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GeografieBearbeiten

LageBearbeiten

Theilenhofen liegt in der Region Westmittelfranken, rund 44 Kilometer Luftlinie südlich von Nürnberg[2] und rund zehn Kilometer Luftlinie westlich von Weißenburg in Bayern entfernt. Das Gemeindegebiet ist wie ein nach Süden verlaufendes Dreieck geformt. Die Altmühl, an der der Ortsteil Gundelsheim liegt, bildet die Westgrenze der Gemeinde. Auf Gemeindegebiet münden der Dornhauser Mühlbach, der Wachsteiner Bach und (über einen Auengraben von dieser) der Weidachgraben in die Altmühl. Bei Theilenhofen entspringt der Knöpfelbach. Durch Theilenhofen verläuft die Bundesstraße 13, in der Antike führte der Limes durch das nördliche Gemeindegebiet. Die Gemeinde liegt hauptsächlich in einer weiten Offenlandschaft, geprägt von Wiesen und Feldern.

NachbargemeindenBearbeiten

Die Nachbargemeinden sind:

Gunzenhausen Pfofeld, Gunzenhausen Pleinfeld
Dittenheim   Ellingen
Dittenheim Dittenheim, Alesheim, Alesheim

GemeindegliederungBearbeiten

Theilenhofen hat fünf amtliche Ortsteile (in Klammern steht die Einwohnerzahl)[3]:

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Erstmals erwähnt wurde Theilenhofen im 13. Jahrhundert.[4] Der Ort lag in der Deutschordensballei Franken, die ab 1500 ein Teil des Fränkischen Reichskreises war. 1796 sequestrierte Preußen die Rechte des Deutschen Ordens (Dorf- und Gemeindeherrschaft durch die Landkommende Ellingen). Im Vertrag von Paris (Februar 1806) fiel Theilenhofen mit dem preußischen Fürstentum Ansbach durch Tausch an das Königreich Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Mai 1978 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Dornhausen, Gundelsheim an der Altmühl und Wachstein eingegliedert.[5]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

  • 1961: 0962 Einwohner[5]
  • 1970: 0932 Einwohner[5]
  • 1987: 1008 Einwohner
  • 1991: 1065 Einwohner
  • 1995: 1134 Einwohner
  • 2000: 1181 Einwohner
  • 2005: 1200 Einwohner
  • 2010: 1189 Einwohner
  • 2015: 1129 Einwohner

PolitikBearbeiten

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister ist derzeit Helmut König.

WappenBearbeiten

Die Wappenbeschreibung lautet: In Schwarz auf goldenem Boden ein silberner Ziehbrunnen mit Trog und Eimer.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Theilenhofen von Westen
 
Rekonstruierter Grundriss des Römerbades bei Theilenhofen

In Theilenhofen sind Spuren des Limes zu finden. Der Grundriss des ehemaligen römischen Kastells Iciniacum ist in der Flur „Die Weil“ durch Wege und Baumpflanzungen angedeutet. 250 Meter westlich davon werden Besucher durch eine Informationstafel nahe der Grundmauern des dazugehörigen Militärbades in die Geschichte der antiken Stätte eingeführt.

Im Ort befindet sich die barocke St.-Agatha-Kirche.

BaudenkmälerBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Wirtschaft einschließlich Land- und ForstwirtschaftBearbeiten

Im Jahr 1998 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 106 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 377. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe vier Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 68 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1751 Hektar, davon waren 1165 Hektar Ackerfläche und 586 Hektar Dauergrünfläche.

VerkehrBearbeiten

Durch Theilenhofen verlaufen die Bundesstraße 13 sowie die Kreisstraße WUG 2. Der nächste Autobahnanschluss ist die Anschlussstelle Lichtenau der Bundesautobahn 6 in einer Entfernung von circa 32 Kilometern. Der nächste Bahnanschluss besteht in rund 10 Kilometer Entfernung mit dem Bahnhof Gunzenhausen an der Bahnstrecke Treuchtlingen–Würzburg. Der Öffentliche Personennahverkehr wird durch den Verkehrsverbund Großraum Nürnberg sichergestellt.

RadfernwegeBearbeiten

Durch die Gemeinde führt der Deutsche Limes-Radweg. Er folgt dem Obergermanisch-Raetischen Limes über 818 km von Bad Hönningen am Rhein nach Regensburg an der Donau.

BildungBearbeiten

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand 1999):

  • Kindergärten: 75 Kindergartenplätze mit 62 Kindern
  • Volksschulen: mit 14 Lehrern und 206 Schülern

Theilenhofen ist Mitglied des Schulverbandes Pfofeld-Theilenhofen im Grundschulbereich und des Schulverbandes Grund- und Mittelschule Absberg-Haundorf im Mittelschulbereich.[6]

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Theilenhofen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Im BayernViewer ermessen; Bezugspunkt: Südliches Stadtzentrum Nürnbergs
  3. Bayerische Landesbibliothek
  4. Geschichte Theilenhofens@1@2Vorlage:Toter Link/theilenhofen.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  5. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 730.
  6. Schulen und Bildung (Memento des Originals vom 14. Dezember 2011 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/theilenhofen.de