Tom Weilandt

deutscher Fußballspieler
Tom Weilandt

Tom Weilandt (2013)

Spielerinformationen
Geburtstag 27. April 1992
Geburtsort RostockDeutschland
Größe 186 cm
Position Mittelfeldspieler, Stürmer
Vereine in der Jugend
0
0000–2003
2003–2011
SV Warnemünde
LSG Elmenhorst
F.C. Hansa Rostock
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2011–2013
2011–2012
2013–2016
2013
2016–
F.C. Hansa Rostock
F.C. Hansa Rostock II
SpVgg Greuther Fürth
SpVgg Greuther Fürth II
VfL Bochum
59 0(8)
8 0(3)
62 (10)
1 0(1)
12 0(1)
Nationalmannschaft
2009 Deutschland U-18 [1] 2 0(0)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: Winterpause 2016/17

Tom Weilandt (* 27. April 1992 in Rostock, nach seinem Vater auch „Hille“[2] genannt) ist ein deutscher Fußballspieler, der als beidfüßiger Offensivspieler insbesondere im Mittelfeld, aber auch als Stürmer eingesetzt wird. Seine Laufbahn begann der zweifache Jugendnationalspieler des DFB bei Hansa Rostock in der 3. Liga sowie in der 2. Bundesliga.

Inhaltsverzeichnis

KarriereBearbeiten

Jugend in RostockBearbeiten

Als Sohn des Fußballprofis Hilmar Weilandt in Rostock geboren durchlief der Mittelfeldspieler Tom Weilandt zunächst die Jugendabteilungen der lokalen Vereine SV Warnemünde und LSG Elmenhorst. 2003 wechselte Weilandt noch als D-Jugendlicher in die Jugendabteilungen des F.C. Hansa Rostock und trat damit in die Fußstapfen seines Vaters, der von 1980 bis 2002 für den Verein unter anderem in der Bundesliga gespielt hatte.

Für Rostock spielte Weilandt ab 2007 in der im selben Jahr gegründeten U-17-Bundesliga, in welcher er in der Premieren-Spielzeit 2007/08 zwei Tore in insgesamt 20 Einsätzen erzielte und so zum in dieser Saison erreichten fünften Rang der Abschlusstabelle beitrug. In der Folgesaison 2008/09 lief Weilandt noch 23-fach für Hansa in der U-17-Bundesliga auf, wobei er mit sechs Toren zum nun erzielten vierten Platz beitrug. Durch seine Leistungen für Rostocks U-17 hatte sich Weilandt aber auch für den nächsthöheren Jahrgang der Hanseaten empfehlen können, für die er noch in der Spielzeit 2008/09 der U-19-Bundesliga drei Einsätze absolvierte.

Nachfolgend gehörte Weilandt auch altergemäß der von Michael Hartmann betreuten U-19 an, in welcher er 2009/10 auch den Deutschen Fußball-Bund auf sich aufmerksam machte, für dessen U-18-Auswahl er im Dezember 2009 unter Trainer Marco Pezzaiuoli zweifach per Einwechslung zum Einsatz kam.[2] Mit 26 absolvierten Einsätzen in der U-19-Bundesliga gehörte Weilandt dabei zu den Leistungsträgern der Rostocker Mannschaft, die in dieser Spielzeit erstmals die Meisterschaft ihrer Bundesliga-Staffel erreichte und sich somit zur Endrunde um die Deutsche Jugendmeisterschaft qualifizierte. In dieser bestritt Weilandt sowohl die Halbfinals gegen den 1. FSV Mainz 05 als auch das Finale gegen Bayer 04 Leverkusen, in welchem Hansa durch einen 1:0-Sieg erstmals deutscher A-Jugend-Meister wurde.

Anfänge bei HansaBearbeiten

2010/11 spielte Weilandt, der in dieser Zeit die Christophorusschule Rostock besuchte,[3] zunächst weiterhin für Hansas A-Jugend in der U-19-Bundesliga, die unter Trainer Roland Kroos jedoch nicht an den Erfolg des Vorjahres anzuknüpfen vermochte. Dennoch spielte sich Weilandt mit guten Leistungen in den Fokus der Profimannschaft, die zur Spielzeit 2010/11 erstmals in die 3. Liga abgestiegen war, so dass er von Trainer Peter Vollmann für die Lizenzmannschaft der folgenden Saison 2011/12 eingeplant wurde.[4] Nachdem Rostock den sicheren Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga bereits vorzeitig erreicht hatte, bestritt Weilandt aber noch am 36. Spieltag der dritten Liga im Spiel gegen den SV Wehen Wiesbaden seinen ersten Einsatz in einer Profiliga. Danach lief er nochmals für Rostocks A-Jugend auf, die auch durch Weilandts Beteiligung das Finale des DFB-Junioren-Vereinspokals 2010/11 erreicht hatte - dort unterlag die Mannschaft allerdings dem SC Freiburg im Elfmeterschießen.

