Turid Karlsen

norwegische Opernsängerin (Sopran) und Hochschullehrerin

Turid Karlsen (* 1961 in Oslo[1]) ist eine norwegische Opernsängerin (Sopran) und Professorin. Bekannt ist sie für ihr Repertoire und ihre Rollen als jugendlich dramatischer Sopran. 2004 gewann sie den Kirsten Flagstad Price[2] für ihre Darstellung der Senta in Richard Wagners Der fliegende Holländer mit der norwegischen Oper. In ihrer Karriere arbeitete sie mit zahlreichen namhaften Dirigenten zusammen wie Daniel Barenboim, Kent Nagano, Dennis Russell Davies, Placido Domingo, Hartmut Haenchen, und Michael Tilson Thomas. Derzeit unterrichtet Karlsen als Professorin für Gesang an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart.[3] Zuvor war sie bereits an die Hochschule für Musik und Theater Hamburg berufen worden.

LebenBearbeiten

Karlsen studierte Gesang an der Maastricht Academy of Music. Dort war sie Studentin von Mya Besselink. 1983 legte sie ihr Examen als Musiklehrerin, 1986 als Opern- und Konzertsolistin cum laude ab. Von 1985 bis 1992 war sie festes Ensemblemitglied des Badischen Staatstheaters Karlsruhe. Anschließend war sie bis 1997 am Theater Bonn unter der Leitung von Intendant Giancarlo del Monaco. Gastauftritte hatte Karlsen an Opernhäusern wie den Bayreuther Festspielen[4], 1997 bis 1998 als Leonore in Lenore (Urfassung des Fidelio), an der Oper des Staatstheaters Kassel[5], dem Staatstheater Hannover, der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf, den Bühnen der Stadt Köln, der Komischen Oper Berlin, dem Theater Dortmund, der Oper Dallas, der Niederländischen Oper, der Oper Los Angeles, der Madison Oper, der Oper Montreal, der Oper Orlando, der Palm Beach Oper, der Königlichen Oper Stockholm, der Opera Pacific (Kalifornien), am Teatro Real in Madrid, am Grand Theatre Quebec, am Concertgebouw Amsterdam, in der Tonhalle Zürich, der Barbican Halle und der Royal Festival Hall London.[6]

2006 machte Karlsen Schlagzeilen, als sie als erster Sopran die Titelrolle in Puccinis Turandot seit Birgit Nilsson in der Oper Göteborg sang.[7][8] 2008 trat sie als Solistin zur feierlichen Eröffnung des neuen Osloer Opernhauses auf. Seit 2017 ist sie die künstlerische Leiterin des Kirsten-Flagstad-Festivals.[9]

RepertoireBearbeiten

OpernrollenBearbeiten

OperetteBearbeiten

KonzertrepertoireBearbeiten

AuszeichnungenBearbeiten

  • 1984: Preisträgerin beim Concours Francisco Viñas in Barcelona
  • 2004: Kirsten Flagstad Price[20][21]

CDsBearbeiten

  • Leander Schlegel, Lieder – Klavier: Frans van Ruth (1998)[22]
  • Eleonora in Kreneks Karl V. (2001)[23]
  • Zemlinsky Lyrische Symphonie mit den Czech Philharmonic Orchestra, Dirigent: Antony Beaumont (2002)[24]
  • Helmwiede in Richard Wagners Die Walküre mit Nederlands Philharmonic Orkest Amsterdam, Dirigent: Hartmut Haenchen (2006)

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Turid Karlsen. Datensatz der Bibliothèque nationale de France
  2. cooperations. Abgerufen am 27. Juni 2019.
  3. HMDK Stuttgart - Personenverzeichnis. Abgerufen am 28. Juni 2020.
  4. Turid Karlsen auf der Webseite der Bayreuther Festspiele
  5. Zachos Terzakis - LEONORE. Abgerufen am 28. Juni 2020.
  6. Turid Karlsen bei Operissimo auf der Basis des Großen Sängerlexikons
  7. Turandot | The Göteborg Opera. Abgerufen am 27. Juni 2019.
  8. Kultur Sonntag, 9. April 2006
  9. Ansatte to nye kunstneriske ledere. Abgerufen am 28. Juni 2020 (nb-NO).
  10. The Dallas morning news 6. Januar 2006 S. 20
  11. Saarbrücker Zeitung 9. April 2002
  12. Times colonist 7. August 2008 S.C7
  13. The orange county register 5. Mai 2003 S. 6
  14. Los Angeles Times 27. Februar 2003
  15. Trouw 31. August 2006
  16. de Volkskrant 29. August 2006 S. 15
  17. Sonntagsjournal 13. November 2005 S. 44
  18. Nordsee-Zeitung 7. November 2005 S. 28
  19. Basler Zeitung November 2002
  20. Bühnengenossenschaft 5/2005 S. 30
  21. Ansatte to nye kunstneriske ledere. Abgerufen am 27. Juni 2019 (nb-NO).
  22. Leander Schlegel - Various artists - Catawiki. Abgerufen am 27. Juni 2019.
  23. Ernst Krenek: Karl V. (2 CDs) – jpc. Abgerufen am 27. Juni 2019.
  24. Chandos Records. Abgerufen am 27. Juni 2019.