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KarriereBearbeiten

Erste Erfahrung als Schauspieler sammelte Pleitgen bereits als Elfjähriger im Dasseler Internats-Theater. Einer Ausbildung an der Hochschule für Musik und Theater Hannover folgten Engagements am Berliner Schillertheater, den Schauspielhäusern Theater Basel, Bochum und Frankfurt, am Stuttgarter Staatstheater und ab 1980 am Thalia Theater in Hamburg.

1972 wurde er als bester Nachwuchs-Schauspieler mit dem Berliner Kunstpreis ausgezeichnet, das Fachmagazin Theater heute wählte ihn 1984 zum Schauspieler des Jahres.

Nach seinem Ausscheiden aus dem Ensemble des Thalia Theaters 1989 widmete sich Ulrich Pleitgen hauptsächlich seinen Rollen in Kino- und Fernsehfilmen.

Nicht zuletzt dank seiner schauspielerischen Leistung als Richter Prinzing wurde der Film Stammheim mit einem Goldenen Bären ausgezeichnet. 1994 erhielt Pleitgen für seine Darstellung des Wolfgang Schefer in der Fernsehserie Nicht von schlechten Eltern einen Bambi.

Von 2003 bis 2011 mimte er in der erfolgreichen ARD-Fernsehserie Familie Dr. Kleist den Apotheker Johannes Kleist. Im Sommer 2006 musste er alle Dreharbeiten unterbrechen und krankheitsbedingt eine Pause einlegen. Seine Rolle in K3 – Kripo Hamburg gab er deshalb auf.

Nach seiner Genesung stand Ulrich Pleitgen im März 2007 für die 3. Staffel von Familie Dr. Kleist in Eisenach vor der Kamera.

Neben seiner Tätigkeit als Schauspieler veranstaltete Ulrich Pleitgen Lesungen und arbeitete als Sprecher für Hörbücher. In diesem Zusammenhang hat er zahlreiche Preise gewonnen, zum Beispiel den Osterwold-Preis 2005 von Hörbuch Hamburg für die beste Hörbuch-Interpretation sowie im selben Jahr die Goldene Schallplatte[3] für mehr als 100.000 verkaufte Hörbücher des Romans Assassini von Thomas Gifford. Im Jahr 2006 bekam er den Deutschen Hörbuchpreis für das Buch Lauf, Junge, lauf von Uri Orlev. Im Jahr 2007 erhielt Ulrich Pleitgen den Preis der deutschen Schallplattenkritik und wurde von der Jury der hr2-Hörbuchbestenliste ausgewählt.

In Zusammenarbeit mit Iris Berben als Leonie Goron sprach er von 2003 bis 2009 die Rolle des Edgar Allan Poe in der 37-teiligen Hörspielserie Edgar Allan Poe bei Lübbe-Audio. Ulrich Pleitgen war Pate der Björn-Steiger-Stiftung für das Projekt „Retten macht Schule“.

Ulrich Pleitgen starb am 21. Februar 2018 im Alter von 75 Jahren an Herzversagen.[2]

PrivatesBearbeiten

Pleitgen war mit der Schauspielerin Ann-Monika Pleitgen verheiratet. Sein Stiefsohn ist der Physiker und Autor Ilja Bohnet. Mit dem Journalisten und ehemaligen WDR-Intendanten Fritz Pleitgen war Ulrich Pleitgen entfernt verwandt.

FilmografieBearbeiten

KinofilmeBearbeiten

TV-Spielfilme und Fernsehserien (Auswahl)Bearbeiten

Theaterverfilmungen (Auswahl)Bearbeiten

Hörspiele (Auswahl)Bearbeiten

Werke (Auswahl)Bearbeiten

AuszeichnungenBearbeiten

  • 1972: Berliner Kunstpreis als bester Nachwuchs-Schauspieler
  • 1984: Schauspieler des Jahres, Auszeichnung des Fachmagazins Theater heute
  • 1986: Goldener Bär mit dem Kinofilm Stammheim – Der Prozess Regie: Reinhard Hauff
  • 1994: Bambi für die Darstellung des Wolfgang Schefer in der Fernsehserie Nicht von schlechten Eltern
  • 2005: Osterwold-Preis 2005 von HörbucHHamburg für die beste Hörbuch-Interpretation
  • 2005: Goldene Schallplatte von Lübbe Audio für das Hörbuch Assassini von Thomas Gifford
  • 2006: Deutscher Hörbuchpreis
  • 2007: Preis der deutschen Schallplattenkritik

WeblinksBearbeiten

  Commons: Ulrich Pleitgen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Pleitgens Geburtsjahr war 1942, nicht 1946, wie Zeit seines Lebens offiziell verlautbart, siehe Seite 55 in Ulrich Pleitgen. Ganz oder gar nicht! Aus dem Leben eines Überzeugungstäters. Die nachgelassene Autobiografie, Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2018, ISBN 978-3862657117.
  2. a b Schauspieler Ulrich Pleitgen gestorben. Tod mit 71 Jahren. In: Kultur. Augsburger Allgemeine, 23. Februar 2018, abgerufen am 23. Februar 2018.
  3. Gold-/Platin-Datenbank des Bundesverbandes Musikindustrie, zuletzt abgerufen am 11. Juni 2016.