The Office

Fernsehserie

The Office ist eine britische Comedy-Fernsehserie, die von Ricky Gervais, der auch die Hauptrolle übernahm, und Stephen Merchant geschrieben und gedreht worden ist. Die Erstausstrahlung war in Großbritannien am 30. August 2001 auf BBC Two. Die Erstausstrahlung in Deutschland im englischen Originalton erfolgte am 10. Juni 2006 auf Sat.1 Comedy.[1][2][3] Die erste deutschsprachige Erstausstrahlung gibt es seit dem 1. November 2021 bei MagentaTV.[4][5][6]

Fernsehserie
Deutscher TitelThe Office
OriginaltitelThe Office
Produktionsland Vereinigtes Königreich
Jahr(e) 2001–2003
Länge Folgen: 29 Minuten
Special 1: 40 Minuten
Special 2: 50 Minuten
Episoden 12 + 2 (Christmas Special) in 2 Staffeln
Genre Comedy, Mockumentary
Titelmusik Big GeorgeHandbags and Gladrags
Idee Ricky Gervais,
Stephen Merchant
Erstausstrahlung 9. Juli 2001 auf BBC Two
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
01.11.2021 bei MagentaTV
Besetzung

Insgesamt wurden 2001 und 2002 je eine Staffel mit jeweils sechs Folgen und 2003 ein Christmas Special mit zwei Folgen ausgestrahlt.

Die Serie ist im Stil einer Langzeitdokumentation produziert worden, mit der ein fiktives BBC-Team das Leben in einem Großraumbüro der Papier-Großhandelsfirma Wernham Hogg in Slough dokumentieren will. Dabei wechseln sich Szenen aus dem Büroalltag mit „Einzelinterviews“ der Hauptdarsteller ab.

HauptfigurenBearbeiten

David BrentBearbeiten

David Brent (gespielt von Ricky Gervais) ist der Chef des Büros, der seine Qualitäten als Führungspersönlichkeit und Entertainer maßlos überschätzt. Insbesondere der Widerspruch zwischen seinen Witzen und politischer Korrektheit bringt ihn wiederholt zu Fall.

Gareth KeenanBearbeiten

Gareth Keenan (gespielt von Mackenzie Crook) ist Davids Assistent. Wegen seiner Mitgliedschaft in der Territorial Army stellt er sich gern als militärisch erfahrene Führungspersönlichkeit dar. Dies wird aber auch zur Grundlage der meist mit homosexuellen Anspielungen gespickten Scherze von Tim und Dawn.

Tim CanterburyBearbeiten

Tim Canterbury (gespielt von Martin Freeman) ist ein frustrierter Sachbearbeiter, der der Eintönigkeit seiner Arbeit durch Scherze und Flirten mit Dawn, in die er unglücklich verliebt ist, zu entfliehen sucht. Er schafft es jedoch nicht, Hindernisse zu überwinden, sei es in seinem immer wieder aufgeschobenen Vorhaben, Psychologie zu studieren, sei es in seiner Beziehung zu Dawn.

Dawn TinsleyBearbeiten

Dawn Tinsley (gespielt von Lucy Davis) ist Rezeptionistin. Sie ist seit Jahren mit dem Lagerarbeiter Lee verlobt, fühlt sich zu Tim hingezogen, hält jedoch im Zweifelsfall an ihrer bestehenden Beziehung fest. Ihren Traum, als Illustratorin zu arbeiten, hat sie größtenteils aufgegeben.

Jennifer Taylor-ClarkBearbeiten

Jennifer Taylor-Clark (gespielt von Stirling Gallacher) ist David Brents Vorgesetzte, die von seinem Managementstil amüsiert bis angewidert ist.

Neil GodwinBearbeiten

Neil Godwin (gespielt von Patrick Baladi) ist zunächst David Brents (nie zu sehendes) Gegenstück in einer anderen Wernham-Hogg-Filiale, dann sein Vorgesetzter. Er ist Zielscheibe von Davids Neid, insbesondere da Neil ihn an Attraktivität, Führungskompetenz, Beliebtheit und Humor weit übertrifft.

