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Trier-Ruwer/Eitelsbach

Ortsbezirk der Stadt Trier

Ruwer/Eitelsbach ist einer der 19 Ortsbezirke der Stadt Trier in Rheinland-Pfalz. Zu Ruwer-Eitelsbach gehört das unbesiedelte Naturschutzgebiet Kenner Flur an der Mosel.

Ruwer/Eitelsbach
Stadtteil von Trier
Koordinaten: 49° 47′ 8″ N, 6° 42′ 35″ O
Höhe: 130 m ü. NHN
Fläche: 9,1 km²
Einwohner: 3013 (31. Dez. 2017)
Bevölkerungsdichte: 331 Einwohner/km²
Eingemeindung: 7. Juni 1969
Postleitzahl: 54292
Vorwahl: 0651
BiewerEhrang/QuintEurenFeyen/WeismarkFilschHeiligkreuzIrschKernscheidKürenzMariahofMitte/GartenfeldNordOlewigPfalzelRuwer/EitelsbachSüdTarforstWest/PallienZewenKarte
Über dieses Bild
Lage in der Stadt Trier
Trier-Ruwer
Trier-Ruwer, RWZ-Gebäude
Ausblick auf Ruwer von der Wallmauer

GeographieBearbeiten

Der Bezirk mit 3013 Einwohnern[1] und einer Fläche von 910 ha liegt hauptsächlich im Bereich der Ruwermündung und besteht aus den beiden Stadtteilen „Ruwer“ und „Eitelsbach“, siehe auch: Eitelsbacher Straße. Zu Eitelsbach gehören die Gemeindeteile Duisburgerhof und Karthäuserhof, zu Ruwer gehören die Gemeindeteile Hüsters-Mühle, Lambertys-Mühle und Wasserwerk Trier.

Rechte Zuflüsse der Mosel sind der Meierbach an der Gemarkungsgrenze zu Trier-Kürenz und die Ruwer mir ihren rechten Zuflüssen Eitelsbach und Wenzelbach. Der Gipfel des Grünebergs liegt auf der Gemarkung Ruwer-Maximin. Zwischen Ruwer und Kenn lag einst der Ort Kevenich.

GeschichteBearbeiten

Ruwer-Maximin (links der Ruwer) und Ruwer-Paulin (rechts der Ruwer) waren im Mittelalter getrennte Besitzungen der Trierer Abtei St. Maximin bzw. des Stiftes Paulin. Sie kamen 1815 als Gemeinden im Landkreis Trier zur preußischen Rheinprovinz und wurden 1930 zur Gemeinde Ruwer vereinigt.

Eitelsbach gehörte im Mittelalter zum kurtrierischen Amt Pfalzel. 1815 wechselte es zur Bürgermeisterei Casel, anschließend zur Bürgermeisterei sowie zum Amt Ruwer.

Aus dem Amt Ruwer entstand 1968 die Verbandsgemeinde Ruwer. Im Rahmen einer kommunalen Neugliederung wurden die Gemeinden Ruwer und Eitelsbach am 7. Juni 1969 in die Stadt Trier eingemeindet.[2] Seit 1974 bilden sie als Ruwer/Eitelsbach einen Stadtteil von Trier. Bis 2005 war Ruwer der Sitz der Verbandsgemeinde Ruwer, der dann nach Waldrach verlegt wurde.

PolitikBearbeiten

Ortsbeirat
4
5
4
Insgesamt 13 Sitze
  • SPD: 4
  • CDU: 5
  • UBT: 4

Im Ortsbeirat ist die CDU nach den Kommunalwahlen am 26. Mai 2019 mit fünf Sitzen stärkste Kraft, während SPD und UBT jeweils auf vier Sitze kommen.[3]

Seit der Wahl 2019 ist Christiane Probst (UBT) die Ortsvorsteherin. Ihre Vorgängerin war Monika Thenot (CDU).

Kultur und VereineBearbeiten

Vereine in Trier-Ruwer/Eitelsbach sind: Angelclub 1964 Ruwer-Kenn e. V., Angelsportverein Ruwer, Förderverein Kindergarten St. Clemens, Förderverein der Grundschule Ruwer, Freiwillige Feuerwehr Löschzug Ruwer, Jugendgruppe Ruwer/Mertesdorf, Karnevalsverein Ruwer 1992 e. V., Kirchenchor Cäcilia Ruwer, Männergesangverein Moselland Ruwer 1882, Musikverein 1920 Ruwer-Eitelsbach, Sportverein Eintracht Ruwer 1945 e. V., Tennisclub Ruwer 1979 e. V. und Turnverein Ruwer 1894.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Trier-Ruwer/Eitelsbach

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Bekannte Weingüter sind der Karthäuserhof im Besitz der Familie Tyrell-Rautenstrauch und der Duisburger Hof im Besitz der Bischöflichen Weingüter Trier.[4] Viele kleine und mittlere Unternehmen sind in Ruwer/Eitelsbach ansässig, auch Filialen der Sparkasse Trier, der Volksbank Trier und der Deutschen Post. Auch eine Tankstelle ist in Ruwer ansässig. Ein Gewerbe- und Industriegebiet befindet sich entlang der Ruwerer Straße in Richtung der Pfalzeler Brücke. Das Hauptklärwerk Trier, das Klärwerk Ruwertal und das Wasserwerk Trier, auch Kenner Wasserwerk genannt, liegen in Ruwer/Eitelsbach.

Im Ortsbezirk befinden sich die Katholische Pfarrkirche St. Clemens, die katholische Filialkirche Vierzehn Nothelfer Eitelsbach, der Kindergarten St. Clemens, die Grundschule Ruwer und der Sportplatz auf Dorheck. Früher gab es in Ruwer ein Krankenhaus, heute gibt es einige Ärzte und eine Apotheke.

VerkehrBearbeiten

Durch den Stadtteil führen die rheinland-pfälzischen Landesstraßen 145 und 149. Die L 145 verläuft parallel der Mosel durch den Ort und verbindet Ruwer in südwestlicher Richtung mit Trier-Nord, in nördlicher Richtung mit Kenn. Die L 149, die aus Waldrach kommt, führt durch das Ruwertal. Am Moselufer verläuft die A 602 von Trier-Nord nach Kenn. Zum öffentlichen Personennahverkehr siehe: Nahverkehr in Trier.

In Ruwer kreuzten sich die inzwischen stillgelegten Strecken der Moselbahn und der Hochwaldbahn. Der Ort verfügte viele Jahrzehnte über zwei Bahnhöfe: Ruwer (DB) (1889–1981) und Ruwer West (1903–1967). Der ehemalige Bahnhof Ruwer (DB) ist seit 2006 Ausgangspunkt des Ruwer-Hochwald-Radweges, der fast auf ganzer Länge auf der Trasse der Hochwaldbahn verläuft und Anschluss an den Mosel-Radweg hat.

Söhne und Töchter des StadtbezirkesBearbeiten

Persönlichkeiten, die vor Ort wirken oder wirktenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Haupt- und Nebenwohnsitze
  2. Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Memento vom 18. Juli 2011 im Internet Archive)
  3. Stadt Trier - Ortsvorsteherin/Ortsbeirat. Abgerufen am 31. Juli 2019.
  4. Webseite zum Duisburger Hof (Memento vom 3. Januar 2016 im Internet Archive)