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The Counselor

Film von Ridley Scott (2013)

The Counselor ist ein US-amerikanischer Thriller aus dem Jahre 2013 unter der Regie von Ridley Scott. Das Original-Drehbuch stammt von Cormac McCarthy.

Filmdaten
Deutscher TitelThe Counselor
OriginaltitelThe Counselor
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2013
LängeKinofassung: 117 Minuten Extended Cut: 138 Minuten
AltersfreigabeFSK 16[1]
JMK 16[2]
Stab
RegieRidley Scott
DrehbuchCormac McCarthy
ProduktionRidley Scott,
Nick Wechsler,
Steve Schwartz,
Paula Mae Schwartz
MusikDaniel Pemberton
KameraDariusz Wolski
SchnittPietro Scalia
Besetzung

HandlungBearbeiten

Der Counselor (Rechtsbeistand) genannte Protagonist kauft bei einem Amsterdamer Diamantenhändler einen sehr teuren Verlobungsring. Zurück in den USA nimmt Laura seinen Heiratsantrag an. Zur Finanzierung seines aufwändigen Lebensstils plant er einen einmaligen Drogendeal mit dem befreundeten Drogenbaron Reiner und will mit ihm zusammen auch einen Nachtclub eröffnen. Reiner warnt ihn allerdings vor den im Drogengeschäft lauernden Gefahren. Auch der an dem Deal beteiligte Westray warnt den im Rauschgiftgeschäft völlig unerfahrenen Rechtsanwalt nachdrücklich vor den extremen Methoden der mexikanischen Drogenmafia. Der Counselor geht das Geschäft dennoch ein. Die Drogenladung kommt allerdings abhanden, und er wird vom Kartell dafür verantwortlich gemacht. Es stellt sich heraus, dass die skrupellose Malkina, Reiners Freundin, eine Intrige gesponnen hat, um an das Geld für die Ladung zu gelangen. Reiner wird ermordet. Malkina heftet sich an die Fersen des vor dem Kartell nach London geflüchteten Westray. Mithilfe einer attraktiven Komplizin gelangt sie an die Daten seiner geheimen Geldreserven und lässt ihn ermorden. Die Verlobte des Counselors wird vom Kartell entführt. Trotz seiner verzweifelten Bemühungen scheitert er darin, sie zurückzubekommen; Lauras Leiche wird auf einer Müllkippe entsorgt.

HintergrundBearbeiten

Am 18. Januar 2012 wurde bekannt, dass Cormac McCarthy ein Drehbuch mit dem Titel The Counselor an die Produzenten Nick Wechsler, Paula Mae und Steve Schwartz, welche zuvor die Filmadaption von McCarthy's Roman The Road produziert hatten, verkauft habe. Am 31. Januar wurde veröffentlicht, dass Ridley Scott wahrscheinlich bei dem Film die Regie übernehmen werde. Dies wurde am 9. Februar bestätigt.

Die Dreharbeiten zum Film begannen am 27. Juli 2012 in London und fanden außerdem in Spanien und in den USA statt. Am 20. August 2012 unterbrach Scott die Produktion aufgrund des überraschenden Todes seines Bruders Tony. Die Dreharbeiten wurden danach am 3. September fortgesetzt.

Der Film spielte weltweit (Stand 21. Februar 2018) über 71 Millionen US-Dollar ein.[3]

Jefe vergleicht die Situation des Councelors mit der des spanischen Dichters Antonio Machado, der seine Ehefrau durch Tuberkulose verlor und alles dafür getan hätte, sie zu retten. Anschließend zitiert er eine Zeile aus dessen Gedichtband Campos de Castilla.

SynchronisationBearbeiten

Die deutsche Synchronbearbeitung wurde im Jahr 2013 von der Synchronfirma RC Production erstellt. Dialogregie führte Frank Schaf.[4]

Rolle Darsteller Synchronsprecher
The Counselor Michael Fassbender Norman Matt
Laura Penélope Cruz Claudia Lössl
Malkina Cameron Diaz Katrin Fröhlich
Reiner Javier Bardem Carlos Lobo
Westray Brad Pitt Tobias Meister
Diamantenhändler Bruno Ganz Bruno Ganz

FilmmusikBearbeiten

Der Soundtrack zum Film wurde von Daniel Pemberton komponiert. Pemberton nahm den Score mit einem vollständigen Orchester bei den Abbey Road Studios auf. Pemberton äußerte sich bei einem Interview folgend: „Ridley reagiert ungewöhnlich gut auf die interessanten, teils ungewöhnlichen Geräusche im Score“. Ein Album mit dem zugehörigen Soundtrack wurde am 22. Oktober 2013 unter Milian Records veröffentlicht.

