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Die Thalia war ein in Schottland gebautes, 1886 in Dienst gestelltes Passagier- und Frachtschiff des Österreichischen Lloyd, das nach einem Umbau ab 1907 als Kreuzfahrtschiff vor allem im Mittelmeer und Europäischen Nordmeer lief, von 1919 bis 1922 beim Lloyd Triestino. Danach fuhr sie unter dem italienischen Namen Dalia bei der Triester Reederei Tripcovich. 1926 wurde sie abgewrackt.

Thalia
Thalia als Kreuzfahrtschiff (Backbordansicht)
Thalia als Kreuzfahrtschiff (Backbordansicht)
Schiffsdaten
Flagge Osterreich-UngarnÖsterreich-Ungarn (Handelsflagge) Österreich-Ungarn
ItalienKönigreich Italien (Handelsflagge) Italien
andere Schiffsnamen
  • Dalia (1922–1926)
Schiffstyp Kombischiff
Passagierschiff (Umbau)
Heimathafen Triest
Reederei Österreichisch-Ungarischer Lloyd (1886)
Lloyd Triestino (1919)
Tripcovich S.A.N. (1922)
Bauwerft William Denny and Brothers, Dumbarton
Baunummer 314
Stapellauf 5. Juli 1886
Indienststellung 1886
Außerdienststellung 1926
Verbleib Abwrackung III/1926
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
97,3 m (Lüa)
Breite 11,4 m
Tiefgang max. 8,5 m
Verdrängung 3500 t (als Kreuzfahrtschiff)
 
Besatzung 41[1]
Maschinenanlage
Maschinen-
leistung
2.554 PS (1.878 kW)
Höchst-
geschwindigkeit
14 kn (26 km/h)
Transportkapazitäten
Zugelassene Passagierzahl 166 (1913: 163) Betten (als Kreuzfahrtschiff)
Ursprünglicher Zustand des Schiffs vor 1907, Seitenansicht[2][3]
SS Thalia mit Segeln am Triester Molo Giuseppino, vor 1907

Inhaltsverzeichnis

Bau und Indienststellung beim Österreichischen LloydBearbeiten

Das aus Stahl gebaute Dampfschiff Thalia, das nach der Muse der griechischen Mythologie für komische Dichtung und Unterhaltung getauft worden war, lief am 5. Juli 1886[4] auf der Werft William Denny and Brothers im schottischen Dumbarton unter der Werftnummer 314 vom Stapel. Das zweimastige Passagier- und Frachtschiff[4] hatte einen Rauminhalt von 2.371 BRT[4] und eine Maschinenleistung von 2.554 PS.[5] Die Thalia verfügte über 70 Betten in der 1. Klasse und 24 in der 2. Klasse[5] und wurde noch 1886 von der Dampfschifffahrts-Gesellschaft des Österreichisch-Ungarischen Lloyd in Dienst gestellt.[6] Sie befuhr überwiegend die auch der Postbeförderung dienende Eillinie Triest-Alexandria[7] und wurde auch für gesonderte Vergnügungsfahrten in der Adria eingesetzt[8].

Umbau zum KreuzfahrtschiffBearbeiten

Bereits 1891 hatte die deutsche Reederei HAPAG unter Albert Ballin die erste Kreuzfahrt mit der Augusta Victoria zur besseren Auslastung des Schiffs in den Wintermonaten organisiert.

Die Kreuzfahrt-Idee wurde später auch beim Österreichischen Lloyd aufgegriffen. Nachdem 1906 erste Fahrten mit der SS Bohemia (Indienststellung 1896)[9] und der Thalia selbst recht erfolgreich durchgeführt wurden,[10] wurde die Thalia Ende 1906 bis Anfang 1907 zum Kreuzfahrtschiff umgebaut, wobei die zwei Masten erhalten blieben.

