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Tiemen Groen

niederländischer Radrennfahrer
Tiemen Groen (1967)
Tiemen Groen (1967)

Tiemen Groen (* 6. Juli 1946 in Follega, heute zu De Fryske Marren) ist ein ehemaliger niederländischer Radrennfahrer und Weltmeister.

In den 1960er Jahren war Tiemen Groen einer der beherrschenden Amateur-Rennfahrer auf der Bahn in den Niederlanden. Dreimal wurde er Weltmeister der Amateure in der Einerverfolgung und viermal holte er in dieser Disziplin sowie im 1000-Meter-Zeitfahren den niederländischen Titel. 1966 belegte er zudem bei den UCI-Straßen-Weltmeisterschaften in Köln mit der niederländischen Mannschaft den zweiten Platz im Mannschaftszeitfahren.

Groen nahm an den Olympischen Spielen 1964 in Tokio teil und belegte als Goldfavorit in der Einerverfolgung lediglich Platz 4. Es gab öffentliche Vermutungen, der Sieger des Halbfinales, Giorgio Ursi, sei gedopt gewesen.[1] Andere Quellen sprechen davon, dass Groen großes Heimweh bekam. Obwohl sein Vater, ein friesischer Bauer, schnellstens aus den Niederlanden angereist sei, habe der Sohn seine Leistung nicht abrufen können.[2]

1967 wurde Groen Profi und errang im selben Jahr den Weltmeistertitel in der Einerverfolgung, fühlte sich in der Profi-Szene jedoch unwohl und beendete im Jahr darauf seine Karriere. Er eröffnete einen Antiquitätenhandel. Von 1986 bis 1995 reiste er in einem Lastwagen mit Wohnwagenanhänger um die Welt und schickte die Antiquitäten, die er unterwegs fand, in die Niederlande zum Verkauf. 1995 reiste Tiemen Groen nach Südafrika und lebt seitdem dort. Er setzt sich öffentlich für die Rechte der schwarzen Bevölkerung ein.[3]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Sportgeschiedenis.nl (Memento vom 16. September 2011 im Internet Archive)
  2. Volker Kluge: Olympische Sommerspiele. Die Chronik II. London 1948 – Tokio 1964. Sportverlag Berlin, Berlin 1998, ISBN 3-328-00740-7, S. 820.
  3. Wielexpress.nl

WeblinksBearbeiten