Tommy Steele

britischer Sänger, Schauspieler und Entertainer
Tommy Steele (1957)
Tommy Steele (1999)

Tommy Steele (* 17. Dezember 1936 in London, England; eigentlich Thomas Hicks) ist ein britischer Sänger, Schauspieler und Entertainer. Er war der erste heimische Rock ’n’ Roll-Star Großbritanniens.

LebenBearbeiten

Nach einigen Jahren in der Handelsmarine gründete Thomas Hicks 1956 mit Lionel Bart und Mike Pratt die Skiffle-Band The Cavemen. John Kennedy und Larry Parnes wurden auf sie aufmerksam und wurden ihre Manager. Der Name wurde in Tommy Steele & The Steelmen geändert. Steele war der erste Künstler im Stall des künftigen Musikmanagers Parnes. Und Parnes machte ihn zum Star. Die Singles Rock With The Caveman und Singing The Blues waren Hits.

1957 wurde der Film The Tommy Steele Story gedreht. Der zweite Film, The Duke Wore Jeans, folgte noch im gleichen Jahr, und Steele bekam seine eigene Fernsehshow. Tommy Steele war allgegenwärtig, live, auf Platte, im Radio, im Fernsehen und im Kino. Und er trat vor Mitgliedern der königlichen Familie auf.

1958 ging Steele auf internationale Tournee, die ihn durch Europa und bis nach Südafrika führte. Bei einem Auftritt in Großbritannien wurde er von Fans so schwer verletzt, dass er pausieren musste. Steele begann danach, sich vom Rock ’n’ Roll-Image zu lösen. Diese Rolle wurde von anderen besetzt, etwa Cliff Richard und Billy Fury.

Im Dezember 1958 hatte Steel seine erste Musical-Rolle in Cinderella am London Coliseum.[1][2] In dem Musical Half a Sixpence spielte Steel 1963 im Londoner Cambridge Theatre auf der Bühne,[3] zwei Jahre danach am Broadway und 1967 schließlich auch in der gleichnamigen Hollywood-Verfilmung. Es folgten weitere Musical-Filme wie Walt Disneys Der glücklichste Millionär mit Fred MacMurray, Lesley Ann Warren und Greer Garson, für den er eine Nominierung für den Golden Globe Award als Bester Nachwuchsdarsteller erhielt, sowie Der goldene Regenbogen, zusammen mit Fred Astaire, Petula Clark und Don Francks unter der Regie von Francis Ford Coppola.

1974 brachte Steele das autobiografische Album My Life, My Song heraus. An Evening with Tommy Steele war 1979–80 mit 14 Monaten eine der am längsten laufenden One-Man-Shows überhaupt. 1983 inszenierte Steele das Musical Singin' in the Rain, in dem er auch die Hauptrolle spielte. 2003 war er mit dem Musical Scrooge auf Tour. Steeles Name ist eng mit dem Londoner Palladium verbunden, wo er mittlerweile der Star mit den meisten Aufführungen ist. Eine Plakette im Hauptfoyer ehrt ihn dafür. 2005/2006 spielte er hier zuletzt in Scrooge.

Tommy Steele ist ebenfalls als Maler, Bildhauer und Autor aktiv und ein ausgezeichneter Pantomime.

DiskografieBearbeiten

AlbenBearbeiten

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartsChartplatzierungen[4]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  UK
1957 Tommy Steele Stage Show UK5
(1 Wo.)UK
The Tommy Steele Story UKUK
Album zum gleichnamigen Film
1958 The Duke Wore Jeans UKUK
Album zum gleichnamigen Film
1959 Cinderella UKUK
Album zum gleichnamigen Musical, 1983 wiederveröffentlicht
1963 Half a Sixpence UK20
(2 Wo.)UK
1965 Tommy Steele Everything's Coming Up Broadway UKUK
1974 My Life, My Song UKUK
Hans Andersen UKUK
1995 Singin’ in the Rain UKUK
Album zum gleichnamigen Musical
1996 Some Like It Hot UKUK
Album zum gleichnamigen Musical
2009 The Very Best of UK22
(3 Wo.)UK

SinglesBearbeiten

Jahr Titel
B-Seite
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartsChartplatzierungen[4]
(Jahr, Titel, B-Seite, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  UK
1956 Rock With the Caveman
Rock Around The Town
UK13
(5 Wo.)UK
Singing the Blues
Rebel Rock
UK1
(15 Wo.)UK
Elevator Rock
Doomsday Rock
UKUK
1957 Knee Deep in the Blues
Teenage Party
UK15
(9 Wo.)UK
Butterfingers
Cannibal Pot
UK8
(18 Wo.)UK
Water, Water
A Handful Of Songs
UK5
(17 Wo.)UK
Shiralee
Grandad's Rock
UK11
(4 Wo.)UK
Hey You!
Plant A Kiss
UK28
(1 Wo.)UK
1958 Happy Guitar
Princess
UK20
(5 Wo.)UK
Nairobi
Neon Sign
UK3
(11 Wo.)UK
The Only Man on the Island
I Puts The Lightie On
UK16
(8 Wo.)UK
Come On, Let’s Go
Put A Ring On Her Finger
UK10
(13 Wo.)UK
It's All Happening
What Do You Do
UKUK
A Lovely Night
Marriage Type Love
UKUK
1959 Tallahassee Lassie
Give! Give! Give!
UK16
(5 Wo.)UK
B Seite Give! Give! Give! auf Platz 28 (2 Wo.) ebenfalls in den Charts
Little White Bull
Singing Time
UK6
(17 Wo.)UK
Hiawatha
The Trial
UKUK
You Were Mine
Young Ideas
UKUK
1960 What a Mouth (What a North and South)
Kookaburra
UK5
(11 Wo.)UK
Must Be Santa
Boys And Girls
UK40
(1 Wo.)UK
Happy-Go-Lucky Blues
(The Girl With The) Long Black Hair
UKUK
1961 The Writing on the Wall
Drunken Guitar
UK30
(5 Wo.)UK
My Big Best Shoes
The Dit-Dit Song
UKUK
1962 Hit Record
What A Little Darlin'
UKUK
1963 Where Have All the Flowers Gone
Butter Wouldn't Melt in Your Mouth
UKUK
Flash Bang Wallop
She's Too Far Above Me
UKUK
He’s Got Love
Green Eye
UKUK
The Dream Maker
Egg And Chips
UKUK
1965 Half a Sixpence
If The Rain's Got To Fall
UKUK
1968 Fortuosity
I'll Always Be Irish
UKUK
1974 King’s New Clothes
Wonderful Copenhagen
UKUK

FilmografieBearbeiten

BibliografieBearbeiten

  • Tommy Steele: Bermondsey Boy: Memories of a Forgotten World. Joseph, London 2006, ISBN 0-718-14972-6.

WeblinksBearbeiten

Commons: Tommy Steele – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

QuellenBearbeiten

  1. Programmheft und Zeitungsausschnitte Dezember 1958, abgerufen 1. März 2020
  2. Cinderella 1959, London Coliseum 1959, abgerufen 1. März 2020
  3. Half A Sixpence by Tommy Steele auf songfacts, abgerufen 1. März 2020
  4. a b Chartquellen: UK