AusstattungBearbeiten

Das Schiff gehörte nach seinem Umbau mit vier Decks und einer einheitlichen Kajütenklasse, einer Tonnage von 3.188 BRT und einer Geschwindigkeit von 14 Knoten als erstes „weißes Schiff“ des Lloyd – der Schornstein war jedoch in Gelb und das Unterwasserschiff in Grün gehalten – im internationalen Vergleich zu den führenden. Der Mittelmeer-Baedeker von 1909 reihte es zusammen mit den SS Großer Kurfürst des Norddeutschen Lloyd sowie Meteor und Moltke der HAPAG unter die „eleganten Vergnügungsdampfer“ des Kreuzfahrttourismus' im Mittelmeer ein.[11]

Bootsdeck ABearbeiten

Das Gesellschaftszimmer mit Lounge und Bar sowie eine Veranda befanden sich auf dem Bootsdeck. Hier waren im Vorschiff auch die Kabinen von Kapitän und Offizieren (1. bis 3.) einschließlich des Funkraums („Marconi-Station“), über denen sich das Brückendeck erhob, sowie mittschiffsRettungsboote, ein Motorboot und eine Dampfbarkasse zu finden.

Promenadendeck BBearbeiten

Bei Musik der Bordkapelle im Musiksalon, der in dunkelrotem Palisanderholz im englischen Stil ausgeführt war, und im Rauchsalon konnten sich die Passagiere auf dem Promenadendeck entspannen. In einer windgeschützten Glasveranda waren Palmen und andere exotische Blattpflanzen aufgestellt. Schließlich bot dieses Deck achtern in vier Luxuskabinen (State-Rooms) auch Quartier.

Oberdeck CBearbeiten

Das Oberdeck diente der kulinarischen Versorgung von Passagieren und Mannschaft. Von der steuerbordseitig gelegenen Passagierküche wurden anspruchsvolle Gerichte bereitgestellt, die in dem achterlich gelegenen großen, im Stil der Neorenaissance in den Farben Weiß und Gold gehaltenen Speisesalon für 180 Personen an Tischen zu 6 bis 16 Plätzen eingenommen wurden. Letzterem schlossen sich Kabinen für Passagiere und den Oberkellner an, während davor und bugseitig u. a. der von der Reederei verpflichtete Bordarzt, der seine Dienste zunächst unentgeltlich anbot, die Bordapotheke und der „Barbier“ logierten sowie weitere Kabinen für Passagiere und die Maschinisten zur Verfügung standen.

Hauptdeck DBearbeiten

Das Hauptdeck beherbergte fast ausschließlich Passagierkabinen, Bäder und Toiletten sowie den Gepäckraum. Im Vorschiff waren noch Schlafräume der Kellner und die Dunkelkammer untergebracht.

PassagierkabinenBearbeiten

   
Schlafraum einer Luxuskabine (1910)
Beispiel für eine Kabinenpreisliste (1913)

Die insgesamt 99 Passagierkabinen wurden in 4 Kategorien angeboten:[12]

  • 4 Luxuskabinen mit Salon, Schlafraum und Badzugang (1913: 2 Luxuskabinen)
  • Einzelkabinen mit einem Bett und anstoßendem Bad
  • Kabinen mit zwei Betten
  • Kabinen mit einem Bett.

Nachdem anfänglich zwei Bäder den Passagieren aller 4 Luxuskabinen des Promenadendecks zur Verfügung standen, war nach dem Umbau von 2 Luxuskabinen in zwei Einbett- und zwei Zweibettkabinen ein Bad ausschließlich für die Luxuskabine 5/6 und das andere Bad dem allgemeinen Gebrauch gewidmet.[13]

Bei Buchung der Luxuskabinen wurde ein etwas höheres Entgelt fällig. So kostete diese z. B. für eine Fahrt vom 11. April bis 12. Mai 1913 auf der Route „Triest-Marokko-Kanarische Inseln-Genua“ mit Bad 4.000 Kronen und ohne 3.600. Je nach Deck waren für Einbettkabinen 940 bis 1.700 Kronen und Zweibettkabinen 1.440 bis 3.000 Kronen – die Dienerschaft 480 Kronen (pro Bett) – zu entrichten, wobei die Kaufkraft einer Krone etwa 5 Euro entsprach.[14]

 
Decksplan von 1914 (Beilage zu einer Werbebroschüre des Österreichischen Lloyd für die Thalia-Fahrten im 1. Halbjahr 1914)

