Tom Steels

belgischer Radrennfahrer

Tom Steels (* 2. September 1971 in Sint-Gillis-Waas) ist ein ehemaliger belgischer Radrennfahrer, der nach seiner aktiven Karriere als Trainer tätig ist.

Tom Steels (2008)
Tom Steels (1998)

KarriereBearbeiten

Während Tom Steels in seinem ersten Profijahr 1994 bereits einige Siege erreichte, gelang ihm 1996 der Durchbruch mit dem Gewinn des Omloop Het Volk und von Gent–Wevelgem. Er wiederholte seinen Sieg beim Klassiker Gent-Wevelgem 1999 und wurde dreimal belgischer Straßenmeister.

Steels gewann im Sprint zahlreiche Etappen bei Rundfahrten, darunter insgesamt neun Etappen der Tour de France, wovon alleine vier Siege auf die Tour 1998 fielen. Während des Zielsprints der 6. Etappe bei der Tour de France 1997 fühlte er sich von Frédéric Moncassin behindert und schleuderte eine Trinkflasche auf den Franzosen. Daraufhin disqualifizierte die Tour-de-France-Jury Steels und schloss ihn von der Tour aus.[1]

Nach Ablauf der Saison 2008 beendete Steels seine Karriere als Radrennfahrer. Im Jahr 2011 wurde er Trainer beim Quickstep Cycling Team.[2]

ErfolgeBearbeiten

Siege insgesamt: 81, darunter:

1994
1995
  • eine Etappe West Virginia Mountain Classic
1996
1997
1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004
2005

Grand Tour PlatzierungenBearbeiten

Grand Tour1996199719981999200020012002200320042005
  Giro d’ItaliaDNF
  Tour de FranceDNF85104DNFDNFDNF
  Vuelta a España86DNF
Legende: DNF: did not finish, aufgegeben oder wegen Zeitüberschreitung aus dem Rennen genommen.

TeamsBearbeiten

TriviaBearbeiten

Steels spielte mit seinen drei Brüdern in einer Rockband mit Namen "Steels Brothers" Gitarre. Für seinen 50. Sieg als Berufsfahrer erhielt er vom Bürgermeister der Gemeinde Lavalle ein Pferd geschenkt.[3]

WeblinksBearbeiten

Commons: Tom Steels – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. spiegel.de vom 9. Juli 1999: Steels disqualifiziert, Zabel in Grün
  2. cyclingnews.com vom 29. Oktober 2010: Steels to join Quick Step as trainer
  3. Saarländischer Rundfunk (Hrsg.): Tour de France 2002. Saarbrücken 2002, S. 16.