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lili rere
Truppenausweis Vorderseite ungefaltet
Ausführung für Reservisten bis 2000
(Nummer/R)
Truppenausweis Rückseite ungefaltet
Ausführung für Reservisten bis 2000
Erlaubnis zum Führen von Waffen gestrichen
Truppenausweis für Reservisten 2000–2008
Truppenausweis der Wehrmacht von 1936

Der Truppenausweis ist ein Dokument, das den Soldaten der Bundeswehr als Dienstausweis und Legitimationsmerkmal dient. Er wird durch die personalführende Dienststelle an den Soldaten ausgegeben, geführt und ggf. geändert.

BedeutungBearbeiten

Der Soldat hat den Truppenausweis – außer auf Auslandsreisen – immer bei sich zu tragen. Der Ausweis legitimiert den Zutritt zu Liegenschaften der Bundeswehr, zur Benutzung von Waffen in seiner Dienstzeit und berechtigt ihn zum Tragen der Uniform sowie der Hoheits- und Rangabzeichen. Die meisten militärischen Zusatzdokumente wie Führerscheine, Sanitätshelferausweise oder auch Bahnfahrkarten für Wehrdienstleistende sind nur in Verbindung mit ihm gültig. Bei Grundwehrdienstleistenden befand sich auf der Rückseite ein Stempel „Grundwehrdienstleistender“, dieser berechtigte dann gegebenenfalls zu Vergünstigungen wie Schüler/Studenten und Zivildienstleistende sie bekommen. Änderungen jeglicher Art in diesem Dokument müssen mit einem Dienstsiegel bestätigt werden.

Herkömmlicher TruppenausweisBearbeiten

Maße und BeschaffenheitBearbeiten

Der herkömmliche Truppenausweis ist aus dokumentenechtem Papier der Stärke 120 g/m² gefertigt und hat eine gelbliche Grundfarbe. Aus Gründen der Fälschungssicherheit ist ein hellblaues Raster darüber aufgebracht. Er ist 14,5 cm lang und 10,5 cm breit. Das beidseitig bedruckte Schriftstück wird für gewöhnlich in der Mitte gefaltet und hat dann ungefähr die Maße eines alten bundesdeutschen Personalausweises. Dieser Truppenausweis findet ab 1. Januar 2017 nur noch bei Mannschaftsdienstgraden bis zum Stabsgefreiten Verwendung. Bei Bedarf erhalten sie zusätzlich wie bislang die PKI-Karte der Bundeswehr.

InhaltBearbeiten

Neben der Überschrift „Bundesrepublik Deutschland“, dem Bundesadler und einem Passbild, beinhaltet das Dokument folgende Angaben zur Person:

KritikBearbeiten

Oftmals wurde die mangelnde Fälschungssicherheit des Truppenausweises kritisiert. Während bereits der Personalausweis mit biometrischen Merkmalen versehen und maschinenlesbar ist, arbeitete die Bundeswehr noch mit Klebefotos und Dienstsiegeln. Vorhaben, den klassischen Truppenausweis durch eine Chipkarte zu ersetzen, scheiterten zunächst an den enormen Kosten eines solchen Systems. Auch ist das Dokument, mit dem sich Soldaten legitimieren sollen, in der Zivilbevölkerung kaum bekannt.

Elektronischer Dienst- und TruppenausweisBearbeiten

Vorderseite
Rückseite
Elektronischer Truppenausweis

Ab dem Jahr 2008 wurde ein neuer Elektronischer Dienst- und Truppenausweis (eDTA) erprobt. Seit 2013 wird der elektronische Dienst- und Truppenausweis bundeswehrweit ausgegeben. Er vereint den bisherigen Truppenausweis in Papierform und die PKI-Karte der Bundeswehr in einer Karte. Seit dem 1. Januar 2017 ist für alle Zivilbediensteten und Soldaten ab Dienstgrad Oberstabsgefreiter nur noch der eDTA gültig.

Maße und BeschaffenheitBearbeiten

Der elektronische Dienst- und Truppenausweis ist eine Karte aus Polycarbonat im Format ID-1 nach ISO/IEC 7810 (Abmessungen: 85,60 × 53,98 mm; auch verwendet beim elektronischen Personalausweis sowie bei Führerscheinen und Bankkarten). Mit der Verwendung eines biometrischen Passbilds erfüllt er die neuesten Sicherheitsstandards. Merkmale zur Fälschungssicherheit des Ausweises sind unter anderem ein Hologramm, Iris-Farbverläufe, Mikroschriften und kopierresistente Druckfarben. Der neue Ausweis ist ab Beginn der Antragstellung für fünf Jahre gültig.

Auf der Rückseite des Ausweises befindet sich ein kontaktbehafteter Chip, auf dem alle sichtbaren Daten wie Name, Vorname sowie die Dienststellenzugehörigkeit gespeichert sind. Er ermöglicht gleichzeitig die Anmeldung am PC-Arbeitsplatz, wobei die Karte über einen Slot an der Tastatur eingelesen wird und der Besitzer sich mit seinem dazugehörigen Passwort identifiziert (Smartcard Logon). Zudem ermöglicht dieser Chip die Ver- und Entschlüsselung sowie elektronische Signierung von E-Mails und Dateien. Er ist Teil des PKI-Systems der Bundeswehr.

Siehe auchBearbeiten

QuellenBearbeiten

WeblinkBearbeiten