Hauptmenü öffnen

Ubisoft Montreal

kanadisches Entwicklungsstudio für Computerspiele
Ubisoft Montreal
Rechtsform Filiale von Ubisoft
Gründung 1997
Sitz Montreal, Québec, KanadaKanada Kanada
Mitarbeiterzahl mehr als 3.500 (2018)
Branche Softwareentwicklung
Website montreal.ubisoft.com

Ubisoft Montreal ist ein Entwicklerstudio für Videospiele in Montreal, Kanada. Es gehört der französischen Ubisoft Entertainment S.A. Mit über 3.500 Mitarbeitern[1] ist Ubisoft Montreal eines der größten Studios weltweit.[2] Auf Ubisoft Montreal gehen die Splinter Cell-, Prince-of-Persia-, Assassin’s Creed- und Far Cry-Reihen zurück.

Das Hauptquartier des Studios in Montréal

GeschichteBearbeiten

  Teile dieses Artikels scheinen seit 2006 nicht mehr aktuell zu sein.
Bitte hilf mit, die fehlenden Informationen zu recherchieren und einzufügen.

Das Studio wurde im Jahr 1997 mit staatlichen Subventionen eröffnet. Ubisoft gab die großteils französischsprachige Bevölkerung und die Nähe zu den englischsprachigen Vereinigten Staaten als mit ausschlaggebende Gründe für den Standort an.[3] Martin Tremblay stieß 1999 als ausführender Vizepräsident der Firma hinzu und wurde ein Jahr später zum Leiter des operativen Geschäftsbereiches (engl. Chief Operating Officer, kurz COO) befördert.[4]

Anfangs entwickelte das Studio vor allem Spiele für Kinder wie Donald Duck: Goin’ Quackers und solche, die auf Playmobil-Spielzeug basierten.[5] Im Jahr 2000 begann das Studio mit den Arbeiten am Spiel Tom Clancy’s Splinter Cell.[6] Als das Spiel im November 2002 erschien, wurde es von allen Seiten gelobt. IGN nannte das Spiel „den besten Titel auf der Xbox dieses Jahr“ und prophezeite in einer Rezension, dass Ubisoft Montreal durch dieses Spiel bekannt werden würde.[7]

Im Jahr 2005 gab die Regierung von Québec Ubisoft 5 Millionen kanadische Dollar um zu expandieren.[8] Dieser Betrag wurde später auf 19 Millionen erhöht und es wurden Pläne veröffentlicht, die 1400 zusätzliche Anstellungen bis 2013 vorsahen, was Ubisoft Montreal zum weltgrößten Entwicklungsstudio machen würde.[2]

Während seiner Zeit als COO war Martin Tremblay ein überzeugter Vertreter der so genannten non-compete clause, die es nach Beendigung eines Arbeitsverhältnisses verbietet, bei einem Konkurrenten zu arbeiten. Das geschah als Reaktion auf die Neueröffnung von EA Montreal im März 2004 und einem Vorfall, bei dem EA mehrere Ubisoft-Montreal-Mitarbeiter abwarb.[9] Ironischerweise hinderte genau diese Klausel Tremblay daran, die Stelle als Präsident der Worldwide Studios bei Vivendi Games anzunehmen, nachdem er Ubisoft 2006 verlassen hatte.[10]

Nach Tremblays Abgang wurde Yannis Mallat, Produzent von Ubisoft Montreals Prince-of-Persia-Reihe, zum CEO ernannt und übernahm dabei auch die vakante Rolle des COO.[11]

2013 übernahm Ubisoft das Entwicklerstudio THQ Montreal und gliederte es in Ubisoft Montreal ein.[12]