Chris „Finchy“ FinchBearbeiten

Chris „Finchy“ Finch (gespielt von Ralph Ineson) ist Außendienstmitarbeiter, Frauenheld und Meister im Erzählen zotiger Witze, Kumpel und unerreichtes Vorbild von David Brent.

Keith „Big Keith“ BishopBearbeiten

Keith „Big Keith“ Bishop (gespielt von Ewen MacIntosh) ist ein fülliger, wortkarger Buchhalter mit einer Vorliebe für schottische Eier.

HandlungBearbeiten

Ein fiktives BBC-Team zeigt im Stile einer Langzeitdokumentation das Leben in einem Büro der Papier-Großhandelsfirma Wernham Hogg in der grauen englischen Kleinstadt Slough. Dabei wechseln sich Szenen aus dem Büroalltag mit Kommentaren der Mitarbeiter ab. Dem Abteilungsleiter David Brent (Ricky Gervais) ist viel daran gelegen, als großartiger, weil unkonventioneller Chef wahrgenommen zu werden. Seine Bemühungen scheitern jedoch stets krachend, weil er nicht verbergen kann, dass er ein unreifes, aufgeblasenes Würstchen ist. Seine Äußerungen und Verhaltensweisen sind geprägt von Empathielosigkeit, Sexismus und Rassismus. Der Hauptdarsteller Ricky Gervais schuf und schrieb die Mockumentary-Serie und führte auch Regie (alles gemeinsam mit Stephen Merchant). „The Office“ war so erfolgreich, dass es Ableger unter anderem in den USA, in Kanada und in Frankreich gab. Auch die deutsche Serie „Stromberg“ wurde davon inspiriert.[7]

EpisodenBearbeiten

Staffel 1Bearbeiten

Es sieht schlecht aus für die Niederlassung der Papier-Großhandelsfirma Wernham Hogg in Slough. Das Personal ist unmotiviert und die Geschäfte laufen unbefriedigend. Grund dafür ist der Leiter der Abteilung. David Brent sieht sich als großartigen, weil unkonventionellen Chef, ist aber unreif und inkompetent.

Nummer
(gesamt)
Nummer
(Staffel)
Titel
(Deutschland)
Erstausstrahlung
(Deutschland)
Originaltitel Erstausstrahlung
(GB)
1 1 Rationalisierung 10. Juni 2006 Downsize 9. Juli 2001
2 2 Berufserfahrung 17. Juni 2006 Work Experience 16. Juli 2001
3 3 Das Quiz 24. Juni 2006 The Quiz 23. Juli 2001
4 4 Schulung 1. Juli 2006 Training 30. Juli 2001
5 5 Die Neue 8. Juli 2006 New Girl 13. August 2001
6 6 Entscheidungen 15. Juli 2006 Judgement 20. August 2001

Staffel 2Bearbeiten

Die große Kündigungswelle blieb aus, doch die Filialen von Slough und Swindon werden zusammengelegt. Und David bekommt einen neuen Chef: Neil ist jung, charmant, gut aussehend, fleißig und lustig und genießt großen Respekt bei den Mitarbeitern – das macht ihn zu Davids Erzfeind.

Nummer
(gesamt)
Nummer
(Staffel)
Titel
(Deutschland)
Erstausstrahlung
(Deutschland)
Originaltitel Erstausstrahlung
(GB)
7 1 Folge 1 22. Juli 2006 Merger 30. September 2002
8 2 Folge 2 29. Juli 2006 Appraisals 7. Oktober 2002
9 3 Folge 3 5. August 2006 Party 14. Oktober 2002
10 4 Folge 4 12. August 2006 Motivation 21. Oktober 2002
11 5 Folge 5 19. August 2006 Charity 28. Oktober 2002
12 6 Folge 6 26. August 2006 Interview 4. November 2002

SpecialsBearbeiten

Nummer Titel
(Deutschland)
Erstausstrahlung
(Deutschland)
Originaltitel Erstausstrahlung
(GB)
1 Weihnachts-Special 1 2. September 2006 Christmas Special 1 26. Dezember 2003
2 Weihnachts-Special 2 2. September 2006 Christmas Special 2 27. Dezember 2003

AuszeichnungenBearbeiten

Silberne Rose von MontreuxBearbeiten

2003 wurde The Office mit der Silbernen Rose von Montreux in der Kategorie Sitcom ausgezeichnet.

