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Theater an der Gumpendorfer Straße

Theater in Wien
TAG – Theater an der Gumpendorfer Straße

Das Theater an der Gumpendorfer Straße (TAG) ist eine der sogenannten „Mittelbühnen“ Wiens und wurde am 13. Januar 2006 eröffnet.

Das TAG entwickelt Theaterabende, die von großen Vorlagen oder dramatischen Stoffen ausgehen, die neu interpretiert und ins Heute „überschrieben“ werden. Für diesen Prozess – vom leeren Blatt Papier bis zur Premiere – arbeitet man mit TheatermacherInnen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum zusammen.

Das TAG, eine der sogenannten Wiener Mittelbühnen, hat ein Schauspielensemble, einen variablen Bühnen-/Zuschauerraum für 47 bis 212 Personen und zeigt pro Saison (Anfang Oktober bis Ende Juni) drei bis fünf Eigenproduktionen im Repertoire, ergänzt um zwei bis drei Gastproduktionen und seine Improvisationstheater-Schiene.

Das Theater wird seit der Saison 2013/14 von einem seiner GründerInnen, Gernot Plass, künstlerisch geleitet und konnte sich in den letzten Jahren deutlich in der Wiener Theaterlandschaft positionieren und mit seinen Produktionen Erfolge bei Publikum und Presse feiern. Unter anderem war es viermal für den Nestroy-Theaterpreis für die „Beste Off-Produktion“ nominiert (2012 „Hamlet sein“ von Gernot Plass, 2013 „Moorland“ von Gernot Plass, 2016 „Bluad, Roz und Wossa“ von Christian Suchy), den es 2014 auch gewann (für „Der diskrete Charme der smarten Menschen“ von Ed. Hauswirth).

Das TAG wird seit 2014 als gemeinnützige GmbH im Eigentum des Theaterverein Wien geführt. Der zuständige Stadtrat Dr. Mailath-Pokorny hat zuletzt die derzeitige Geschäftsführung bis zum Jahr 2021 verlängert.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Im November 2004 wurde im Rahmen der Wiener Theaterreform unter anderem das Konzept der Gruppen-Kooperative HIGHTHEA (urtheater, Theater KINETIS, L.U.S.Theater) aus 117 Einreichungen von einer Theaterjury bestehend aus Theoretikern, Intendanten, Dramaturgen und Fachjournalisten unter der Leitung von Dietmar N. Schmidt für eine 4-jährige Förderung empfohlen.

Die Stadt Wien reagierte auf die Empfehlung mit dem Vorschlag, die Leitung des Hauses vom Theater Gruppe 80, die von Helga Illich und Helmut Wiesner nach 23-jähriger Arbeit mit Ende der Saison 2004/05 zurückgelegt wurde, der Kooperative HIGHTHEA zu übertragen. Diese hat unter dem neuen Namen TAG am 1. Juli 2005 die Leitung des Theaters und seines Trägervereins mit dem Anspruch übernommen, das heterogene ästhetische und inhaltliche Angebot der drei Gründungsgruppen unter einem Dach zu vereinen. Das TAG wird seither vom Kulturamt der Stadt Wien gefördert. Das Staatssekretariat für Kunst und Medien im Bundeskanzleramt hat mit Mitte 2005 seine langjährige Förderung des Standorts beendet. Der umfassende Umbau, der u. a. die Fassade, das obere Foyer und die Künstlergarderoben und sanitären Anlagen betrifft, wurde von der Stadt Wien mit einer zweckgewidmeten Förderung finanziert.

Am Freitag, den 13. Januar 2006 öffnete das TAG seine Türen. Die Finanzierung des TAG wurde seitens der Stadt Wien inzwischen bis Ende 2013 sichergestellt und die Gruppengrenzen nach und nach durchlässiger. So präsentiert sich die Leitung des TAG – nach dem Schrittweisen Rückzug des Theater KINETIS – als eine Gruppe bestehend aus den Gründungsmitgliedern Margit Mezgolich, Gernot Plass, Georg Schubert, Isabelle Uhl und Ferdinand Urbach.

Mit der Saison 2009/10 zeichnete Margit Mezgolich erstmals alleinig künstlerisch verantwortlich und lud das Wiener Publikum sowie Theatermacher aus dem gesamten deutschen Sprachraum (Projekt „Werktage“) zu einem Spiel mit Perspektiven: Zukunftsperspektiven, neue Perspektiven auf alte Stoffe, Geschichten aus wechselnder Perspektive erzählt. Das Projekt „Werktage“ wurde als zentrales Element des Spielplans auch in den folgenden Saisonen fortgesetzt (10/11: „Lüge / Scheinwelten“, 11/12: „Sei mein Held!“).

EnsembleBearbeiten

Jens Claßen, Raphael Nicholas, Lisa Schrammel, Georg Schubert

Gäste 2017/18Bearbeiten

Alexander Braunshör, Emese Fay, Sven Kaschte, Michaela Kaspar, Julian Loidl, Nancy Mensah-Offei, Johanna Orsini-Rosenberg, Julia Schranz, Paul Skrepek, Petra Strasser, Elisabeth Veit, u. a.

WeblinksBearbeiten