Thomas Pidcock

britischer Radrennfahrer

Thomas „Tommy“ Pidcock (* 30. Juli 1999 in Leeds) ist ein britischer Radsportler, der auf der Straße, der Bahn, dem Mountainbike und im Cyclocross aktiv ist. 2021 wurde er Olympiasieger im Mountainbikerennen (XCO) und 2022 als erster Brite Weltmeister im Cyclocross.

Thomas Pidcock
Thomas Pidcock (2017)
Thomas Pidcock (2017)
Zur Person
Geburtsdatum 30. Juli 1999
Nation Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich
Disziplin Cross / Straße / Bahn / MTB
Zum Team
Aktuelles Team Ineos Grenadiers
Verein(e) / Renngemeinschaft(en)
TP Racing 2020
Internationale Team(s)
2019-2019
2021
Team Wiggins
Ineos Grenadiers
Wichtigste Erfolge

Straße

Cross

MTB

  • Gold medal.svg Olympiasieger – XCO (2021)
  • Jersey rainbow.svg Weltmeister – E-MTB (2020)
  • Europameister (2022)
Letzte Aktualisierung: 21. August 2022
Pidcock beim Junioren-Einzelzeitfahren der Straßen-WM 2017, das er gewann

Sportliche LaufbahnBearbeiten

Kurz vor seinem 16. Geburtstag startete Thomas Pidcock 2015 beim Europäischen Olympischen Jugendfestival in Tiflis.[1] Im Jahre 2016 belegte er bei den Querfeldein-Weltmeisterschaften Platz fünf bei den Junioren. Im gleichen Jahr wurde er Junioren-Europameister im Querfeldeinrennen.

2017 verlief äußerst erfolgreich für den vielseitigen Sportler: Im Querfeldeinrennen wurde er Junioren-Weltmeister, belegte den dritten Platz im Gesamt-Weltcup der Junioren sowie den ersten Platz im Junioren-Ranking der UCI. Zudem wurde er U23-Vizeeuropameister sowie britischer Junioren-Meister. Im selben Jahr errang er den zweiten Weltmeistertitel, als er bei den Straßenweltmeisterschaften das Einzelzeitfahren für sich entschied. Darüber hinaus gewann er die prestigeträchtigen Junioren-Straßenrennen Paris–Roubaix und GP Rüebliland. Im Jahr darauf entschied er den U23-Gesamtweltcup im Querfeldein für sich, wurde U23-Europameister sowie nationaler Meister.

2018 und 2019 fuhr Thomas Pidcock auf der Straße für das Team Wiggins, im Querfeldeinrennen fuhr er bis August 2018 für das Team Telenet Fidea Lions.[2] Für die Saison 2020 wechselte er zum neugegründeten Team TP Racing, das seine Initialen trägt.[3] Anschließend erhielt er einen Dreijahresvertrag beim UCI WorldTeam Ineos Grenadiers.[4]

2019 errang Pidcock bei den Cyclocross-Weltmeisterschaften 2019 im dänischen Bogense den Titel in der Kategorie U23. Bei den UCI-Straßen-Weltmeisterschaften 2019 wurde er vor heimischem Publikum in Yorkshire zunächst Vierter, worüber er sich sehr enttäuscht zeigte. Da aber der Erste im Ziel, der Niederländer Nils Eekhoff, disqualifiziert wurde, bekam Pidcock die Bronzemedaille zugesprochen.[5] Nach dem Vorjahreserfolg bei den U23 holte er an den Cyclocross-Weltmeisterschaften 2020 in Dübendorf in der Schweiz im Alter von 20 Jahren Silber.

Im Mountainbikesport wurde Pidcock 2019 britischer U23-Meister im Olympischen Cross-Country. Im Jahr 2020 gewann er beide der einzigen ausgetragenen U23-Rennen des MTB-Weltcups im Cross-Country. Im Oktober 2020 wurde er seiner Favoritenrolle gerecht und konnte sich im österreichischen Leogang den U23-Weltmeistertitel im XCO sichern.[4] Zuvor gewann er den Auftaktwettbewerb der Weltmeisterschaften und wurde Weltmeister im E-MTB-Cross-country.[6]

Im April 2021 gelang Pidcock durch den Sprintsieg gegen seine Mitausreißer Wout van Aert und Matteo Trentin beim Halbklassiker Pfeil von Brabant sein bis dahin größter Erfolg auf der Straße.[7]

2021 gewann Pidcock bei den Olympischen Spielen in Tokio im Mountainbikerennen die Goldmedaille. Anfang 2022 wurde er bei der WM 2022 in Fayetteville als erster Brite Weltmeister im Cyclocross. Am 14. Juli 2022 setzte er sich auf der 12. Etappe der Tour de France nach Alpe d’Huez durch und gewann damit seine erste Etappe auf einer Grand Tour.

ErfolgeBearbeiten

QuerfeldeinBearbeiten

2016/2017

2017/2018

  •   U23-Europameisterschaft
  •   Britischer U23-Meister
  • Gesamtweltcup (U23)

2018/2019

2019/2020

2020/2021

2021/2022

StraßeBearbeiten

2017

2019

2020

2021

2022

MountainbikeBearbeiten

2019

  •   Britischer U23-Meister – XCO

2020

2021

2022

  • Europameister

BahnBearbeiten

2017
  •   Britischer Junioren-Meister – Scratch

Grand-Tour-PlatzierungenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Thomas Pidcock – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Tbilisi 2015: Meet The Team. In: teamgb.com. 14. Juli 2015, abgerufen am 3. Februar 2019 (englisch).
  2. Josh Evans: Tom Pidcock headlines new British cyclo-cross team. In: Cycling News. 14. August 2018, abgerufen am 3. Februar 2019 (englisch).
  3. 2018/19 UCI Cyclocross Teams: New Homes for Pidcock, Worst, Sweeck. In: cxmagazine.com. 24. August 2018, abgerufen am 3. Februar 2019 (englisch).
  4. a b Gabi Sindlinger: Pidcock dominiert U23-Klasse. In: MTB-News. 9. Oktober 2020, abgerufen am 16. Januar 2021.
  5. Rad-WM – Eekhoff bekommt Gold aberkannt, Battistella U23-Weltmeister. In: eurosport.de. 27. September 2019, abgerufen am 27. September 2019.
  6. Pidcock und Pugin erste Weltmeister im E-MTB. rad-net.de, 7. Oktober 2020, abgerufen am 2. April 2021.
  7. Pidcock im Duell der Crosser schneller als Van Aert. In: radsport-news.com. 14. April 2021, abgerufen am 14. April 2021.