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Tiefenbach (Hunsrück)

Gemeinde im deutschen Bundesland Rheinland-Pfalz
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Tiefenbach
Tiefenbach (Hunsrück)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Tiefenbach hervorgehoben

Koordinaten: 49° 56′ N, 7° 33′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Hunsrück-Kreis
Verbandsgemeinde: Simmern/Hunsrück
Höhe: 361 m ü. NHN
Fläche: 5,79 km2
Einwohner: 749 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 129 Einwohner je km2
Postleitzahl: 55471
Vorwahl: 06761
Kfz-Kennzeichen: SIM, GOA
Gemeindeschlüssel: 07 1 40 150
Adresse der Verbandsverwaltung: Brühlstraße 2
55469 Simmern/Hunsrück
Website: www.tiefenbach-hunsrueck.de
Ortsbürgermeister: Thorsten Fuchs (FWG)
Lage der Ortsgemeinde Tiefenbach im Rhein-Hunsrück-Kreis
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Über dieses Bild

Tiefenbach ist eine Ortsgemeinde im Hunsrück im Rhein-Hunsrück-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Simmern/Hunsrück an. Tiefenbach ist aus den Ortsteilen Unter- und Obertiefenbach zusammengewachsen.

Sicht aus Richtung Soonwald
Dorfzentrum am Brühlbach
Dorfstraße
Impressionen am Dorfrand

GeographieBearbeiten

Tiefenbach liegt inmitten des Hunsrücks im Tal des Brühlbaches an der Nordseite des Soonwaldes.

Nachbargemeinden
Wimmersbacher Hof Holzbach Riesweiler
Belgweiler   der Soonwald
Sargenroth und Mengerschied

GeschichteBearbeiten

Die Frühgeschichte Tiefenbachs ist verbunden mit der Wildburg, die 1253 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Später war das am nördlichen Fuß des Soonwaldes gelegene Tiefenbach Teil von Pfalz-Simmern, das 1556 die Reformation einführte. 1673 kam der Ort zur Kurpfalz und wurde mit der Besetzung des linken Rheinufers 1794 durch französische Revolutionstruppen Teil von Frankreich. 1815 wurde er auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. 1912 wurde eine katholische Kapelle erbaute. Nach dem Ersten Weltkrieg war der Ort zeitweise wieder französisch besetzt. In den 1930er Jahren wurde die örtliche Erzgrube Märkerei stillgelegt. Seit 1946 ist der Ort Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. 1961 wurde die evangelische Kirche errichtet.[2]:11

Im Jahr 1921 erhielt Tiefenbach einen Bahnanschluss mit Stationsgebäude, diese Bahnstrecke Simmern–Gemünden (Hunsrück) wurde 1963 stillgelegt, bis 1965 wurden alle Gleise entfernt. Bis 2006 war von der Strecke noch ein Viadukt vorhanden, das dann wegen Baufälligkeit gesprengt wurde. Der Bahndamm ist nordöstlich von Tiefenbach noch erhalten.[3] Die letzte Straßenunterführung des Damms wurde im August 2009 abgerissen.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Tiefenbach besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:

Wahl FWG WGS Gesamt
2019[4] 9 3 12 Sitze
2014[5] 8 4 12 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe Tiefenbach e. V.
  • WGS = Wählergruppe Schuch

BürgermeisterBearbeiten

Ortsbürgermeister ist Thorsten Fuchs (FWG). Bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 64,62 % gewählt und ist damit Nachfolger von Klaus Imig, der nicht erneut angetreten war.[6]

WappenBearbeiten

Das Wappen zeigt oben auf dem Rautenmuster der Kurpfalz Hammer und Schlägel für das frühere Eisenbergwerk. Der Pfälzer Löwe in der unteren, rechten Ecke verweist ebenfalls auf die frühere Herrschaft der Kurpfalz. Die silberne Bandschnalle in der rechten Hälfte steht für die Freiherren der Schmidtburg, den Wildgrafen, die im Dorf mehrere Hofstellen hatten. Das Wappen wurde am 22. September 1980 von der damaligen Bezirksregierung Koblenz genehmigt.[2]:10

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BauwerkeBearbeiten

  • Katholische Kirche St. Franz Xaver
  • Marienfigur im Hang
  • Altes Erzbergwerk
  • Wildburg

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Tiefenbach

DorflebenBearbeiten

Die Wildburghalle wurde als Mehrzweckhalle im Jahre 1988 errichtet. Mehrere Vereine, unter anderem ein Männergesangverein (ältester Ortsverein, gegründet 1903), ein Sportverein, ein Motorsportverein und die Freiwillige Feuerwehr, gestalten geselliges und kulturelles Leben im Dorf. Außerdem gibt es einen evangelischen Kindergarten.

TourismusBearbeiten

Der Schinderhannes-Soonwald-Radweg von Gemünden nach Simmern verläuft durch den Ort. In weiterer Entfernung liegt der neu angelegte Wanderweg „Soonwaldsteig“.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Tiefenbach (Hunsrück) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

LiteraturBearbeiten

  • Fritz Schellack: Chronik Tiefenbach. Hrsg.: Ortsgemeinde Tiefenbach. Tiefenbach/Simmern 2007.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. a b Fritz Schellack: Chronik Tiefenbach. Hrsg.: Ortsgemeinde Tiefenbach. Tiefenbach/Simmern 2007.
  3. Die Strecke Simmern–Gemünden: Teil 2 – Betrieb, Niedergang und Abbau. In: Hunsrückerquerbahn. Archiv Eisenbahnfreunde Simmern e. V., archiviert vom Original am 15. Juni 2017; abgerufen am 8. Juni 2018.
  4. Der Landeswahlleiter RLP: Gemeinderatswahl 2019 Tiefenbach. Abgerufen am 4. Oktober 2019.
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. Der Landeswahlleiter RLP: Direktwahlen 2019. siehe Simmern-Rheinböllen, Verbandsgemeinde, 44. Ergebniszeile. Abgerufen am 4. Oktober 2019.