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Trikot des FC Barcelona in der Saison 2010/11 mit UNICEF-Logo

Als Trikotsponsoring bezeichnet man im Sport das Tragen des Logos oder Schriftzugs eines Sponsors auf dem Trikot. Dadurch erhofft sich der Sponsor einen werblichen Nutzen, beispielsweise eine größere Bekanntheit seiner Produkte oder Dienstleistungen. Durch Trikotsponsoring können in Verbindung mit Fernsehübertragungen hohe Reichweiten erzielt und die Bekanntheit des Sponsors erhöht werden.

Im Fußball führte der uruguayische Verein CA Peñarol das Trikotsponsoring Mitte der 1950er Jahre ein.

Der erste Fußballverein in Deutschland war 1967 Wormatia Worms, der mit dem Schriftzug "CAT" für Caterpillar auf dem Trikot Werbung, aus Finanznot, machen wollte, jedoch auf Druck des DFB dies wieder einstellte.[1] Erst 1973 folgte Eintracht Braunschweig, und obwohl es der DFB ebenfalls untersagte, lief die Mannschaft mit dem Jägermeister-Hirsch auf der Brust auf (Eintracht machte kurzerhand das Jägermeister-Firmenlogo zum Vereinswappen und konnte so „legal“ werben). Eintracht-Sponsor Günter Mast war über den erbitterten Widerstand des DFB erfreut, da der Streit mit dem Verband seinen Produkten immer wieder zu kostenloser Präsenz in den Medien verhalf. 1976 wurde Frottesana der erste Trikot-Sponsor des VfB Stuttgart und weiter folgten der Hamburger SV (Campari), Eintracht Frankfurt (Remington), der MSV Duisburg (Brian Scott) und Fortuna Düsseldorf (Allkauf).

Der bekannteste Fußballverein, der auf Trikotsponsoring und damit auf jährliche Einnahmen in Millionenhöhe verzichtete, ist der FC Barcelona, der sich als „katalanische Nationalmannschaft“ versteht und auf sich die Regeln für Nationalmannschaften anwendete. Obwohl der Verein traditionell auf einen Trikotsponsor verzichtete, wurde im September 2006 ein Kooperationsabkommen mit dem UN-Kinderhilfswerk UNICEF mit einer Laufzeit von fünf Jahren geschlossen. Demnach unterstützte der Verein über seine Stiftung die Arbeit von UNICEF bis 2011 mit jährlich 1,5 Mio. €, um an HIV/AIDS erkrankte Kinder in den Ländern der Dritten Welt zu unterstützen, im Gegenzug erhielt er das Recht, den Namen, das Logo und das Emblem von UNICEF auf der Spiel- und der Trainingskleidung sowie den diesen nachgebildeten Merchandising-Produkten zu verwenden. Eine Verpflichtung hierzu bestand nicht. Seit 2011 läuft auch der FC Barcelona mit Trikotsponsoring auf und erhält dafür mit 30 Millionen jährlich aus dem Emirat Katar, dem Ausrichter der Fußball-WM 2022, die höchsten Einnahmen aller Vereine weltweit. Auf der Trikotvorderseite ist der Schriftzug "Qatar Foundation" zu sehen, der "unicef"-Schriftzug bleibt auf der Rückseite des Trikots erhalten.

Auch Athletic Bilbao als „Nationalmannschaft des Baskenlandes“ verzichtete bis Sommer 2008 auf Trikotsponsoring.

In vielen Sportarten tragen Nationalmannschaften, abgesehen vom Ausrüster, keine Werbung auf ihren Trikots.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs WDR Fernsehen vom 7. Oktober 2012 zeigte eine alte Reportage vom SWF (heute: SWR Fernsehen)