Tour de France 2014/5. Etappe

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Etappensieger NiederlandeNiederlande Lars Boom (BEL) 3:18:35 h

(46,0 km/h)

2. DanemarkDänemark Jakob Fuglsang (AST) + 0:19 min
3. ItalienItalien Vincenzo Nibali (AST) + 0:19 min
4. SlowakeiSlowakei Peter Sagan (CAN) + 1:01 min
5. SchweizSchweiz Fabian Cancellara (TFR) + 1:01 min
6. BelgienBelgien Jens Keukeleire (OGE) + 1:01 min
7. PolenPolen Michał Kwiatkowski (OPQ) + 1:07 min
8. NiederlandeNiederlande Lieuwe Westra (AST) + 1:09 min
9. ItalienItalien Matteo Trentin (OPQ) + 1:21 min
10. FrankreichFrankreich Cyril Lemoine (COF) + 1:45 min
kämpferischster Fahrer   NiederlandeNiederlande Lieuwe Westra (AST)
Zwischenstände nach der 5. Etappe
Gesamtwertung ItalienItalien Vincenzo Nibali (AST) 20:26:46 h
2. DanemarkDänemark Jakob Fuglsang (AST) + 0:02 min
3. SlowakeiSlowakei Peter Sagan (CAN) + 0:44 min
Punktewertung SlowakeiSlowakei Peter Sagan (CAN) 185 Pkt.
2. DeutschlandDeutschland Marcel Kittel (GIA) 135 Pkt.
3. FrankreichFrankreich Bryan Coquard (EUC) 121 Pkt.
Bergwertung FrankreichFrankreich Cyril Lemoine (COF) 6 Pkt.
2. FrankreichFrankreich Blel Kadri (ALM) 5 Pkt.
3. DeutschlandDeutschland Jens Voigt (TFR) 4 Pkt.
Nachwuchswertung SlowakeiSlowakei Peter Sagan (CAN) 20:27:30 h
2. PolenPolen Michał Kwiatkowski (OPQ) + 0:06 min
3. FrankreichFrankreich Romain Bardet (ALM) + 1:27 min
Mannschaftswertung KasachstanKasachstan Astana Pro Team 61:21:26 h
2. NiederlandeNiederlande Belkin-Pro Cycling Team + 4:18 min
3. Vereinigte StaatenVereinigte Staaten BMC Racing Team + 6:05 min

Die 5. Etappe der Tour de France 2014 fand am 9. Juli 2014 statt und führte vom belgischen Ypern über 152,5 km nach Arenberg-Porte du Hainaut. Im Verlauf der Etappe gab es einen Zwischensprint nach 97 km. Trotz fehlender Bergwertungen zählte die Etappe als kurze Mittelgebirgsetappe, es gingen 194 Fahrer an den Start. Der höchste Punkt der Etappe wurde nach 54 km bei Mouscron erreicht und lag auf einer Höhe von 57 m. Während der Etappe wurden auf den letzten 65,5 km sieben Kopfsteinpflaster-Abschnitte mit einer Gesamtlänge von 13 km befahren. Diese sogenannten Pavé-Sektoren werden während des Klassikers Paris–Roubaix in umgekehrter Richtung befahren. Der längste Sektor war 3,7 km lang und führte von Wandignies-Hamage nach Hornaing, der letzte Sektor von Hélesmes nach Wallers wurde erst fünf Kilometer vor dem Zielstrich bezwungen.