ModernisierungBearbeiten

Die Kabinen- und Deckseinrichtung wurde später leicht modernisiert, wie sich aus den unterschiedlichen Decksplänen von 1907, unmittelbar nach der Indienststellung der zum Kreuzfahrtschiff umgebauten Thalia, und 1913, als ihr wegen des Ersten Weltkriegs nur noch kurze Zeit im Kreuzfahrtbetrieb bevorstand, ergibt. Hatte beispielsweise das Gesellschaftszimmer (Bootsdeck A) noch zwei durchgehende Couches, wurden daraus später 6 separate Sitznischen, oder wurden aus der Reiseführerkabine (Oberdeck C) das „Kommisärbureau“ und „Cooks-Reiseführer“-Kabine ohne Schlafgelegenheit. Der Funkraum („Marconi-Station“) auf dem Bootsdeck A wurde vom Vorschiff zur Veranda verlegt.[13]

Fahrten als KreuzfahrtschiffBearbeiten

 
Thalia am Triester Molo San Carlo (Ansichtskarte um 1909)
   
Postkarte mit einer Fotografie der Thalia von Marianne Strobl (140 × 88 mm)

VorbemerkungenBearbeiten

Als von der Reederei so bezeichnete „Yacht für Vergnügungsfahrten“[15] absolvierte die Thalia unter Kapitän Karl Freiherr von Bretfeld ihre Jungfernfahrt nach dem Umbau zum Kreuzfahrtschiff von Triest nach Palästina und Ägypten und zurück vom 14.02. bis 10.03.1907. Danach folgte eine Sonderfahrt für Journalisten vom 12. bis 14. März 1907 auf der Route Triest, Venedig, Lussin, Fiume, Abbazia und zurück, um das umgebaute Schiff auch einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen.[16] Dieser Fahrt schlossen sich 1907 noch zwölf weitere an. Die letzte beförderte Passagiere sogar um den Jahreswechsel 1907/1908.
In den Folgejahren lud die Thalia jährlich in der Regel zu 9 bis 11 Kreuzfahrtreisen durch das Mittelmeer, die Nord- und Ostsee sowie das Europäische Nordmeer ein, was durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges ein jähes Ende finden sollte. Insgesamt absolvierte die Thalia von Februar 1907 bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs 81 Fahrten und legte dabei ungefähr 250.000 Seemeilen zurück.[17] Dabei sollten die Seereisen dem Vergnügen und zugleich der Gesundheitsfürsorge dienen. Im Wiener Fremdenverkehr unterrichtete der Chefarzt des Lloyd, Artur Castiglioni,[18] 1908 in dem Artikel „Erholungsreisen zur See“ den Leser über den damaligen Stand der Thalassomedizin[19] und warb damit um Passagiere für die Thalia.

VergnügungsfahrtenBearbeiten

Die Fahrten der Thalia folgten aufgrund der klimatischen Bedingungen einem in etwa gleichbleibenden Jahreszyklus, der nur geringfügig variiert wurde. Exemplarisch für die Kreuzfahrtprogramme sind sie aus der nachfolgenden Aufstellung abzulesen. Diese wurde einem Prospekt des Österreichischen Lloyds (Triest) für die geplanten zehn „Vergnügungsfahrten der ‘Thalia’ im Jahre 1909“ entnommen. Tatsächlich gab es dann sogar elf Fahrten mit wohl leicht veränderten Terminen, wie ein Prospekt zur fast dreiwöchigen XI. Vergnügungsfahrt von Triest über Korfu und Malta nach Tunis und wieder zurück vom 6. bis 24. Oktober 1909 belegt.[20][12] Eine detaillierte Aufstellung aller Fahrten der Thalia während ihres achtjährigen Einsatzes als Kreuzfahrtschiff ist in der unten angeführten Fahrtentabelle angegeben.

Fahrt Reiseziel Termin 1909
I Zwei kurze Reisen nach Dalmatien. Die Thalia als Hotelschiff. Februar
II Reise nach Palästina und Ägypten. März (ca. 24 Tage)
III Sicilien, Griechenland, Dalmatien. Ostern zur See (ca. 16 Tage)
IV Nach Spanien und Canarischen Inseln. April bis Mai (ca. 30 Tage)
V Nach Tunis, Sicilien, Sardinien und Genua. Pfingsten zur See (ca. 15 Tage)
VI Von Triest nach Bremerhaven. Juni bis Juli (ca. 23 Tage)
VII Nordlandfahrten nach Schottland, Schweden und Norwegen,
Spitzbergen und dem ewigen Eis.
[21]
Juli bis August
VIII Bäderreise nach fashionabeln Seebädern des Atlantischen
Oceans, Spanien und Algier.
September (ca. 27 Tage)
IX Nach Italien und Nordafrika. Ende September bis Mitte Oktober
(ca. 17 Tage)
X Dalmatienfahrt wie im Februar. Im Spätherbst
 
