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Udo Hartmann (* 23. Februar 1970) ist ein deutscher Althistoriker.

Udo Hartmann studierte von 1990 bis 1997 Geschichte und Philosophie an der Universität Leipzig und der Freien Universität Berlin. 2000 wurde er mit einer Dissertation über Das palmyrenische Teilreich promoviert. 1998/99 nahm Hartmann erste Lehraufträge an der FU Berlin wahr. Von 1998 bis 2001 war er Mitarbeiter Alexander Demandts in dessen Projekt zur Spätantike. 2001 bis 2007 war Hartmann Wissenschaftlicher Assistent und zeitweise Lehrbeauftragter am Lehrstuhl für Alte Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin, von 2007 bis 2008 war er als Lehrkraft für besondere Aufgaben am Lehrstuhl für Alte Geschichte der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel tätig. Im Wintersemester 2007/2008 hatte er eine Vertretung der Assistenz für Alte Geschichte an der Technischen Universität Dresden. 2010 war Hartmann Lehrkraft für besondere Aufgaben in Alter Geschichte am Historischen Institut der Ruhr-Universität Bochum. Seit Oktober 2010 ist Hartmann Projektmitarbeiter in Alter Geschichte an der Universität Kiel. Seit Juni 2001 ist er zudem Review-Editor für Alte Geschichte bei H-Soz-u-Kult. Ab Sommersemester 2011 hält Hartmann Lehrveranstaltungen an der Friedrich-Schiller-Universität Jena ab. Im Mai 2016 habilitierte er sich dort mit einer Arbeit über die spätantiken Philosophenviten.

Eines von Hartmanns Hauptforschungsgebieten ist die Begegnung orientaler und okzidentaler Kulturen im nahöstlichen Raum. Er ist neben Wissenschaftlern wie Andreas Luther, Andreas Mehl, Robert Rollinger und Monika Schuol Mitglied in der von Josef Wiesehöfer 1999 begründeten interdisziplinären Arbeitsgruppe Orient und Okzident, die sich speziell mit diesen Themen beschäftigt. Auch seine Dissertation erschien in der mit der Arbeitsgruppe verbundenen Schriftenreihe Oriens et Occidens.

Schriften und HerausgeberschaftenBearbeiten

  • Das palmyrenische Teilreich. Steiner, Stuttgart 2001 (Oriens et Occidens Bd. 2), ISBN 3-515-07800-2.
  • Grenzüberschreitungen. Formen des Kontakts zwischen Orient und Okzident im Altertum. (Hrsg. mit Monika Schuol und Andreas Luther), Steiner, Stuttgart 2001 (Oriens et Occidens Bd. 3), ISBN 3-515-07962-9.
  • Deleto paene imperio Romano. Transformationsprozesse des Römischen Reiches im 3. Jahrhundert und ihre Rezeption in der Neuzeit. (Hrsg. mit Klaus-Peter Johne und Thomas Gerhardt), Steiner, Stuttgart 2006, ISBN 3-515-08941-1.
  • Geschlechterdefinitionen und Geschlechtergrenzen in der Antike. (Hrsg. mit Elke Hartmann und Katrin Pietzner), Steiner, Stuttgart 2007, ISBN 3-515-08996-9.
  • Klaus-Peter Johne: Kaiser, Konsuln und Kolonen. Studien zu Kaiserzeit und Spätantike. (Hrsg.), Kovac, Hamburg 2007 (Studien zur Geschichtsforschung des Altertums, Bd. 15), ISBN 978-3-8300-2707-2.
  • Der spätantike Philosoph. Die Lebenswelten der paganen Gelehrten und ihre hagiographische Ausgestaltung in den Philosophenviten von Porphyrios bis Damaskios, Habelt, Bonn 2018 (Antiquitas I, 72), ISBN 978-3-7749-4172-4.

WeblinksBearbeiten