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Tolga Ciğerci

deutsch-türkischer Fußballspieler

Tolga Ciğerci [ˈtɔlɡɑ ˈdʒiːɛɾdʒi], (* 23. März 1992 in Nordenham) ist ein deutsch-türkischer Fußballspieler. Er steht beim türkischen Erstligisten Galatasaray Istanbul unter Vertrag.

Tolga Ciğerci

Tolga Ciğerci (2012)

Spielerinformationen
Geburtstag 23. März 1992
Geburtsort NordenhamDeutschland
Größe 185 cm
Position Mittelfeld
Junioren
Jahre Station
1998–2000 SV Phiesewarden
2000–2005 Arminia Vöhrum
2005–2011 VfL Wolfsburg
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2010 VfL Wolfsburg II 20 (3)
2010–2014 VfL Wolfsburg 6 (0)
2012–2013 Borussia M’gladbach (Leihe) 14 (0)
2012 Borussia M’gladbach II (Leihe) 5 (1)
2013–2014 Hertha BSC (Leihe) 19 (1)
2014–2016 Hertha BSC 20 (0)
2016– Galatasaray Istanbul 24 (0)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2010–2011 Deutschland U-19 6 (1)
2012 Deutschland U-20 2 (0)
2016– Türkei 2 (0)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: Saisonende 2016/17

2 Stand: 29. März 2017

Inhaltsverzeichnis

KarriereBearbeiten

JugendmannschaftenBearbeiten

Ab 1998 spielte Ciğerci für den SV Phiesewarden, einem Verein aus seiner Geburtsstadt Nordenham. Zwei Jahre später wechselte er zu Arminia Vöhrum aus Peine, für die er bis 2005 spielte. In Wolfsburg durchlief er ab 2005 die Jugendmannschaften. Von der A-Jugend wechselte er zur Saison 2010/11 zu Wolfsburgs zweiter Mannschaft in die Regionalliga Nord, trainierte aber bei den Profis mit.

VereineBearbeiten

VfL WolfsburgBearbeiten

Sein Debüt in der Fußball-Bundesliga hatte er am 28. November 2010 im Auswärtsspiel beim 1. FC Köln, bei dem er für Cícero Santos[1] in die Startformation gerückt war und 90 Minuten durchspielte. Das Spiel endete 1:1. Auch die beiden folgenden Partien, die ebenfalls unentschieden endeten, spielte er durch und danach kam er noch einige Male zum Einsatz. Als Trainer Steve McClaren aufgrund der sportlichen Situation entlassen wurde, verzichteten seine Nachfolger auf Ciğerci. Für die A-Jugend des VfL Wolfsburg spielte er noch am 19. Juni 2011 im Finale der deutschen A-Jugend-Meisterschaft, das Wolfsburg mit 4:2 gegen den 1. FC Kaiserslautern gewann.

Ciğercis Lizenzspielervertrag in Wolfsburg lief zunächst bis zum 30. Juni 2015.[2][3]

Borussia MönchengladbachBearbeiten

In der Winterpause 2012 verlieh der VfL Wolfsburg Ciğerci bis zum 30. Juni 2013 an Borussia Mönchengladbach,[4] zudem wurde eine Kaufoption vereinbart.[5][3] Dort gab er am 18. Februar 2012 im Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern sein Debüt in der Bundesligamannschaft der Borussia, als er in der Nachspielzeit für Marco Reus eingewechselt wurde. Seinen ersten Einsatz in der Startelf hatte er für Mönchengladbach am 5. Mai 2012 gegen den 1. FSV Mainz 05. Sein internationales Debüt bestritt Ciğerci am 21. August 2012 in der Qualifikation für die Gruppenphase der UEFA Champions League im Heimspiel gegen Dynamo Kiew.