KritikenBearbeiten

Der Film erhielt gemischte bis negative Kritiken. Bei Rotten Tomatoes erreichte der Film lediglich bei 34 Prozent der 207 Rezensenten eine positive Bewertung.[5]

„‚The Counselor‘ ist ein Thriller, bei dem Gier und Angst entscheidende Faktoren bei der Entscheidungsfindung sind. Es sind Entscheidungen für den Erhalt eines ausschweifenden Lebensstandards, für die mögliche Sprengung von moralischen Grenzen und den Rattenschwanz an Konsequenzen, wenn schließlich alles den Bach runtergeht. ‚Gier ist gut‘ postulierte seinerzeit Michael Douglas als Gordon Gekko in „Wall Street“. Nicht so in „The Counselor“, da Gier die treibende Kraft des unausweichlichen Verderbens ist. Die Zeiten haben sich geändert. Allerdings verläuft diese spannende Geschichte wie ein 400 m Hürdenlauf, denn die philosophischen Einschübe aus der Feder von Spitzenautor Cormac McCarthy (welche „No Country for Old Men“ noch gut abgerundet haben) vermag der Film immer nur ganz knapp dank Ridley Scotts („Prometheus – Dunkle Zeichen“) überzeugender Thriller-Regie zu überwinden.“

Lars Bieker: Filmfutter.com[6]

„‚The Counselor‘ ist als filmische Erfahrung nicht ohne Unterhaltungswert. Und doch wird man das Gefühl nicht los, McCarthys Geschichte des Anwalts, dessen Karriere als Verbrecher endet, noch bevor sie begonnen hat, habe ihr wahres Zuhause auf den Seiten eines Romans. Ein Großteil des hervorragenden Casts versteht es zwar, sich die hoch stilisierte Sprache des Autors zu Eigen zu machen, bezüglich der Inszenierung von Ridley Scott lässt sich dies allerdings nicht hundertprozentig sagen. Auch wenn sie zweifellos hübsch anzusehen ist.“

Thomas Zimmer: Serienjunkies.de[7]

„Der Thriller nach dem ersten Kino-Drehbuch des Schriftstellers Cormac McCarthy legt mit coolen Dialogen, markanten Charakteren und eiskalten Morden eine Spur in ein zynisches Labyrinth, das sich als Sackgasse entpuppt.“

Bianka Piringer: Spielfilm.de[8]

„Das erste Original-Kinodrehbuch des Schriftstellers Cormac McCarthy dient als Grundlage für einen der konsequentesten „Film noir“, dessen existenzieller Pessimismus vornehmlich in langen, sarkastischen Dialogen zum Ausdruck kommt. Die Handlung erschließt sich nur allmählich in einem Irrgarten voller fatalistischer Konsequenzen und dann oft so hoffnungslos, dass man sich als Zuschauer zum Schluss am liebsten der Illusion hingeben möchte, das Ganze sei nur ein Albtraum gewesen.“

Filmdienst.de[9]

WeblinksBearbeiten

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Freigabebescheinigung für The Counselor. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Oktober 2013 (PDF; Prüf­nummer: 141 189 K).
  2. Alterskennzeichnung für The Counselor. Jugendmedien­kommission.
  3. The Counselor. In: BoxOfficeMojo.com. Abgerufen am 5. Januar 2014.
  4. The Counselor. In: synchronkartei.de. Deutsche Synchronkartei, abgerufen am 5. Januar 2014.
  5. The Counselor (2013). Rotten Tomatoes, abgerufen am 10. Juni 2019 (englisch).
  6. Lars Bieker: The Counselor. In: Filmfutter.com. Abgerufen am 1. Dezember 2013.
  7. Thomas Zimmer: The Counselor. In: Serienjunkies.de. 26. November 2013, abgerufen am 10. Juni 2019.
  8. Bianka Piringer: The Counselor. In: Spielfilm.de. Abgerufen am 5. Dezember 2013.
  9. The Counselor. In: Filmdienst.de. Abgerufen am 5. Dezember 2013.