Tom Malinowski

polnisch-US-amerikanischer Diplomat und Politiker

Tomasz „Tom“ P. Malinowski (* 23. September 1965 in Słupsk, Polen) ist ein polnisch-US-amerikanischer Diplomat und Politiker. Als Mitglied der Demokratischen Partei ist er seit dem 3. Januar 2019 Inhaber des siebten Sitzes des Bundesstaates New Jersey im US-Repräsentantenhaus. In dieses Amt war er am 6. November 2018 gewählt worden und wurde am 3. Januar 2019 vereidigt.

Tom Malinowski (2014)

LebenBearbeiten

Bis zum Alter von sechs Jahren lebte Malinowski in Brwinów. Mit seiner Mutter Joanna wanderte er in die Vereinigten Staaten aus, wo sie den Journalisten und politischen Aktivisten Blair Clark heiratete. Er wuchs in Princeton im Bundesstaat New Jersey auf und absolvierte 1983 die Princeton High School, wo er für die Schulzeitschrift The Tower schrieb. Er absolvierte ein Praktikum beim Politiker Bill Bradley.[1] 1987 erlangte er den Bachelor in Politikwissenschaften an der University of California, Berkeley und 1991 den Master of Philosophy an der University of Oxford, an der er ein Rhodes-Stipendium erhalten hatte.

Politische KarriereBearbeiten

Malinowskis politische Karriere begann 1988, als er Assistent für den Senator Daniel Patrick Moynihan war. Nach seinem Studium in Oxford arbeitete er für das Institut für die Wissenschaften vom Menschen in Wien (Österreich) und dann als Forschungsassistent für die Ford Foundation. Von 1994 bis 1998 war Malinowski Redenschreiber von Warren Christopher und Madeleine Albright und war für das Außenministerium der Vereinigten Staaten tätig. Von 1998 bis 2001 arbeitete er als Vorgesetzter im United States National Security Council im Weißen Haus, wo er die Aufsicht über das Schreiben von Reden Bill Clintons für Außenpolitik hatte.[2]

Human Rights WatchBearbeiten

Von 2001 bis 2013 war Malinowski der Washington-Direktor von Human Rights Watch.[3] In diesem Amt engagierte er sich für das Ende von Folter und der Black Sites aufgrund des Kriegs gegen den Terror.[4][5][6] Er setzte sich für die Demokratisierung in Myanmar sowie finanzielle Sanktionen für dessen Regierung ein.[7][8]

Malinowski plädierte für verbesserte Frauenrechte unter den Taliban als Voraussetzung für Friedensgespräche mit den Taliban.[9] Ferner sprach er sich für eine Flugverbotszone in Syrien aufgrund des dortigen Bürgerkrieges seit 2011 aus.[10]

Assistant Secretary of StateBearbeiten

Am 8. Juli 2013 wurde Malinowski als Nachfolger von Michael Posner zum Assistant Secretary of State for Democracy, Human Rights, and Labor unter dem Präsidenten Barack Obama nominiert.[11] Am 2. April 2014 wurde er in diesem Amt bestätigt.[12] Dieses übte er bis zum Ende von Obamas Präsidentschaft am 20. Januar 2017 aus.

Repräsentantenhaus der Vereinigten StaatenBearbeiten

Tom Malinowski gewann die demokratischen Vorwahlen zur Wahl zum siebten Sitzes des Bundesstaates New Jersey im Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten mit 66,8 Prozent der Stimmen gegen Peter Jacob, der 19,1 Prozent errang.[13]

Er gewann die Wahlen zum siebten Sitz des Bundesstaates New Jersey im Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten am 6. November 2018 gegen Mandatsinhaber Leonard Lance von der Republikanischen Partei mit 63,8 Prozent der Stimmen. Den dritten Platz belegte Diane Moxley von der Green Party mit 0,8 Prozent der Stimmen.[14] Malinowski gehört der New Democrat Coalition an.

Er ist in folgenden Kongressbereichen tätig:

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. David Wallechinsky: Assistant Secretary of State for Democracy, Human Rights, and Labor: Who Is Tom Malinowski? In: allgov.com. AllGov, 21. Juli 2013, S. 3, abgerufen am 11. April 2019 (englisch).
  2. OpenSecrets: Malinowski, Tom. Dept of State. In: opensecrets.org. OpenSecrets, S. 5, abgerufen am 11. April 2019 (englisch).
  3. Susan B. Glasser: The Man Who Argued With Dictators. In: politico.com. Politico, 19. Juni 2017, S. 21, abgerufen am 11. April 2019 (englisch).
  4. Josh White: President Relents, Backs Torture Ban. Washington Post Staff Writer. In: washingtonpost.com. The Washington Post, 16. Dezember 2006, S. 2, abgerufen am 11. April 2019 (englisch).
  5. Associated Press: Rice says U.S. personnel avoid cruel practices. In: usatoday30.usatoday.com. Associated Press, 7. Dezember 2005, S. 2, abgerufen am 11. April 2019 (englisch).
  6. Tom Malinowski: Call Cruelty What It Is. In: washingtonpost.com. The Washington Post, 1. September 2006, S. 2, abgerufen am 11. April 2019 (englisch).
  7. Tom Malinowski: Letting Burma Back In. In: foreignpolicy.com. Foreign Policy, 30. März 2012, S. 8, abgerufen am 11. April 2019 (englisch).
  8. Tom Malinowski: No Longer the Generals’ Burma. In: foreignpolicy.com. Foreign Policy, 21. Oktober 2007, S. 2, abgerufen am 11. April 2019 (englisch).
  9. Tom Malinowski: How settling with the Taliban puts women at risk. In: washingtonpost.com. The Washington Post, 15. August 2010, S. 2, abgerufen am 11. April 2019 (englisch).
  10. Laura Koran: Highlights of the latest Clinton emails. In: edition.cnn.com. CNN, 13. Februar 2016, S. 3, abgerufen am 11. April 2019 (englisch).
  11. Office of the Press Secretary: President Obama Announces More Key Administration Posts. In: obamawhitehouse.archives.gov. Executive Office of the President of the United States, 7. August 2013, S. 5, abgerufen am 11. April 2019 (englisch).
  12. Staff reports: Senate confirms State Dept. nominee. In: washingtonblade.com. Washington Blade, 9. April 2014, S. 2, abgerufen am 11. April 2019 (englisch).
  13. Ballotpedia: New Jersey's 7th Congressional District election (June 5, 2018 Democratic primary). Elections in New Jersey, 2018. In: ballotpedia.org. Ballotpedia, S. 21, abgerufen am 11. April 2019 (englisch).
  14. Ballotpedia: New Jersey's 7th Congressional District election, 2018. Elections in Indiana, 2018. In: ballotpedia.org. Ballotpedia, S. 20, abgerufen am 11. April 2019 (englisch).