The Jerusalem Post

israelische Zeitung in englischer Sprache

The Jerusalem Post (JPost) ist eine israelische Tageszeitung, die auf Englisch und Französisch erscheint. Sie wurde 1932 unter dem Namen The Palestine Post[1] vom US-amerikanischen Journalisten Gerschon Agron gegründet.

The Jerusalem Post
Schriftzug
Beschreibung israelische Tageszeitung
Sprache Englisch und Französisch
Verlag The Jerusalem Post Group (Israel)
Hauptsitz Jerusalem
Erstausgabe 1. Dezember 1932
Erscheinungsweise So – Fr
Chefredakteur Yaakov Katz
Weblink jpost.com
ISSN (Print)

GeschichteBearbeiten

Die Palestine Post wurde als Organ der Jewish Agency[2] gegründet. Ihre erste Ausgabe erschien englischsprachig am 1. Dezember 1932. In den ersten Jahren nach der Gründung erreichte sie eine Auflage von 4.000[1] Ausgaben pro Tag, 1944 lag die tägliche Auflage bereits bei 50.000[1] Stück. 1950[1][3] wurde die Zeitung in Jerusalem Post umbenannt. Der aus Wien stammende Ari Rath war von 1975 bis 1989 Chefredakteur.

Die Jerusalem Post heuteBearbeiten

Die Jerusalem Post ist auch außerhalb Israels weit verbreitet. In Deutschland erscheint sie wöchentlich als „International Edition“. Im Internet wird sie als internationale Versionen sowohl als englisches als auch französisches E-Paper angeboten. Für die Zeitung arbeitet unter anderem Daniel Dagan.

Gemeinsam mit Israel HaYom, Jedi’ot Acharonot, Maariw, The Times of Israel und Haaretz zählt die JPost zu den bedeutendsten Zeitungen des Landes. Die politische Ausrichtung hat sich nach verschiedenen Richtungswechseln, unter anderem wegen mehrfachen Wechsels der Eigentümer und damit einhergehenden redaktionellen Veränderungen,[4] im neuen Jahrtausend auf eine konservativ-liberale Linie eingependelt, ohne jedoch einer bestimmten Partei nahezustehen.[5] Ähnlich wie Haaretz legt die Zeitung Wert auf Meinungspluralismus. So sind abgesehen von einer gewissen Konstanz in den Leitartikeln und einem fast durchgehend liberal orientierten Wirtschaftsteil regelmäßig Artikel und Kolumnen verschiedener politischer Richtungen im Blatt zu finden.

LiteraturBearbeiten

  • Erwin Frenkel: The press and politics in Israel : the Jerusalem Post from 1932 to the present. Westport, Conn. : Greenwood Press, 1994
  • Jerusalem Post, in: Encyclopaedia Judaica, 1972, Band 9, Sp. 1594

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d Nur Masalha: Palestine – A four thousand year history. 2. Auflage. Zed Books, London 2020, ISBN 978-1-78699-869-9, S. 326 f.
  2. Gudrun Krämer: Geschichte Palästinas – Von der osmanischen Eroberung bis zur Gründung des Staates Israel (= Beck’sche Reihe. Nr. 1461). Verlag C. H. Beck, München 2002, ISBN 3-406-47601-5, S. 282.
  3. Lorenzo Kamel: Terra contesa – Israele, Palestina e il peso della storia. In: Collana Frecce. Nr. 345. Carocci editore, Roma 2022, ISBN 978-88-290-1450-7, S. 47.
  4. The press in Israel, Dossier Middle East der BBC vom 8. Mai 2006.
  5. The Jerusalem Post in der Encyclopaedia Britannica, abgerufen am 24. Mai 2012.