Werbung der Firma Kapt. Bades Söhne, Wismar, u. a. für Polarfahrten mit der Thalia (1907)

PolarfahrtenBearbeiten

 
Postkarte: SS Thalia in den Lofoten (135 × 87 mm, Sujet: Alexander Kircher)

Schon im Sommer 1907 Jahres wurde die Thalia vom Wismarer Reiseveranstalter Kapt. Bades Söhne für zwei Fahrten nach Norwegen und Spitzbergen im Juli und August, die in Kiel begannen, gechartert.[22][23] Ausweislich Bades Werbung für die Reisen waren zwei etwa vierwöchige Touren nach Spitzbergen angekündigt. Tatsächlich ging die erste nur nach Trondheim und dauerte nur 14 Tage. Die zweite, vierwöchige Fahrt vom 20. Juli bis 17. August führte dann nach Spitzbergen unter schwierigen Polareisverhältnissen.[24] Nach dem Isfjord wurden der Smeerenburgfjord und das Lager Walter Wellmans auf Danskøya besucht, wo der Amerikaner im August 1907 auf günstiges Wetter für eine Fahrt mit seinem Luftschiff zum Nordpol wartete.[25] Die Thalia fuhr dann an die Packeisgrenze bei 80° 15′ Nord und kehrte dort um. Im Sassenfjord wurde den Gästen auch die Möglichkeit zur Jagd geboten. An dieser Fahrt soll auch die Ehefrau Bades teilgenommen haben, um junge amerikanische Reiseteilnehmerinnen, u. a. Wellmanns Töchter Ruth und Rita, unter ihre Fittiche zu nehmen.[26] Ausweislich der Passagierliste waren Mitreisende die Mediziner Carl Fraenkel aus Halle und Walther Kausch aus Berlin sowie der damalige Freiberger Bürgermeister und spätere Dresdener Oberbürgermeister Bernhard Blüher.[27]

In den Folgejahren – ausgenommen 1911 – unternahm der Lloyd dann jeweils im Juli und August eigene Nordmeerfahrten. Nur diese Monate waren für die Passage klimatisch geeignet. Dabei konnten die Passagiere im Bereich des Nordpols auch die Weißen Nächte erleben. Auf der Rückreise der Kreuzfahrt vom August 1908 war auch der Polarfahrer Theodor Lerner an Bord und lernte hier seine spätere Ehefrau kennen.[28]

Sonderfahrten für besondere TeilnehmerkreiseBearbeiten

ÄrztefahrtenBearbeiten

   
Brief des Teilnehmers der II. Ärztefahrt vom 20. November 1909, Dr. George Wege, aus Luxor (145 × 111 mm)[29]

Vom 6. bis 8. Oktober 1907 veranstaltete der Lloyd unter Teilnahme seines Generaldirektors Albert Frankfurter die sogenannte I. Ärztefahrt. Die auf die Thalia eingeladenen über 100 Ärzte aus Österreich, Ungarn und Italien sowie die ebenfalls teilnehmenden Pressevertreter sollten im Ergebnis der dreitägigen Reise, die nach Abbazia, Lussinpiccolo, Zara und Pola führte, geschäftswirksam die heilkräftige Wirkung von Seereisen propagieren.[30] Anlässlich der Fahrt gestaltete der bekannte österreichische Medailleur Ludwig Hujer[31] eine Erinnerungsplakette. Sie zeigt die Göttin der Gesundheit Hygieia mit einem auf sie gestützten Kranken am Strand, die beide auf das wellenbewegte Meer mit dem Bug der Thalia blicken.[32] Ihr folgte eine Reise vom 4. November bis 4. Dezember 1909 über Griechenland nach Alexandria – von dort nilaufwärts bis Assuan – und über Dalmatien zurück nach Triest (II.). Schließlich hatte der Lloyd vom 5. November bis zum 6. Dezember 1911 nochmals zu einer Ärzte-Mittelmeerrundfahrt (III. Ärztereise) eingeladen.[33]

