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U-Bahnhof Aufseßplatz

U-Bahnhof in Nürnberg
Bahnsteigebene, Gleis 1

Der U-Bahnhof Aufseßplatz (Abkürzung: AP) wurde als elfter U-Bahnhof der Nürnberger U-Bahn am 23. September 1975 eröffnet. Er ist 694 m vom U-Bahnhof Hauptbahnhof und 630 m vom U-Bahnhof Maffeiplatz entfernt. Bis zum 28. Januar 1978 war er Endbahnhof für die Linie U1. Der Aufseßplatz ist nach Hans Philipp Werner Freiherr von und zu Aufseß, dem Gründer des Germanischen Nationalmuseums, benannt.

Lage und InfrastrukturBearbeiten

 
Aufseßplatz, am linken Rand der Zugang zum U-Bahnhof
 
Übersichtsplan U-Bahnhof Aufseßplatz
 
Luftaufnahme, 2014

Der Bahnhof liegt im Nürnberger Stadtteil Galgenhof und erstreckt sich unterirdisch in Nord-Süd-Richtung unter dem Aufseßplatz zwischen Peter-Henlein- und Landgraben-/ Wölckernstraße. Eine Sehenswürdigkeit in der Umgebung des Bahnhofs ist die Christuskirche.

Vom nördlichen Bahnsteigkopf führt ein Aufgang direkt zum Aufseßplatz, dieser konnte erst im Jahre 1976 nach Fertigstellung der Tunnelröhren zum Hauptbahnhof geöffnet werden. Der Südaufgang mündet in ein Verteilergeschoss unter der Wölckernstraße und von dort aus zum Aufseß- und Kopernikusplatz sowie zur Landgraben- und Wölckernstraße. Ein Aufzug führt von der Bahnsteigmitte an die Oberfläche. An den Bahnhof schließt sich Richtung Langwasser Süd eine Abstell- und Kehranlage und im Anschluss ein x-förmiger doppelter Gleiswechsel an.

Bauwerk und ArchitekturBearbeiten

Die Bauarbeiten für das 191 m lange Bahnhofsbauwerk begannen 1972 und wurden in offener Bauweise mit Berliner Verbau ausgeführt. Während der Bauzeit wurde der Kfz- und Straßenbahn-Verkehr auf der kreuzenden Landgraben- / Wölckernstraße mit Hilfsbrücken über die Baugrube geführt.

Der südliche Bahnhofskopf wurde so erstellt, dass der Bahnsteig für die damals geplante dritte U-Bahn-Linie ohne Betriebsunterbrechung der U1 hätte gebaut werden können. Im südlichen Verteilergeschoss wurde bereits der Zugang zum geplanten Bahnsteig der U3 baulich vorbereitet, heute befindet sich dort ein Ladengeschäft. Am südlichen Bahnsteigende der U1 wurde ein direkter Zugang zum U3-Bahnsteig baulich berücksichtigt, dieser Gang ist mit einer provisorischen Abschlusswand verschlossen. Der Aufzug wurde im Jahre 1983 nachgerüstet.

Bei den Planungen zum Nürnberger U-Bahn-Netz wurde festgelegt, dass Bahnhöfe, an denen sich Stammlinien kreuzen oder berühren, in orangefarbener Ausführung erstellt werden. Am U-Bahnhof Aufseßplatz war einmal ein Kreuzungspunkt mit einer dritten Stammlinie geplant, daher wurde dieser als erster so gestaltet. Ebenfalls überwiegend orange wurden die Kreuzungsbahnhöfe Hauptbahnhof und Plärrer sowie der U-Bahnhof Friedrich-Ebert-Platz ausgeführt. Die mit Keramikfliesen gekachelten Bahnsteigwände sind vom Boden bis auf Höhe der Bahnsteigkante orange, dann weiß mit Unterbrechung durch das Band mit dem Bahnsteignamen (weiße Schrift auf orangem Hintergrund) und anschließend wieder orange bis zur Decke. Die runden Stützsäulen sind ebenfalls orange gekachelt.

LinienBearbeiten

 
Tw 1123 als Linie 6 zum Doku-Zentrum fährt in die Haltestelle Aufseßplatz ein
Linie Verlauf
  Langwasser SüdGemeinschaftshausLangwasser MitteScharfreiterringLangwasser NordMesseBauernfeindstraßeHasenbuckFrankenstraßeMaffeiplatzAufseßplatzHauptbahnhofLorenzkircheWeißer TurmPlärrerGostenhofBärenschanzeMaximilianstraßeEberhardshofMuggenhofStadtgrenzeJakobinenstraßeFürth HauptbahnhofFürth RathausFürth StadthalleFürth KlinikumFürth Hardhöhe
Umsteigemöglichkeiten
Linie Strecke Taktfrequenz
  Tiergarten – Siedlerstraße – Balthasar-Neumann-Straße – Mögeldorf – Lechnerstraße – Business Tower – Marthastraße – Norikerstraße – Dürrenhof – Marientunnel – Hauptbahnhof – Celtisplatz – Aufseßplatz – Christuskirche – Humboldtstraße – Schuckertstraße – Siemensstraße – Lothringer Straße – Frankenstraße – Trafowerk – Am RangierbahnhofFinkenbrunnSüdfriedhof – Saarbrückener Straße – Worzeldorfer Straße 10 min
  Doku-ZentrumDutzendteich – Fliegerstraße – Immelmannstraße – Scharrerstraße – Peterskirche – Harsdörfferplatz – Schweiggerstraße – Hummelsteiner Weg – Aufseßplatz – Christuskirche – Heynestraße – Landgrabenstraße – Steinbühl – Kohlenhof – Plärrer – Obere Turnstraße – Hallertor – Hallerstraße – St. Johannisfriedhof – Julienstraße – Westfriedhof 10 min

Am Wochenende verkehrt auch die Nachtbuslinie N8 (Hauptbahnhof – Bronnamberg).

LiteraturBearbeiten

  • Stadt Nürnberg/Baureferat (Hrsg.): U-Bahn Nürnberg 5. Presse- und Informationsamt der Stadt Nürnberg, Nürnberg 1975.
  • Michael Schedel: Nürnberg U-Bahn Album. Robert Schwandl Verlag, Berlin 2007, ISBN 3-936573-11-5.

WeblinksBearbeiten

  Commons: U-Bahnhof Aufseßplatz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 49° 26′ 26″ N, 11° 4′ 49″ O