sogar zusammen.

Am nächsten Tag meldet sich eine Zeugin und belastet den Dorfarzt Viktor Kirsch, den sie als sehr sadistisch veranlagten Menschen kennengelernt hatte. Parallel hat auch Jana Winter die Spur zu ihm aufgenommen, denn sie hatte bemerkt, dass er mehrfach kleine Indizien gegen Ulrich Wolf geliefert hatte. Eine Hausdurchsuchung bei Kirsch bringt das Tagebuch des Opfers zu Tage und reihenweise Fotos, die Kirsch heimlich von Sarah Rosenfels gemacht hatte. Beim Zugriff muss die Kommissarin auf ihn schießen und er gesteht ihr im Sterben, dass er angeblich nicht anders gekonnt habe.

HintergrundBearbeiten

Der Mörder unter uns wurde am 18. Februar 2013 im ZDF als Fernsehfilm der Woche gesendet.

RezeptionBearbeiten

EinschaltquotenBearbeiten

Die Erstausstrahlung von Der Mörder unter uns am 18. Februar 2013 im ZDF verfolgten 5,72 Millionen Zuschauer, dies entsprach Marktanteilen von 16,5 Prozent.[1]

KritikenBearbeiten

Rainer Tittelbach von Tittelbach.tv urteilte: „‚Unter anderen Umständen‘, entwickelt ein Szenario, wie man es hunderte Male gesehen hat. Damit das nicht so auffällt, hat Autorin Zora Holt so viel Handlung wie möglich zusammengetragen. Dieser Aktionismus ist das eine, das überstrapazierte Zufallsprinzip das andere. Ein hohler, uninspirierter Gebrauchskrimi, wie man ihn von dieser Reihe nicht gewohnt ist!“[1]

Bei Stimme.de schrieb Petra Esselmann: „In ‚Der Mörder unter uns‘, der achten Folge der ebenso erfolgreichen wie hochklassigen ZDF-Krimireihe, geht es darum, einen Triebtäter zu stellen - und das schwierige bis unmögliche Unterfangen, einem ehemaligen gerecht zu werden.“[2]

Die Kritiker der Fernsehzeitschrift TV Spielfilm werteten dagegen positiv und schrieben: „Intensiver Film, der sich klug mit Vorverurteilung, Verantwortung und Obsessionen auseinandersetzt.“ Fazit: „Spannend, aufwühlend, provozierend.“[3]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Rainer Tittelbach: Natalia Wörner in einem Allerwelts-Whodunit, der kein Krimiklischee auslässt, bei Tittelbach.tv, abgerufen am 21. März 2017.
  2. Petra Esselmann: Unter anderen Umständen: Bis dass der Tod euch scheidet@1@2Vorlage:Toter Link/www.stimme.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Filmkritik bei Stimme.de, abgerufen am 12. Mai 2017.
  3. Kurzkritik auf der Webseite von TVSpielfilm, abgerufen am 21. März 2017.