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Trestle-Brücke

Brücke in Gerüstbauweise, v.a. in Nordamerika verbreitet
Das hölzerne Wilburton Trestle im Bundesstaat Washington
Lethbridge Viaduct in Kanada, längstes Gerüstpfeilerviadukt der Welt

Trestle (engl.: Gerüst) oder auch Bockbrücke oder Gerüstpfeilerviadukt ist eine Brückenbauart aus Tragelementen kurzer Spannweite, die auf gerüstartigen sich nach oben verjüngenden Stützen (Böcken) liegen. Sie ist am häufigsten als Eisenbahnbrücke im Gebrauch.

Trestle-Brücken bestehen aus vorfabrizierten Holz- oder Stahlbalken. Auf ein Geländer oder eine Brüstung wird bei diesen Brücken in der Regel verzichtet.

Trestle-Brücken stammen ursprünglich aus den Vereinigten Staaten. Anfangs wurden sie ausschließlich aus Holz gebaut. Als Problem erwies sich dabei, dass es bei den damals üblichen Dampflokomotiven gelegentlich Funkenflug gab, wodurch die Brücken leicht in Brand geraten konnten. So brannte unter anderem das Portageville Viaduct 1875 ab und wurde dann durch eine Stahlkonstruktion ersetzt. Mit der Umstellung auf Dieselloks löste sich dieses Problem zwar, jedoch wurden hölzerne Brücken auch oft durch Brandstiftung zerstört. Daher setzte sich schließlich die Stahlbauweise durch; einige wenige Holz-Trestles existieren in Amerika aber noch, wie zum Beispiel das Goat Canyon Trestle in Kalifornien.

In Deutschland, hier bei öffentlichen Bahnen in der Regel als Stahlkonstruktion ausgeführt, fand diese Bauweise bei einigen Nebenbahnen in Sachsen Verwendung. In Österreich gibt es sie nur an der Ybbstalbahn-Bergstrecke in Niederösterreich und der Tiroler Stubaitalbahn.

In der englischen Grafschaft West Yorkshire gab es im Zuge der Blake Dean Railway eine 180 m lange und 32 m hohe Trestle-Brücke.

Als Vorläufer der Gerüstbrücke kann die meist niedrige Jochbrücke gelten.

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