Hauptmenü öffnen

Ulrich Ruh

deutscher Theologe, Publizist und Journalist

LebenBearbeiten

Ruh studierte Katholische Theologie und Germanistik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und der Eberhard Karls Universität Tübingen. Von 1974 bis 1979 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Dogmatik und Ökumenische Theologie (Professur Karl Lehmann) der Theologischen Fakultät und wurde 1979 mit der Arbeit „Säkularisierung als Interpretationskategorie. Zur Bedeutung des christlichen Erbes in der modernen Geistesgeschichte“ zum Dr. theol. promoviert.

1979 wurde er Redakteur bei der Herder Korrespondenz. 1991 übernahm er als Nachfolger von David Seeber die Chefredaktion. Im Oktober 2014 legte er sein Amt als Chefredakteur nieder und verließ die Herder Korrespondenz.[1]

2005 bekam Ruh das Bundesverdienstkreuz von der damaligen baden-württembergischen Ministerin für Kultus, Jugend und Sport Annette Schavan als „Würdigung für seine Verdienste in Kirche und Gesellschaft“ verliehen.[2] Seit 2015 ist Ruh Honorarprofessor an der Theologischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg[3] und Ehrendoktor der Universität Erfurt.[4]

Ruh ist Organist in den Pfarreien Elzach und Yach und Leiter des dortigen Katholischen Bildungswerks. Außerdem war er maßgeblich an der Gründung der Elzacher KJG beteiligt. Er ist Mitglied der CDU. Ruh ist seit 1990 Beisitzer in der Vorstandschaft des Musikvereins Prechtal e.V. und wurde 2016 aufgrund seiner langjährigen Mitwirkung zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt.[5]

Schriften (Auswahl)Bearbeiten

  • Säkularisierung als Interpretationskategorie. Zur Bedeutung des christlichen Erbes in der modernen Geistesgeschichte. Herder, Freiburg im Breisgau 1980, ISBN 3-451-18947-X.
  • hrsg.: Handwörterbuch religiöser Gegenwartsfragen. Herder, Freiburg im Breisgau 1986, ISBN 3-451-20628-5.
  • Religion und Kirche in der Bundesrepublik Deutschland. Iudicium-Verlag, München 1990, ISBN 3-89129-026-8.
  • Der Weltkatechismus. Anspruch und Grenzen. Herder, Freiburg im Breisgau 1993, ISBN 3-451-23261-8.
  • hrsg.: Johannes Paul II. Gewissen der Welt. Herder, Freiburg im Breisgau 2002, ISBN 3-451-05334-9.
  • hrsg.: Das Jesusbuch des Papstes. Die Debatte. Herder, Freiburg im Breisgau 2008, ISBN 978-3-451-05938-4.
  • hrsg. mit Myriam Wijlens: Zerreißprobe Ehe. Das Ringen der Katholischen Kirche um die Familie. Herder, Freiburg im Breisgau 2015, ISBN 978-3-451-34254-7.
  • Edward Schillebeeckx. Leben und Denken. Herder, Freiburg im Breisgau 2019, ISBN 978-3-451-37815-7

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Verlag Herder GmbH: Ulrich Ruh – Theologe und Journalist | HK. Abgerufen am 16. September 2017.
  2. Bundesverdienstkreuz für Dr. Ulrich Ruh - bildungsklick.de – macht Bildung zum Thema. Abgerufen am 16. September 2017.
  3. Verleihung der Honorarprofessur an Herrn Dr. Ulrich Ruh. Theologische Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, 11. März 2015, abgerufen am 16. September 2017.
  4. Carmen Voigt: Ehrendoktorwürde der Universität Erfurt für Prof. Dr. Ulrich Ruh. Universität Erfurt, Pressemitteilung vom 9. Oktober 2015 beim Informationsdienst Wissenschaft (idw-online.de), abgerufen am 9. Oktober 2015.
  5. Standing Ovations für Jürgen Kury bei der Generalversammlung. (Nicht mehr online verfügbar.) Musikverein Prechtal e.V., 13. Februar 2016, archiviert vom Original am 8. Juli 2010; abgerufen am 16. September 2017.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/musikverein-prechtal.de