Truttikon

Gemeinde in der Schweiz

Truttikon ist eine politische Gemeinde im Bezirk Andelfingen des Kantons Zürich in der Schweiz. Ihr Mundartname: Truttike.[5]

Truttikon
Wappen von Truttikon
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Zürich Zürich (ZH)
Bezirk: Andelfingenw
BFS-Nr.: 0041i1f3f4
Postleitzahl: 8467
Koordinaten: 696893 / 276277Koordinaten: 47° 37′ 48″ N, 8° 43′ 40″ O; CH1903: 696893 / 276277
Höhe: 465 m ü. M.
Höhenbereich: 430–499 m ü. M.[1]
Fläche: 4,41 km²[2]
Einwohner: 449 (31. Dezember 2020)[3]
Einwohnerdichte: 102 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
4,9 % (31. Dezember 2020)[4]
Website: www.truttikon.ch
Truttikon von Süden

Truttikon von Süden

Lage der Gemeinde
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Über dieses Bild
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Dorfbrunnen und -Laden im Zentrum von Truttikon

GeographieBearbeiten

Die Gemeinde liegt im Zürcher Weinland in einer schwach hügeligen Landschaft. Von der Gemeindefläche dienen 64,5 % der Landwirtschaft, 28,5 % ist mit Wald bedeckt, 1,8 % ist Verkehrsfläche und 4,8 % Siedlungsgebiet.

PolitikBearbeiten

Die SVP hat 42,45 %, die SP 13,45 %, die Grünen 9,97 %, die FDP 9,39 %, die EDU 8,48 %, die EVP 5,59 %, die glp 4,57 %, die BDP 2,08 %, die Guten 1,44 % und die CVP 1,01 % der Wählerstimmen (Nationalratswahl 2019).[6]

Gemeindepräsident ist Sergio Rämi (Stand 2020).

WirtschaftBearbeiten

In Truttikon wird verbreitet Wein angebaut.

GeschichteBearbeiten

 
Luftbild (1964)

Truttikon wurde als Truttaninchova erstmals im Jahr 858 urkundlich erwähnt. Damals gingen durch eine Schenkung Ländereien in Truttikon an das Kloster Rheinau über.

Im Jahr 1556 wurde Truttikon an das Augustinerkloster Kreuzlingen verkauft, dem es bis ins Jahr 1798 gehörte. Die Gemeinde war Teil der Grafschaft Kyburg und kam in Folge durch Erbgang 1452 zur Stadt Zürich.

Durch Beschluss des Kantonsrates wurde die bestehende Zivilgemeinde auf den 1. Januar 1879 in den Stand einer politischen Gemeinde erhoben.[7]

WappenBearbeiten

Blasonierung

In Rot eine goldene Traube an zweiblättrigem goldenem Rebenzweig

Das Wappen ist eine Neuschöpfung aus der Zeit um 1878, als die Zivilgemeinde von Trüllikon gelöst und in eine politische Gemeinde umgewandelt wurde. Das Wappen symbolisiert den traditionellen Weinbau in Truttikon und ist seit Ende 1930 in seiner heutigen Farbgebung das offizielle Wappen der Gemeinde.

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Jakob Herzog, Kunstmaler * 1867 in Truttikon, † 1959 in Winterthur[8]
  • Peter Brügger, *1939, Reallehrer, Festspielautor und Lokalpolitiker in Ossingen und Truttikon; Maler, Aquarellist, Siebdruck-Künstler. und Illustrator, lebt in Truttikon[9]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Hermann Fietz: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich, Band I: Die Bezirke Affoltern und Andelfingen. (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 7). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1938. DNB 365803030.
  • Jakob Zollinger: Ein Weinländer Dorf im Umbruch 1770–1800. Die Chronik des Matthäus Keller von Truttikon. In: Zürcher Taschenbuch, S. 73–116.

WeblinksBearbeiten

Commons: Truttikon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. BFS Generalisierte Grenzen 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Höhen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  2. Generalisierte Grenzen 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Flächen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  3. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde, definitive Jahresergebnisse, 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. November 2021
  4. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde, definitive Jahresergebnisse, 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Ausländeranteil aufgrund Stand 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. November 2021
  5. Heinz Gallmann: Zürichdeutsches Wörterbuch. 1. Auflage. Neue Zürcher Zeitung, Zürich 2009, ISBN 978-3-03823-555-2, S. 670.
  6. Wahlen 2019. Abgerufen am 26. Mai 2020.
  7. Jakob Zollinger: Ein Weinländer Dorf im Umbruch 1770–1800. Die Chronik des Matthäus Keller von Truttikon. In: Zürcher Taschenbuch. 1997, S. 73–74.
  8. Künstlergruppe Winterthur: Liste verstorbener Kunstschaffender. Kunstschaffende Winterthur online, 2002, abgerufen am 3. März 2022.
  9. Branchenverband Zürcher Wein, Peter Siffert: Der Weinberg und die stumme Poesie. In: Räbe & Wii. Zürcher Weinbauernverband, 2005, abgerufen am 24. April 2022.