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Tarforst ist ein Stadtteil von Trier mit ca. 6.605 Einwohnern, bestehend aus dem Ort Tarforst (Alt-Tarforst), der bis heute seinen dörflichen Charakter bewahrt hat, und dem Neubaugebiet Trimmelter Hof auf der sogenannten Tarforster Höhe unterhalb des älteren Dorfes.

Tarforst
Stadtteil von Trier
Koordinaten: 49° 44′ 29″ N, 6° 41′ 59″ O
Höhe: 293 m
Fläche: 4,18 km²
Einwohner: 6605 (31. Dez. 2009)
Bevölkerungsdichte: 1.579 Einwohner/km²
Eingemeindung: 7. Juni 1969
Vorwahl: 0651
BiewerEhrang/QuintEurenFeyen/WeismarkFilschHeiligkreuzIrschKernscheidKürenzMariahofMitte/GartenfeldNordOlewigPfalzelRuwer/EitelsbachSüdTarforstWest/PallienZewenKarte
Über dieses Bild
Lage in der Stadt Trier

LageBearbeiten

Tarforst liegt auf dem Plateau des Petrisbergs oberhalb der Trierer Innenstadt und gehört zusammen mit Filsch, Kernscheid und Irsch zu den Höhenstadtteilen. Angrenzend an Neu-Kürenz und Olewig befindet sich die Universität Trier. Zu Tarforst gehört das Neubaugebiet Trimmelter Hof (von lat. tremuletum "Espenwald"), das durch die Kohlenstraße von Tarforst getrennt wird. Dort befindet sich ebenfalls das Einkaufszentrum Tarforster Höhe. Im äußersten Osten der Gemarkung befindet sich der Naumeter Kopf in der Nähe des Schellberges.

Namensgleich zu dem Neubaugebiet ist auch die Reitanlage Trimmelter Hof im Trierer Stadtteil Olewig benannt.

GeschichteBearbeiten

 
Maximiner Hof und katholische Pfarrkirche

Tarforst und seine Umgebung sind alter geschichtlicher Boden. Die archäologischen Funde, die bei Ausgrabungen zutage kamen, werden früheren römischen Besiedlungen zugeordnet. Auch der Name „Tarforst“ deutet auf die Römerzeit hin: Centarburs (lat.: „100 Bäume“). Im Mittelpunkt der Ortschaft stand das Zehnthaus der Abtei St. Maximin, und um diesen Gutshof herum vergrößerte sich der Ort im Laufe der Zeit. Das älteste Gebäude in Tarforst ist der Maximiner Hof aus dem Jahr 1586.

1933 hatte Tarforst 458 Einwohner. Am 7. Juni 1969 wurde der alte Ortsteil im Rahmen einer kommunalen Gebietsreform in die Stadt Trier eingemeindet.[1] Einen rasanten Anstieg der Einwohnerzahlen verzeichnete Tarforst seit den 1970er Jahren, als die Gemeinde neuer Standort der Universität Trier wurde. Das Campusgelände und angrenzende Studentenwohnheime wurden seitdem mehrfach erweitert. In den 1980er und Ende der 1990er Jahre entstanden zudem die Neubausiedlungen am Trimmelter Berg und Trimmelter Hof sowie der Tarforster Höhe.

PolitikBearbeiten

Ortsbeirat
6
2
1
6
Insgesamt 15 Sitze

OrtsbeiratBearbeiten

Für den Ortsteil Tarforst wurde ein Ortsbezirk gebildet. Dem Ortsbeirat gehören 15 Beiratsmitglieder an, den Vorsitz im Ortsbeirat führt der direkt gewählte Ortsvorsteher.[2]

Für weitere Informationen und historische Daten siehe die Ergebnisse der Kommunalwahlen in Trier.

OrtsvorsteherBearbeiten

Ortsvorsteher ist seit 2014 Werner Gorges (CDU). Er wurde bei einer Stichwahl am 16. Juni 2019 mit einem Stimmenanteil von 57,28 % wiedergewählt, nachdem bei der Direktwahl am 26. Mai keiner der ursprünglich drei Bewerber die notwendige Mehrheit erreicht hatte.[3]

VereineBearbeiten

Die größten Ortsvereine sind der FSV (Fußball- und Sportverein) Tarforst 1946, dessen erste Herrenmannschaft 2010 den Aufstieg in die Rheinlandliga schaffte, der Trimmelter Sportverein[4] und der Musikverein Tarforst.

VerkehrBearbeiten

StraßenBearbeiten

Aus Richtung Trier Innenstadt ist Tarforst über Kürenz und Kohlenstraße oder über Olewig und die Gustav-Heinemann-Straße zu erreichen.

Aus Richtung Pluwig kann man Tarforst über die L 143 erreichen.

BusBearbeiten

Tarforst ist über Olewig mit den Linien 6, 16, 81 und 30 zu erreichen. Über den Petrisberg nach Tarforst gelangt man mit den Linien 4 und 85. Wenn man über das Avelertal verkehren will, bieten sich die Linien 3, 13 und 83 an.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Trier-Tarforst – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Memento vom 31. Dezember 2016 im Internet Archive), Seite 198 (PDF; 2,6 MB)
  2. Stadt Trier: Hauptsatzung. (PDF) § 2 bis 6. 29. Juni 2017, abgerufen am 22. Oktober 2019.
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. Trier, kreisfreie Stadt, siehe 13. Ergebniszeile. Abgerufen am 22. Oktober 2019.
  4. Trimmelter SV Trier