EtappenverkürzungBearbeiten

Ursprünglich war die Etappe über 155,5 km geplant und sollte über neun Kopfsteinpflaster-Abschnitte mit einer Länge von 15,4 km führen. Aber da die Hölle des Nordens ihrem Namen alle Ehre machte, wurden aufgrund von schlechten Wetter- und Straßenbedingungen am Morgen vor der Etappe Sektor 7 mit einer Länge von 1.000 Metern bei Mons-en-Pévèle und Sektor 5, mit einer Länge von 1.400 Metern von Orchies nach Beuvry-la-Forêt führend, gestrichen. Damit verbleiben noch 13 km auf Kopfsteinpflaster, die gesamte Etappendistanz verringerte sich von ursprünglich 155,5 km um 3 km.[1][2]

RennverlaufBearbeiten

Etwa fünf Kilometer nach Rennbeginn bildete sich eine neunköpfige Spitzengruppe, bestehend aus Lieuwe Westra (AST), Tony Martin (OPQ), Samuel Dumoulin (ALM), Janier Acevedo (GRS), Tony Gallopin (LTB), Marcus Burghardt (BMC), Rein Taaramäe (COF), Simon Clarke (OGE) und Mathew Hayman (OGE). Nach 28 gefahrenen Kilometern hatten sie 1:30 min Vorsprung auf das Hauptfeld. Bei Kilometer 29 stürzte Titelverteidiger Chris Froome (SKY) und musste anschließend lange kämpfen, um den Anschluss an das Hauptfeld wiederherzustellen. Auch bei den Ausreißern gab es Stürze: Martin und Acevedo kamen zu Fall, Acevedo wurde vom Feld eingeholt. Martin war nun Verfolger der Spitzengruppe; später gemeinsam mit Dumoulin, der eine Reifenpanne hatte und so abgehängt wurde. Etwa 50 Kilometer nach dem Start brach Marcus Burghardt seinen Ausreißversuch ab und fuhr im Peloton weiter. Dumoulin und Martin gelang es unterdessen, wieder Anschluss an die Spitzengruppe zu finden. Die sieben Führenden hatten weiter etwa anderthalb Minuten Vorsprung.

Bereits vor den Kopfsteinpflasterpassagen kam es bedingt durch die Nässe zu Stürzen, unter anderem mussten Alexander Kristoff (KAT), Sébastien Minard (ALM), Marcel Kittel (GIA) und André Greipel (LTB) das Rennen kurzzeitig unterbrechen und gerieten damit in Rückstand auf das Hauptfeld. Der Vorsprung der Ausreißer wuchs auf etwa 2:30 min an. Auf Kilometer 85 stürzte Chris Froome erneut, dabei verletzte er sich am Arm und konnte das Rennen nicht fortsetzen. Damit stand die Sky-Mannschaft nun ohne ihren Kapitän und Titelverteidiger da.

 
9. Juli, 14:46 bei Gruson.

Das Hauptfeld war inzwischen durch viele Stürze zerfallen, noch bevor das erste Mal Kopfsteinpflaster befahren wurde. Im vorderen Peloton fuhren die Trikotträger in einer etwa 40 Mann großen Gruppe, dahinter waren unter anderem Alejandro Valverde (MOV) und Michał Kwiatkowski (OPQ) zurückgefallen und versuchten nun, wieder heranzufahren. Kurz vor dem Zwischensprint, den Westra gewann, hatten die Ausreißer 1:40 min Vorsprung auf die Verfolgergruppe um Nibali, Contador und Sagan. Die hintere Gruppe schloss nun langsam wieder auf. Auf dem nächsten Pflasterabschnitt konnten Nibali, Sagan und Talansky die Konkurrenten van Garderen und Contador etwas distanzieren, letzterer hatte etwa 45 Sekunden Rückstand auf den Gesamtführenden. Nibali lag wiederum etwa 40 Sekunden hinter den Ausreißern zurück.

Etwa 41 Kilometer vor dem Ziel konnten sich Sep Vanmarcke und Lars Boom aus der Belkin-Mannschaft absetzen und nahmen zu zweit die Verfolgung der sieben Führenden auf. Gleichzeitig schloss die Gruppe um Nibali, Kwiatkowski, Fuglsang und Sagan immer weiter auf. 28 Kilometer vor dem Ziel waren die Führenden eingeholt. Contador und van Garderen lagen unterdessen bereits über eine Minute zurück. Zwölf Kilometer vor Schluss attackierten die drei Astana-Fahrer Westra, Nibali und Fuglsang aus der Spitzengruppe heraus, Lars Boom folgte ihnen. Westra fiel wenig später aus der Gruppe heraus, in Front lagen nun noch drei Fahrer, von denen Boom das Tempo machte. Er konnte sich etwas von Nibali und Fuglsang absetzen und gewann die Etappe schließlich mit 19 Sekunden Vorsprung auf die beiden Verfolger.