Hertha BSCBearbeiten

Im September 2013 wurde Ciğerci für ein Jahr an Hertha BSC verliehen.[6] Im Vertrag wurde zudem eine Kaufoption für eine Million Euro festgeschrieben.[7] Sein erstes Tor in der Bundesliga schoss er am 8. Dezember 2013 beim 2:0-Sieg gegen Eintracht Braunschweig. Am 14. April 2014 nutzte Hertha BSC die Kaufoption; er erhielt einen Vertrag bis 2017.[8]

Galatasaray IstanbulBearbeiten

Am 8. August 2016 unterschrieb Ciğerci einen Dreijahresvertrag bei Galatasaray Istanbul. Hertha BSC erhielt für ihn eine Ablöse von drei Millionen Euro.[9] Bereits wenige Tage nach seinem Wechsel gewann er mit Galatasaray den türkischen Supercup.

NationalmannschaftBearbeiten

Aufgrund der Herkunft seiner Eltern ist er auch für türkische Nationalmannschaften spielberechtigt, entschied sich jedoch zunächst, für den DFB aufzulaufen. Für die deutsche U-19-Nationalmannschaft absolvierte er im Jahr 2010 fünf Länderspiele, wobei er beim 2:2 im Freundschaftsspiel gegen die niederländische U-19 am 3. September 2010 das Tor zur 2:1-Führung erzielte.

Ende September 2012 entschied sich Ciğerci, für die türkische Nationalmannschaft zu spielen.[10][11]

Nachdem er nach seinem Wechsel zu Hertha BSC über mehrere Wochen überzeugt hatte, meldete sich im Februar 2014 der deutsche U-21-Bundestrainer Horst Hrubesch bei Ciğerci und bekundete das generelle Interesse der deutschen Nationalmannschaften an Ciğerci und versuchte diesen umzustimmen, doch noch für deutsche Auswahlteams zu spielen, blieb jedoch ohne Erfolg.[12]

Im Rahmen eines Testspiels gegen die Schwedische Nationalmannschaft wurde Ciğerci vom türkischen Nationaltrainer Fatih Terim zum ersten Mal in seiner Karriere für das Aufgebot der türkischen Nationalmannschaft nominiert.[13] Am 6. Oktober 2016 gab Ciğerci sein Debüt für die Türkei in einem Qualifikationsspiel zur Fußball-Weltmeisterschaft 2018 gegen die Ukraine, als er zur zweiten Halbzeit für Enes Ünal eingewechselt wurde.[14]

ErfolgeBearbeiten

PrivatesBearbeiten

Sein jüngerer Bruder Tolcay (* 1995) ist ebenfalls Fußballspieler. Tolcay stand bis 2016 beim Hamburger SV unter Vertrag.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Debütant steht in den Startlöchern. In: fussballtransfers.com. 27. November 2010.
  2. Ciğerci unterzeichnet bis 2015. In: kicker.de, 17. Dezember 2010.
  3. a b Spielerprofil. In: transfermarkt.de.
  4. Ciğerci nach Gladbach. In: vfl-wolfsburg.de.
  5. Borussia verpflichtet Tolga Ciğerci. In: borussia.de.
  6. Tolga Cigerci wechselt zu Hertha BSC. In: herthabsc.de. 2. September 2013.
  7. Malte Achilles: Marathon-Mann. Cigerci rennt und rennt – zum neuen Vertrag. In: Berliner Zeitung, 19. November 2013.
  8. Tolga Ciğerci bleibt Herthaner. In: herthabsc.de, 14. April 2014.
  9. Tolga Ciğerci Galatasaray'da. In: Galatasaray Istanbul, 8. August 2016, abgerufen am 8. August 2014.
  10. M’gladbach’ın ‘ciğeri’ artık A Milli. In: Milliyet, 26. September 2012 (türkisch).
  11. Tolga Cigerci von Mönchengladbach entscheidet sich für die Türkei. In: ligablatt.de. 25. September 2012.
  12. Cigerci will für Türkei spielen.. In: n24.de, 21. Februar 2014, abgerufen am 1. März 2014.
  13. A Milli Takım’ın İsveç maçı aday kadrosu ve kamp programı açıklandı. In: Türkiye Futbol Federasyonu (TTF), 28. Februar 2014, abgerufen am 1. März 2014.
  14. Türkei - Ukraine, 6. Oktober 2016. In: weltfussball.de, 6. Oktober 2016, abgerufen am 7. Oktober 2016.