Zusätzlich zu den vom Lloyd primär als Werbeveranstaltungen durchgeführten Reisen veranstaltete die Ärzteschaft selbst Kreuzfahrten unter Nutzung der Thalia. So gab es u. a. eine dreiwöchige, vom Prager Ärzteverein organisierte Reise im November 1908 sowie von einem ärztlichen Ausschuss und der Zeitung Reise und Sport veranstaltete Reisen 1909 (Nordafrika), 1910 (Nordland) und 1911 (Orient).[34]

Vereinsreise des SchubertbundsBearbeiten

Eine Nordlandreise absolvierte der Schubertbund unter Beteiligung seiner Chorleiter Adolf Kirchl und Prof. Hans Wagner im Juni/Juli 1909. Die Reise begann in Swinemünde, wohin die Vereinsmitglieder mit einem Sonderzug aus Wien gebracht worden waren, und endete in Hamburg, wo am 3. Juli die Bahnrückreise bis Wien Franz-Josefs-Bahnhof startete. Es war die erste Kreuzfahrt der Thalia auf der Ostsee.[35] Die Reise knüpfte an eine erste Fahrt des Bunds mit Kapitän von Bretfeld auf SS Goritia in der Adria von 1905 und auch an frühere Konzertreisen anderer Wiener Klangkörper mit Lloyd-Schiffen an. So führte der Wiener Männergesang-Verein mit der Galicia im März und April 1905 eine Ägypten-Reise mit Konzertvorführungen durch.[36]

XIV. Internationaler PressekongressBearbeiten

Vom 18. bis 23. Mai 1910 fand auf der Thalia der XIV. Internationale Pressekongress statt, an dem bekannte Reporter aus allen Teilen der Welt teilnahmen.[37][38]

Reisen des Österreichischen FlottenvereinsBearbeiten

Zu mindestens 4 Fahrten mit Schiffen des ÖL lud der Österreichische Flottenverein seine Mitglieder ein. Vom 24. Mai bis 24. Juni 2012 führte eine Fahrt der SS Thalia von Genua durch das westliche Mittelmeer nach Amsterdam, von der der teilnehmende Historiker Hans Widmann feuilletonistisch berichtete.[39][40] Die 4. Flottenvereinsfahrt fand dann im Juli 1913 erneut mit SS Thalia von Amsterdam nach St. Petersburg statt, von wo ein separater Schlafwagen-Express die Reisenden zu einer Besichtigung Moskaus brachte. Über Dänemark (Kopenhagen), Schweden (Göteborg, Trollhättan-Fälle) und die Insel Helgoland kehrte SS Thalia wieder an den Ausgangsort zurück. Alternativ konnten die Teilnehmer auch schon von Helgoland mit der HAPAG über Hamburg die Heimreise antreten.[41]

 
Kapitän Karl von Bretfeld (2. Reihe stehend, in Uniform)
 
Autograph von Karl von Bretfeld

Kapitän Karl von BretfeldBearbeiten

Der am 24. September 1855 als Sohn von Emanuel Gabriel von Bretfeld zu Kronenburg und seiner Frau, Caroline Barbara Theresia geb. Freiin von Buol, geborene Karl Borromäus von Bretfeld[42] führte die Thalia auf ihren Fahrten seit der Probefahrt 1907 bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs. Er verstarb Anfang März 1915 im Dienst des Lloyd im Amsterdamer Hafen, wo das Schiff kriegsbedingt lag. Er wurde auf dem Friedhof von Buitenveldert beerdigt.[43][44]

 
Legitimationskarte eines Schiffsarztes des ÖL von 1912 (Dr. Johann Schuster)

BordarztBearbeiten

Um die erste medizinische Betreuung der Passagiere fern der Heimat im Krankheitsfalle zu gewährleisten, gehörte der Schiffscrew auch ein Bordarzt an, worauf in den Reiseprospekten ausdrücklich hingewiesen wurde. Dafür heuerte der ÖL spezialisierte Schiffsärzte an. Und schon 1861 war im Verlag des ÖL ein von Augusto Guastalla in italienischer Sprache verfasstes Handbuch der Schifffahrtsmedizin (Manuale d’Igenie e medicina navale) erschienen, womit der ÖL sein besonderes Augenmerk für diese Problematik der Seereisen unterstrich. Bis 1913 offerierte der Lloyd die Inanspruchnahme des Bordarztes ausdrücklich als unentgeltliche Leistung. Im letzten Prospekt für das 1. Halbjahr 1914 war dagegen eine Honorarzahlung durch die Passagiere vermerkt.