Andrew Talansky kam mit 2:22 min, Alejandro Valverde, Thibaut Pinot und Rui Costa mit 2:28 min Rückstand ins Ziel, Alberto Contador verlor 2:54 min. Fränk Schleck lag rund acht Minuten hinter Boom, auch Daniel Navarro und Joaquim Rodríguez verloren erneut viel Zeit.

AufgabenBearbeiten

  • Vereinigtes Konigreich  Chris Froome (SKY): Aufgabe während der Etappe

PunktewertungenBearbeiten

Zwischensprint
in Templeuve
nach 97 km auf 37 m
1. Niederlande  Lieuwe Westra (AST) 20 Pkt.
2. Australien  Simon Clarke (OGE) 17 Pkt.
3. Australien  Mathew Hayman (OGE) 15 Pkt.
4. Deutschland  Tony Martin (OPQ) 13 Pkt.
5. Frankreich  Samuel Dumoulin (ALM) 11 Pkt.
6. Estland  Rein Taaramäe (COF) 10 Pkt.
7. Frankreich  Tony Gallopin (LTB) 9 Pkt.
8. Slowakei  Peter Sagan (CAN) 8 Pkt.
9. Polen  Maciej Bodnar (CAN) 7 Pkt.
10. Slowenien  Kristijan Koren (CAN) 6 Pkt.
11. Belgien  Sep Vanmarcke (BEL) 5 Pkt.
12. Litauen  Ramūnas Navardauskas (GRS) 4 Pkt.
13. Danemark  Lars Bak (LTB) 3 Pkt.
14. Ukraine  Andrij Hrywko (AST) 2 Pkt.
15. Niederlande  Sebastian Langeveld (GRS) 1 Pkt.
Etappenziel
in Arenberg-Porte du Hainaut
nach 155,5 km auf 35 m
1. Niederlande  Lars Boom (BEL) 30 Pkt.
2. Danemark  Jakob Fuglsang (AST) 25 Pkt.
3. Italien  Vincenzo Nibali (AST) 22 Pkt.
4. Slowakei  Peter Sagan (CAN) 19 Pkt.
5. Schweiz  Fabian Cancellara (TFR) 17 Pkt.
6. Belgien  Jens Keukeleire (OGE) 15 Pkt.
7. Polen  Michał Kwiatkowski (OPQ) 13 Pkt.
8. Niederlande  Lieuwe Westra (AST) 11 Pkt.
9. Italien  Matteo Trentin (OPQ) 9 Pkt.
10. Frankreich  Cyril Lemoine (COF) 7 Pkt.
11. Russland  Alexander Porsew (KAT) 6 Pkt.
12. Australien  Mathew Hayman (OGE) 5 Pkt.
13. Belgien  Sep Vanmarcke (BEL) 4 Pkt.
14. Belgien  Jan Bakelants (OPQ) 3 Pkt.
15. Australien  Mark Renshaw (OPQ) 2 Pkt.

WeblinksBearbeiten

Commons: 5. Etappe der Tour de France 2014 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. 5. Tour-Etappe: Ypres - Arenberg Porte du Hainaut, 156 km, flach – Durch die „Hölle des Nordens“. radsport-news.com, 9. Juli 2014, abgerufen am 9. Juli 2014.
  2. Starker Regen in Nordfrankreich – 5. Tour-Etappe mit zwei Pavé-Sektoren weniger. radsport-news.com, 9. Juli 2014, abgerufen am 9. Juli 2014.