Kurz vor Beginn der Vorbereitung auf die Zweitliga-Spielzeit 2011/12 unterschrieb Weilandt seinen ersten Profi-Vertrag beim F.C. Hansa, der zunächst für zwei Jahre bis zum 30. Juni 2013 datiert war.[5] Obgleich er anfangs auch vereinzelt für die Rostocker Reservemannschaft in der Oberliga Nordost auflief, gelang es Weilandt daraufhin zu einem festen Teil der Rostocker Zweitligamannschaft während der Hinrunde zu werden, der zunächst in zwölf Saisonspielen eingesetzt wurde. Im letzten dieser Einsätze, den er am 15. Spieltag gegen St. Pauli bestritt, wurde Weilandt jedoch schon nach wenigen Minuten aufgrund einer Tätlichkeit vom Platz gestellt und für die folgenden drei Spiele gesperrt,[6] woraufhin er seinen Platz im Rostocker Team erst im Februar 2012 zurückerhielt. Unterdessen hatte der abstiegsbedrohte Verein bereits nach dem Ende der Hinrunde Trainer Vollmann durch Wolfgang Wolf ersetzt, unter dem Weilandt nun zwölf Rückrunden-Einsätze absolvierte, wobei ihm im Spiel gegen Düsseldorf Anfang April 2012 auch sein erstes Tor im Profibereich gelang. Letztlich stieg Hansa zum Saisonende aber erneut in die 3. Liga ab, woraufhin die gleichzeitig in die Bundesliga aufsteigende SpVgg Greuther Fürth Weilandt zu verpflichten versuchte. Da sich die Vereine nicht auf eine Ablösezahlung einigen konnten, kam der Wechsel zunächst nicht zustande.[7]

In der Spielzeit 2012/13 gelang es Weilandt daraufhin, sich zunächst unter Wolfgang Wolf und ab dem neunten Spieltag unter dessen Nachfolger Marc Fascher in Rostocks Stammformation zu spielen, so dass er zu insgesamt 34 Einsätzen kam und dabei sieben Tore erzielte. Statt um den angestrebten Wiederaufstieg spielte Hansa aber gegen einen weiteren Abstieg in die Viertklassigkeit, der erst am vorletzten Spieltag abgewendet wurde. Seinen auslaufenden Vertrag mit Hansa verlängerte Weilandt, der auch vom MSV Duisburg und dem Karlsruher SC umworben wurde,[8] daraufhin nicht.

Weilandt bei Greuther FürthBearbeiten

Im Juni 2013 verpflichtete die erst kurz zuvor aus der Bundesliga in die 2. Bundesliga abgestiegene SpVgg Greuther Fürth Tom Weilandt, welcher einen Vertrag über drei Jahre mit der SpVgg abschloss.[7] Sein Ligadebüt für Fürth krönte er am 21. Juli 2013 (1. Spieltag) beim 2:0-Sieg im Heimspiel gegen Arminia Bielefeld sogleich mit dem ersten Tor, dem Treffer zum zwischenzeitlichen 1:0 in der 3. Minute. Nach Ablauf des Vertrages wird Weilandt den Verein zum Ende der Saison 2015/16 verlassen.

Weilandt beim VfL BochumBearbeiten

Zur Saison 2016/17 schloss sich Weilandt dem VfL Bochum an. Er unterschrieb einen Vertrag über zwei Jahre.[9]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. dfb.de: U-18-Nationalspieler Weilandt, abgerufen am 30. April 2011
  2. a b FC-Hansa.de, 4. Januar 2010: Pelle Jensen als U18-Kapitän, Tom Weilandt als DFB-Debütant, abgerufen am 30. April 2011
  3. rostock.cjd.de: „A-Junioren des F.C. Hansa werden in der Saison 2009/2010 Deutscher Meister“ in Informationen Herbst 2010, S. 58 (PDF; 2,4 MB), abgerufen am 24. Juni 2011
  4. Sueddeutsche.de, 29. April 2011: Keine lange Pause: Hansa startet zu Pfingsten, news.de am 29. April 2011
  5. FC-Hansa.de, 8. Juni 2011: Tom Weilandt - Vertragsverlängerung bis 2013, abgerufen am 9. Juni 2011
  6. FC-Hansa.de, 22. November 2011: Starke, Medien, Sperre: Der Hansa-Splitter, abgerufen am 22. Mai 2012
  7. a b Greuther-Fuerth.de, 12. Juni 2013: Die SpVgg angelt sich Tom Weilandt, abgerufen am 12. Juni 2013
  8. SVZ.de, 23. Mai 2013: Jordanov und Weilandt vor Absprung, abgerufen am 12. Juni 2013
  9. VfL verpflichtet Tom Weilandt, Internetpräsenz des VfL Bochum, abgerufen am 13. Mai 2016