 
Berufsverbot für B. Kaempfner durch Ausschluss aus der RMK im Jahr 1938

Thalia-Marsch und BordkapelleBearbeiten

Der wie das Schiff aus Österreich stammende jüdische Komponist Bernhard Kaempfner[45] schuf einen Thalia-Marsch. Er wurde zu vielen Gelegenheiten von der Bordkapelle gespielt, die zeitweise von Giuseppe Bamboschek[46][47] geleitet wurde. Das Musikstück stand auch auf der Titelliste des Kapitänsdinners vom 15. April 1909 (vgl. Abbildung des Musikprogramms).

Landprogramme auf den KreuzfahrtenBearbeiten

Die Landausflüge im Rahmen der Kreuzfahrten standen nicht in der Verantwortung des Lloyd. Vielmehr bediente er sich hierzu des Reisebüros Thos. Cook & Son, mit dem ein entsprechendes Rahmenabkommen bestand und das dazu an Bord eine Repräsentanz unterhielt.[12][38]

HeimatpostBearbeiten

An Angehörige konnten während der Fahrten Nachrichten via Funk nach Triest übermittelt werden, von wo sie mittels Postkarten an deren dort hinterlegte Heimatadressen verschickt wurden.[12]

Buchung der PlätzeBearbeiten

Bei Buchung von Plätzen war ein Drittel der Passage anzuzahlen, der Restpreis für die Fahrkarten war 8 Tage vor Abfahrt des Dampfers zu entrichten. Stornierungen vor dem Zeitpunkt der Restzahlung führten zum Verlust der Anzahlung, spätere des ganzen Fahrpreises. Für den Fall der noch möglichen anderweitigen Vergabe eines stornierten Kabinenplatzes konnte die geleistete Anzahlung für eine spätere Fahrt mit dem Lloyd angerechnet werde.[12]

GepäckbeförderungBearbeiten

   
Gepäckanhänger (Durchm. 50 mm, Druck: Gesellschaft für graphische Industrie Wien, VI. [Replik])

Die Passagiere konnten ihr Reisegepäck im Voraus nach Triest, Speditionsabteilung des Österreichischen Lloyd in Triest, – bei Reisen ab Kiel an Fa. Sartori & Berger, ab Bremerhaven an Fa. Claussen & Wieting und ab Genua an Fa. V. Vanetti – unter Angabe des Schiffs, des Abfahrtsdatums und des Passagiernamens schicken; es musste jedoch schon einige Tage vor Abgang des Schiffs eingetroffen sein. Ansonsten konnte man das Gepäck vom Triester Südbahnhof, wo der ÖL dafür eine Expositur eingerichtet hatte, durch die Passagierabteilung an Bord befördern lassen. Dafür war eine Gebühr entsprechend dem von der Triester Statthalterei genehmigten Gepäcktarif zu entrichten. Die Gepäckstücke (Höchstmaße 114 × 65 × 38) waren genau zu kennzeichnen. Dafür stellte der ÖL Gepäckzettel zur Verfügung, die in den Passagierbüros des Lloyd in Wien und Triest erhältlich waren. Die Gepäckbeförderung an Bord war unentgeltlich,[48] unterlag aber einer Gewichtsbeschränkung von 40 kg in der hier maßgeblichen I. Klasse. Die damals üblichen, sperrigen Kabinenkoffer waren aufgrund eines Schubladenkastens unter den Betten entbehrlich, worauf die Reisenden in den Werbematerialien ausdrücklich hingewiesen wurden. Für außerhalb der Kabine eingelagerte Koffer und sonstige Behältnisse musste eine geringfügige Gebühr entrichtet werden.

