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uBlock Origin

Webbrowser-Erweiterung

uBlock Origin ist ein freies, plattformübergreifendes Webbrowser-Plug-in zum Filtern von Webinhalten wie beispielsweise Werbung. Es ist eine Weiterentwicklung des inzwischen eingestellten uBlock (ehemals µBlock).

uBlock Origin
UBlock Origin.svg
UBlock Origin Menu.png
Pop-up-Menü
Basisdaten
Maintainer Raymond Hill
Erscheinungsjahr 2014
Aktuelle Version 1.14.14[1]
(9. Oktober 2017)
Betriebssystem plattformunabhängig
Programmiersprache JavaScript
Kategorie Webfilter / Werbeblocker
Lizenz GPL v3
deutschsprachig ja
uBlock Origin

Inhaltsverzeichnis

EntwicklungsgeschichteBearbeiten

uBlockBearbeiten

 
Logo von uBlock

uBlock wurde 2014 von Raymond Hill auf der Codebasis von HTTP Switchboard entwickelt.[2] Im April 2015 gab Hill die Entwicklung an Chris Aljoudi ab.[3] uBlock wird seit August 2015 nur noch sporadisch weiterentwickelt.[4][5]

uBlock OriginBearbeiten

Raymond Hill, der ursprüngliche Autor, begann, kurz nachdem er das Projekt abgegeben hatte, mit der Entwicklung einer Abspaltung von uBlock namens uBlock Origin[6] mit einem leicht anderen Funktionsumfang.[7] Neu hinzugekommen sind unter anderem Funktionen zum Schutz der Privatsphäre sowie die Möglichkeit, Einstellungen und Filterregeln mit den von manchen Browsern zur Verfügung gestellten Synchronisierungsdiensten wie zum Beispiel Firefox Sync zwischen verschiedenen Computern zu synchronisieren.

FunktionsumfangBearbeiten

uBlock Origin unterstützt die Filtersyntax des weit verbreiteten Werbeblockers Adblock Plus. Somit können dieselben Filterlisten verwendet werden. Die Anzeige sogenannter Acceptable Ads per Whitelist wird jedoch nicht unterstützt. In der Standardinstallation sind Filterlisten zum Blockieren von Werbung, Webtracking und Websites mit Schadprogrammen aktiviert.

Gegenüber Adblock Plus benötigen uBlock Origin bzw. dessen Vorgänger uBlock laut eigener Analyse deutlich weniger Arbeitsspeicher und CPU-Zyklen bei vergleichbarem Funktionsumfang.[8][9]

Releases (Auswahl)Bearbeiten

  • uBlock 0.1 im Juni 2014 (Initialer Release als uBlock)
  • uBlock 0.9.4 im April 2015[10] (Erster Release als uBlock Origin)
  • uBlock Origin 1.0.0 im Juli 2015[11]
  • uBlock Origin 1.5.0 im Dezember 2015[12]
  • uBlock Origin 1.10.0 im November 2016[13]

RezeptionBearbeiten

Aufgrund der höheren Effizienz von uBlock gaben die Entwickler von Adblock Edge, einem populären Adblock-Plus-Fork, im Frühjahr 2015 bekannt, ihr Projekt einzustellen.[14]

uBlock Origin wurde von Mozilla zum „Addon des Monats“ für den Mai 2016 gekürt.[15]

Die Chrome-Version hatte Ende 2016 über 6 Millionen, die Firefox-Version mehr als 2 Millionen tägliche Nutzer.[16][17] Laut einer Analyse von comScore war uBlock Origin mit einer Wachstumsrate von über 800 % der am schnellsten wachsende Werbeblocker zwischen November 2014 und August 2015. Dies wurde zum Teil auf die Präferenz der Nutzer für einen Werbeblocker ohne Acceptable Ads zurückgeführt.[18][19]

In einem Sicherheitsratgeber empfahl der SWR den Einsatz der Erweiterung uBlock Origin, da diese durch entsprechend voreingestellte Filterlisten auch Websites mit Schadprogrammen blockieren kann.[20]

Die Stiftung Warentest untersuchte im September 2017 die zehn populärsten Programme zum Blockieren von Online-Trackern. Die „besten Erfahrungen“ machte Warentest dabei mit uBlock Origin, das 77 Prozent aller Online-Tracker erfolgreich blockiere und dabei einfach zu bedienen sei.[21]

WeblinksBearbeiten

  • uBlock auf GitHub
  • uBlock Origin auf GitHub
  • uBlock Origin Wiki enthält unter „Quick Guidance“ eine Liste mit Links zu Erläuterungen von diversen Funktionen und Anzeigeelementen (englisch)

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. uBlock Origin – An efficient blocker for Chromium and Firefox. Fast and lean.. 9. Oktober 2017 (abgerufen am 9. Oktober 2017).
  2. Martin Brinkmann: uBlock for Chrome is a resource-friendly adblocker by the HTTP Switchboard author. In: ghacks.net. Abgerufen am 18. Februar 2015 (englisch).
  3. Update README.md. In: github.com. Abgerufen am 10. Oktober 2017 (englisch).
  4. Letzter Commit von uBlock am 24. August 2015. In: github.com. Abgerufen am 8. Dezember 2016 (englisch).
  5. Commits von uBlock am 17. Juli 2017. In: github.com. Abgerufen am 10. Oktober 2017 (englisch).
  6. Official uBlock Origin add-on lands for Firefox. Abgerufen am 25. April 2015 (englisch).
  7. uBlock vs. uBlock Origin: what’s the difference? In: ublock.org. Abgerufen am 10. Oktober 2017 (englisch).
  8. uBlock vs. ABP: efficiency compared. In: github.com. Abgerufen am 10. Oktober 2017 (englisch).
  9. uBlock wiki: Performance. In: github.com. Abgerufen am 18. August 2015 (englisch).
  10. uBlock release 0.9.4. In: github.com. Abgerufen am 7. April 2017 (englisch).
  11. uBlock release 1.0.0. In: github.com. Abgerufen am 7. April 2017 (englisch).
  12. uBlock release 1.5.0. In: github.com. Abgerufen am 7. April 2017 (englisch).
  13. uBlock release 1.10.0. In: github.com. Abgerufen am 7. April 2017 (englisch).
  14. Martin Brinkmann: Popular Adblock Plus fork Adblock Edge to be discontinued. In: ghack.net. Abgerufen am 13. April 2015 (englisch).
  15. May 2016 Featured Add-ons. In: mozilla.org. Abgerufen am 8. Dezember 2016 (englisch).
  16. uBlock Origin statistics. In: google.com. Chrome Web Store, abgerufen am 10. Oktober 2017 (englisch).
  17. uBlock Origin Firefox Statistics. In: mozilla.org. Abgerufen am 10. Oktober 2017 (englisch).
  18. The state of ad blocking – September 2015. In: slideshare.net. Abgerufen am 8. Dezember 2016 (englisch).
  19. The Ad Blocker Landscape: What You Need To Know Today. In: marketingland.com. Marketing Land, abgerufen am 8. Dezember 2016 (englisch).
  20. Stefan Leibfarth, Werner Volmari: Fünf goldene Regeln für die Sicherheit im Netz. In: SWR4. 6. Dezember 2016, abgerufen am 8. Dezember 2016.
  21. Tracking: Wie unser Surf­verhalten über­wacht wird – und was dagegen hilft. In: test.de. Stiftung Warentest, 14. September 2017, abgerufen am 23. September 2017.