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Toscolano-Maderno

italienische Gemeinde am Gardasee

Toscolano-Maderno ist eine Gemeinde mit 7836 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2017) in der Provinz Brescia in der Lombardei. Die Gemeinde gehört zur am Westufer des Gardasees gelegenen Riviera dei Limoni und besteht aus den 1928 fusionierten Städten Toscolano und Maderno, die durch den Torrente Toscolano getrennt sind. Es besteht eine ganzjährige Fährverbindung nach Torri del Benaco.

Toscolano-Maderno
Wappen
Toscolano-Maderno (Italien)
Toscolano-Maderno
Staat Italien
Region Lombardei
Provinz Brescia (BS)
Koordinaten 45° 39′ N, 10° 37′ OKoordinaten: 45° 39′ 0″ N, 10° 37′ 0″ O
Höhe 86 m s.l.m.
Fläche 56 km²
Einwohner 7.836 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte 140 Einw./km²
Postleitzahl 25088
Vorwahl 0365
ISTAT-Nummer 017187
Website Toscolano-Maderno

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

In der mittelalterlichen Epoche war Maderno eine Ortschaft, die eine große politische und verwaltungsmäßige Bedeutung hatte. Im 17. und 18. Jahrhundert hatten die Herzöge von Mantua ihre Sommerresidenz im Gonzaga Palast und in der Villa del Serraglio. Schon seit dem 14. Jahrhundert hatten Papier- und andere Fabriken ihren Sitz in Toscolano. In der Schlucht des kleinen Flusses „Toscolano“ gibt es einen Wanderweg durch das historische Tal der Papiermühlen.

1902 erhielt Toscalano Bahnanschluss an der Straßenbahnstrecke Brescia–Salò–Gargnano. 1921 wurde eine Streckenverlängerung über Maderno nach Gargnano eingeweiht, der Betrieb auf diesem Teil aber schon 1933 wieder eingestellt. Bereits ein Jahr darauf wurde auch der Streckenabschnitt Sàlo–Toscalano stillgelegt.

In den 1930er Jahren befand sich in dem heutigen Hotel Milano[2] die Casa Vita Nuova in Toscolano-Maderno, eine Schule für jüdische Mädchen aus Deutschland unter der Leitung des ehemaligen Berliner Studienassessors Kurt Wronke. Aufgrund der im September 1938 verabschiedeten Italienischen Rassengesetze musste die Schule schließen und ihre Schülerinnen und Schüler sowie das Lehrpersonal das Land verlassen.[3]

StadtansichtenBearbeiten

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2017.
  2. Homepage des Hotels Milano in Toscolano-Maderno
  3. Geschichte der Schule für jüdische Mädchen im Hotel Milano in Toscolano-Maderno