Uai-Mori

Suco in Osttimor
Uai-Mori
Der Suco Uai-Mori liegt im Norden des Verwaltungsamts Viqueque.
Daten
Fläche 79,60 km²[1]
Einwohnerzahl 1.142 (2015)[1]
Chefe de Suco Americo Soares Lobo
(Wahl 2009)
Aldeias Einwohner (2015)[1]
Lulei 246
Me-Uai 147
Uaibubo 128
Uatulesu 199
Uma-Bo O 169
Uma-Liurai 253
Uaibubo (Osttimor)
Uaibubo
Uaibubo
Koordinaten: 8° 51′ S, 126° 21′ O

Uai-Mori (Uai Mori, Uaimori, Waimori) ist ein osttimoresischer Suco im Verwaltungsamt Viqueque (Gemeinde Viqueque).

GeographieBearbeiten

Uai-Mori
Orte Position[2] Höhe
Lululae 8° 51′ S, 126° 21′ O 137 m
Me-Uai 8° 52′ S, 126° 21′ O 135 m
Uaibubo 8° 51′ S, 126° 21′ O 135 m
Uatulesu 8° 52′ S, 126° 21′ O 135 m
Uma-Bo O 8° 51′ S, 126° 21′ O 135 m
Uma-Liurai 8° 51′ S, 126° 21′ O 135 m

Vor der Gebietsreform 2015 hatte Uai-Mori eine Fläche von 26,72 km².[3] Nun sind es 79,60 km².[1] Der Suco liegt im Norden des Verwaltungsamts Viqueque. Östlich befindet sich der Suco Caraubalo, südöstlich der Suco Uma Quic und südwestlich und westlich der Suco Bahalarauain. Im Norden grenzt Uai-Mori an das Verwaltungsamt Ossu mit seinen Sucos Ossu de Cima und Loi-Huno. Entlang der Westgrenze von Uai-Mori fließt der Tuco.[4]

Entlang der Südgrenze führt die südliche Küstenstraße, eine der wichtigsten Verkehrsverbindungen des Landes. Die größeren Ortschaften von Uai-Mori liegen alle im Südosten des Sucos, in unmittelbarer Nähe zur Gemeindehauptstadt Viqueque, die östlich in Caraubalo liegt. Die Orte in Uai-Mori sind Uaibubo (Uaibobo), Uatulesu (Uatulesa), Uma-Liurai (Umalirurai), Me-Uai (Meuai), Lululae und Uma-Bo O (Umabooh). Der Suco verfügt über eine Grundschule, die Escola Primaria Uai-Mori.[5][6]

Im Suco befinden sich die sechs Aldeias Lulei, Me-Uai, Uaibubo, Uatulesu, Uma-Bo O und Uma-Liurai.[7]

EinwohnerBearbeiten

Im Suco leben 1142 Einwohner (2015), davon sind 578 Männer und 564 Frauen. Die Bevölkerungsdichte beträgt 14,3 Einwohner/km². Im Suco gibt es 242 Haushalte.[1] Über 41 % der Einwohner geben Kairui als ihre Muttersprache an. Fast 39 % sprechen Tetum Terik, 17 % Makasae und Minderheiten Tetum Prasa oder Midiki.[8]

GeschichteBearbeiten

 
Kirche am Versammlungsplatz in Kraras

1981 siedelte man sie um auf eine Ebene zwischen der Überlandstraße von Viqueque nach Luca und dem Nordteil von Bibileo. Der neu gegründete Ort erhielt den Namen Kraras.[9]

Am 8. August 1983 griffen Einheiten der FALINTIL den indonesischen Militärposten in Kraras an. 14 Soldaten kamen ums Leben.[9][10] Hunderte Einwohner von Kraras und den benachbarten Weilern flohen aus Angst vor Repressalien in die Wälder.[9] Bei den Vergeltungsmaßnahmen des indonesischen Militärs im September 1983 starben im Laufe des Kraras-Massaker bei mehreren Vorfällen fast 300 Zivilisten. Nach der Unabhängigkeit wurde ein Denkmal zum Gedenken an das Massaker im Tal der Witwen angelegt.[11][9]

1999 befand sich in Uai-Mori eines der Sammelcamps für Kämpfer der FALINTIL zur Demobilisierung.[12]

PolitikBearbeiten

Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Domingos S. Guterres zum Chefe de Suco gewählt.[13] Bei den Wahlen 2009 gewann Americo Soares Lobo.[14]

Söhne und TöchterBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Uai-Mori – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d Direcção-Geral de Estatística: Ergebnisse der Volkszählung von 2015, abgerufen am 23. November 2016.
  2. Fallingrain.com: Directory of Cities, Towns, and Regions in East Timor
  3. Direcção Nacional de Estatística: Population Distribution by Administrative Areas Volume 2 English (Memento des Originals vom 5. Januar 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/dne.mof.gov.tl (Zensus 2010; PDF; 22,6 MB)
  4. Timor-Leste GIS-Portal (Memento vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)
  5. Liste der Wahllokale zu den Parlamentswahlen in Osttimor 2007 (PDF-Datei; 118 kB)
  6. UNMIT: Timor-Leste District Atlas version02, August 2008 (Memento des Originals vom 3. Dezember 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/unmit.unmissions.org (PDF; 509 kB)
  7. Jornal da Républica mit dem Diploma Ministerial n.° 199/09 (Memento vom 3. Februar 2010 im Internet Archive) (portugiesisch; PDF; 323 kB)
  8. Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Uai-Mori (tetum; PDF)
  9. a b c d „Chapter 7.2 Unlawful Killings and Enforced Disappearances“ (Memento des Originals vom 25. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.cavr-timorleste.org (PDF; 2,5 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)
  10. Timor-Leste Memória
  11. Late Night Live in Timor (Memento vom 3. Februar 2009 im Internet Archive)
  12. Verteidigungsministerium Osttimors: Biografia Brigadeiru Jenerál Falur Rate Laek, abgerufen am 29. März 2019.
  13. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)
  14. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)

f1  Karte mit allen Koordinaten: OSM | WikiMap