Entwickelte SpieleBearbeiten

Assassin’s-Creed-ReiheBearbeiten

Jahr Titel Verkaufsstart
2007 Assassin’s Creed 14. November 2007
2008 Assassin’s Creed: Altaïr’s Chronicles 5. Februar 2008
2009 Assassin’s Creed: Bloodlines 17. November 2009
Assassin’s Creed II 17. November 2009
Assassin’s Creed II: Discovery 5. Februar 2009
2010 Assassin’s Creed: Brotherhood 16. November 2010
2011 Assassin’s Creed: Revelations 15. November 2011
2012 Assassin’s Creed III 31. Oktober 2012
2013 Assassin’s Creed IV: Black Flag 29. Oktober 2013
2014 Assassin’s Creed Unity 11. November 2014
Assassin’s Creed Rogue 11. November 2014
2015 Assassin’s Creed Syndicate 23. Oktober 2015
2017 Assassin’s Creed Origins 27. Oktober 2017

Splinter-Cell-ReiheBearbeiten

Jahr Titel Verkaufsstart
2002 Tom Clancy’s Splinter Cell 18. November 2002
2004 Tom Clancy’s Splinter Cell: Pandora Tomorrow 23. März 2004
2005 Tom Clancy’s Splinter Cell: Chaos Theory 23. März 2005
2006 Tom Clancy’s Splinter Cell: Essentials 7. April 2006
2006 Tom Clancy’s Splinter Cell: Double Agent 10. November 2006
2010 Tom Clancy’s Splinter Cell: Conviction 15. April 2010
2013 Tom Clancy’s Splinter Cell: Blacklist 22. August 2013

Far-Cry-ReiheBearbeiten

Jahr Titel Verkaufsstart
2005 Far Cry Instincts 30. September 2005
2004 Far Cry Instincts: Evolution 27. März 2006
2006 Far Cry Instincts: Predator 27. März 2006
2006 Far Cry Vengeance 8. Dezember 2006
2008 Far Cry 2 21. Oktober 2008
2012 Far Cry 3 29. November 2012
2013 Far Cry 3: Blood Dragon 30. April 2013
2014 Far Cry 4 18. November 2014
2016 Far Cry Primal 23. Februar 2016
2018 Far Cry 5 27. März 2018
2019 Far Cry New Dawn 15. Februar 2019

Weitere SpieleBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Our studio. Ubisoft Montréal, abgerufen am 10. September 2018 (englisch).
  2. a b Michael French: Ubisoft Montreal to become world's biggest studio. In: Develop. 9. Februar 2007, archiviert vom Original am 28. Juli 2009; abgerufen am 11. September 2018 (englisch).
  3. Mathew Kumar: The French-Canadian Connection: A Q&A With Yannis Mallat, Ubisoft Montreal. In: Gamasutra. 14. Dezember 2006, abgerufen am 11. September 2018 (englisch).
  4. Tor Thorsen: Tremblay bids Ubisoft adieu. In: GameSpot. 3. April 2006, abgerufen am 10. September 2018 (englisch).
  5. Geoff Keighley: The Final Hours of Prince of Persia. In: GameSpot. 2. Juli 2004, abgerufen am 10. September 2018 (englisch).
  6. Tom Clancy's Splinter Cell Q&A. In: GameSpot. 19. März 2003, abgerufen am 10. September 2018 (englisch).
  7. Aaron Boulding: Splinter Cell Review. In: IGN. 18. November 2002, abgerufen am 10. September 2018 (englisch).
  8. Tor Thorsen: Canada gives Ubisoft $4 million. In: GameSpot. 1. Februar 2005, abgerufen am 10. September 2018 (englisch).
  9. Simon Carless: Electronic Arts, Ubisoft Clash On Montreal Hiring. In: Gamasutra. 31. Januar 2006, abgerufen am 11. September 2018 (englisch).
  10. Simon Carless: Ubisoft Wins Court Non-Compete Order Against Tremblay. In: Gamasutra. 18. Mai 2006, abgerufen am 11. September 2018 (englisch).
  11. Ubisoft Montreal promotes Mallat. In: GameSpot. 10. April 2006, abgerufen am 10. September 2018 (englisch).
  12. David Martin: THQ verkauft Marken: Ubisoft übernimmt South Park und THQ Montreal. In: PC Games Hardware. 24. Januar 2013, abgerufen am 11. September 2018.