Zwei Golden GlobesBearbeiten

Im Januar 2004 gewann The Office als erste britische Fernsehserie einen Golden Globe als „Beste Fernsehserie in der Kategorie Musical oder Comedy“. Sie verwies damit Arrested Development, Monk, Sex and the City und Will & Grace auf die Plätze. Ricky Gervais gewann, für seine Rolle als Davit Brent in The Office, außerdem einen Golden Globe für die Beste Hauptrolle in einer Fernsehserie der Kategorie Musical oder Comedy.

AdaptionenBearbeiten

StrombergBearbeiten

Die Einflüsse von The Office auf die vielfach ausgezeichnete deutsche Fernsehserie Stromberg sind zahlreich und deutlich. Die von Brainpool produzierte Serie lief 2004 mit acht Folgen auf ProSieben an. Insgesamt wurden 46 Folgen in fünf Staffeln sowie ein Kinofilm produziert. Nachdem die BBC im Oktober 2004 die Ähnlichkeiten mit The Office erkannt hatte und sich rechtliche Schritte vorbehielt, erweiterte Brainpool zur zweiten Staffel im September 2005 den Abspann um den Zusatz: „Inspired by the UK BBC series The Office created by Ricky Gervais and Stephen Merchant“.

Das BüroBearbeiten

Nachdem die britische Originalserie zwei Golden Globes gewonnen hatte, wurde eine amerikanische Version von The Office unter demselben Originaltitel produziert, die von NBC gekauft wurde. Der Titel wurde beibehalten, der Schauplatz von Slough nach Scranton, Pennsylvania verlegt. NBC beschrieb es als eine etwas schnellere Version des Originals. Die Macher der Ursprungsserie Ricky Gervais und Stephen Merchant hatten Mitspracherechte, waren anderweitig aber nicht beteiligt. Im deutschsprachigen Raum wurde die Serie unter dem Namen Das Büro auf ORF 1 und Super RTL und als The Office auf RTL NITRO und Comedy Central gezeigt.

Le BureauBearbeiten

In Frankreich startete am 25. Mai 2006 die französische Version von The Office.

La JobBearbeiten

Der québecische Sender Bell ExpressVu strahlte seit dem 9. Oktober 2006 eine im Raum Montreal spielende, ebenfalls französischsprachige Fassung der Serie aus. Charaktere und Handlungselemente der Originalserie wurden nahezu eins zu eins umgesetzt; an die Stelle von Slough und Swindon treten Côtes-de-Liesse und Terrebonne.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Jochen Müller: ProSiebenSat.1 stellt Pay-Angebot vor. In: Blickpunkt:Film. 1. Juni 2006, abgerufen am 26. Oktober 2021.
  2. Thomas Lückerath: Die Programme von Sat.1 Comedy und kabel eins classics. In: DWDL.de. 8. Mai 2006, abgerufen am 26. Oktober 2021.
  3. Sascha Beck: The Office. In: sablog.de. 14. Mai 2006, abgerufen am 26. Oktober 2021.
  4. André Beyer: MagentaTV: Britische Kultserie startet im Dezember – erstmals auf Deutsch. In: Digitalfernsehen. 23. November 2021, abgerufen am 24. November 2021 (dt).
  5. Bernd Krannich: „The Office“: Britisches Original kommt mit Synchronfassung zu MagentaTV. In: fernsehserien.de. 24. November 2021, abgerufen am 24. November 2021 (dt).
  6. The Office UK und Fortsetzung von Godfather of Harlem bei MagentaTV. In: serienjunkies.de. 23. November 2021, abgerufen am 24. November 2021 (dt).
  7. Bernd Krannich: "The Office": Britisches Original kommt mit Synchronfassung zu MagentaTV. In: wunschliste.de. 24. November 2021, abgerufen am 24. November 2021 (dt).