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Tschechoslowakischer Nationalausschuss (1918)

Organ der tschecho-slowakischen Politik gegen Ende des Ersten Weltkrieges (1916-1918)

Der Tschechoslowakische Nationalausschuss (Národní výbor československý, NVČ) war ein Organ der tschechoslowakischen Politik, entstanden gegen Ende des Ersten Weltkrieges.

Národní výbor československýBearbeiten

Im Juli 1918 wurde der Tschechoslowakische Nationalausschuss als das höchste Gremium des inneren Widerstandes gegründet. Es war Ausdruck der Überzeugung, dass Verhandlungen mit der österreichischen Regierung keine Perspektive mehr darstellen. Die Aufgabe der Organisation war die Vorbereitung der Unabhängigkeit von Österreich-Ungarn und die Ausarbeitung von Grundgesetzen. Mitbegründer und Generalsekretär war Edvard Beneš. Die Repräsentanten des Ausschusses, später auch Männer des 28. Oktober genannt, proklamierten am 28. Oktober 1918 in Prag den eigenständigen Staat Tschechoslowakei und das erste Gesetz[1].Am gleichen Tag wurden in den Ausschuss vier slowakische Vertreter aufgenommen.

Am 14. November 1918 entstand aus dem Ausschuss heraus die Revolutionäre nationale Versammlung der tschechoslowakischen Republik (Revoluční národní shromáždění Československé republiky). Diese übergab die Exekutive an die erste Regierung unter Karel Kramář.

Ab 1920 bestand die Nationalversammlung aus Abgeordnetenhaus und Senat als Parlament der Tschechoslowakei.

QuellenBearbeiten

  • Období první republiky 1918 - 1938 (Periode der ersten Republik 1918 - 1938), Material der Regierung der Tschechischen Republik, online auf: www.vlada.cz/assets/... (PDF; 98 kB)

EinzelnachweiseBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  • Aufruf zur Gründung des tschechischen Verbandes und des Nationalausschusses vom 19. November 1916, online auf : [1]
  • Manifest des tschechoslowakischen Nationalausschusses vom 13. Juli 1918, online auf: [2]
  • Manifest des Nationalausschusses vom 28. Oktober 1918, online auf: [3]