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Theodor Ackermann (Pathologe)

deutscher Pathologe
Theodor Ackermann

Theodor Ackermann (* 17. September 1825 in Wismar; † 22. November 1896 in Halle (Saale)) war ein deutscher Pathologe.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Ackermann begann an der Königlichen Universität Greifswald Medizin zu studieren. 1847 wurde er im Corps Borussia Greifswald recipiert.[1] Als Inaktiver wechselte er an die Julius-Maximilians-Universität Würzburg, die Prager Karls-Universität und die heimatliche Universität Rostock.[2] Ackermanns anfängliches Interesse galt der Pharmakologie: 1852 wurde er in Rostock promoviert.[3] 1856 folgte die Habilitation[4] und 1859 wurde er zum a.o. Professor berufen. Einen Ruf an die Universität Dorpat lehnte er ab. Er beschäftigte sich zunehmend mit Fragestellungen aus der Pathologie und wurde 1865 als ordentlicher o. Professor an das neu eingerichtete Institut für Pathologische Anatomie und Experimentelle Pathologie der Universität Rostock berufen. 1873 wechselte Ackermann als Direktor an das Institut für Pathologie der Friedrichs-Universität Halle, dessen Leitung bis dahin bei Karl Julius Vogel gelegen hatte. Ackermanns Nachfolger in Rostock wurde Emil Ponfick. 1880 wurde ein Neubau des Institut für Pathologie in Halle eröffnet. Von 1884 bis 1885 war Ackermann Rektor der Universität.[5] 1895 trat er aus gesundheitlichen Gründen zurück. Sein Nachfolger wurde Carl Joseph Eberth.

EhrungenBearbeiten

VeröffentlichungenBearbeiten

  • Die Choleraepidemie des Jahres 1859 im Großherzogthum Mecklenburg-Schwerin. Leopold, Rostock 1860.
  • Über hypertrophische und atrophische Lebercirrhose. Arch Path Anat 80:396–436, 1880.
  • Die Schädeldifformität bei der Encephalocele congenita. Niemeyer, Halle 1882.
  • Die Histogenese und Histologie der Sarkome. Breitkopf und Härtel, Leipzig 1883.

HerausgeberBearbeiten

  • Deutsches Archivs für klinische Medizin

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Julius Pagel: Biographisches Lexikon hervorragender Ärzte des neunzehnten Jahrhunderts. Berlin, Wien 1901.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Kösener Corpslisten 1930, 54/58
  2. Eintrag im Rostocker Matrikelportal, Rektoratsjahr 1850/51, Nr. 38
  3. Dissertation: Ueber Placenta praevia.
  4. Habilitationsschrift: Beobachtungen über einige physiologische Wirkungen der wichtigsten Emetica.
  5. Wilhelm Schrader: Geschichte der Friedrichs-Universität zu Halle. Bd. 2, Ferd. Dümmlers Verlagsbuchhandlung, Berlin 1894, S. 554 (digitale Textfassung)