Verpflegung und KapitänsdinnerBearbeiten

   
Musikprogramm und Speisefolge des Kapitäns-Diners vom 15. April 1909 (210 × 170 mm)
   
Speisekarte zum Diner vom 15.9.1912, Einband von Hans Printz (122 × 220 mm)

Die Schiffe des Lloyd, und so auch die Thalia, waren bekannt für die sehr gute Küche. Es wurden 4 Mahlzeiten ausgereicht. Für das Angebot zu den einzelnen Mahlzeiten wurden aufwendig gestaltete Menükarten gedruckt. Die Umschläge der zwei- und dreiteiligen Faltkarten, die mit zusätzlicher Werbung vor allem für bekannte Getränkemarken, wie die Champagner von Charles Heidsieck und Louis Roederer, aber auch das in Thomas Manns „Buddenbrooks“ erwähnte Abführmittel „Hunyadi János Wasser“, versehen waren, hatte u. a. der österreichische Maler Hans Printz (1865–1925) nach historischen Motiven entworfen.

Zum Bordprogramm der Thalia gehörte auch das für Kreuzfahrtschiffe typische Kapitänsdinner mit einem besonderen Musikprogramm und einer kulinarisch ausgesuchten Speisefolge.

PassagierlisteBearbeiten

   
Passagierliste der XI. Vergnügungsfahrt 1912 (119 × 181 mm)

Als Informations- und Erinnerungsstück für die Teilnehmer einer Fahrt wurden entsprechend dem damaligen Brauch bei den großen Kreuzfahrtreedereien auch für die Fahrten der Thalia grafisch aufwendig gestaltete Passagierlisten gedruckt. Sie enthielten die Namen und Wohnorte der Passagiere, unter denen mitunter auch prominente Personen zu finden waren (Abb.[49]), sowie die Zusammensetzung der Schiffsführung unter Kapitän von Bretfeld.

Havarien und SonstigesBearbeiten

Bei der Rückreise von der 2. Nordlandfahrt 1908, an der auch der Ingenieur Viktor Kaplan teilnahm, lief das Schiff am 24. August etwa 60 km südlich Tromsø auf Grund. Der an Bord befindliche norwegische Lotse hatte wegen des mangelhaften Leuchtfeuerreglements eine Boje übersehen. Nachdem zunächst die Evakuierung der Passagiere erwogen worden war, kam die Thalia nach der Aufwirbelung des Meeresgrunds durch ein Bergungsschiff ohne Beschädigung des Schiffsrumpfs wieder frei und konnte Heimatkurs aufnehmen. Das Ereignis ging durch die österreichische Presse.[50] Eine ausführliche Schilderung lieferte Emil von Hofmannsthal unter dem Titel Die Strandung der Thalia im Prager Tagblatt.[51]

Abstecher nach VenedigBearbeiten

Bei allen in Triest beginnenden und endenden Kreuzfahrten wurde den Reisenden die Möglichkeit eingeräumt, die Lloyddampfer der Linie Triest-Venedig zu je einer Fahrt in beiden Richtungen kostenlos zu benutzen. Der Ausflug musste binnen 8 Tage vor Abfahrt oder nach Ankunft der SS „Thalia“ absolviert werden.

Verbleib im Ersten WeltkriegBearbeiten

Nach der Rückkehr von der 2. Nordlandfahrt 1914 (VIII. Gesamtfahrt) über Helgoland befand sich die Thalia am 1. August 1914 im Amsterdamer Hafen, also auf neutralem Gebiet, wo sie während der Kriegszeit verblieb.[52] Ihre nach Ausfall der 3. Nordlandreise im August 1914 nunmehr für den 1. September 1914 vorgesehene Rückreise nach Triest (geplante Ankunft: 23. September), die als „Bäderreise“ über Cowes (Isle of Wight), Biarritz und Lissabon sowie Tanger und Gibraltar führen sollte, konnte nicht mehr stattfinden. Ebenso verhielt es sich mit der geplanten Vergnügungsreise „Nach Dalmatien, Albanien, Sizilien und Tunis“ vom 3. bis 19. Oktober 1914 und die anschließenden Reisen ins Mittelmeer und in der Adria.[53] Zumindest überstand die Thalia den Krieg im Amsterdamer Hafen unbeschädigt.[54] Über ihren ungewollten Hafenaufenthalt liegt ein kurzer Augenzeugenbericht vom April 1915 im Fremden–Blatt vor.[55] Und 1916 wurde bereits der Umbau der Thalia in ein Frachtschiff angekündigt, wobei das bisher für die Ausflüge der Passagiere in den norwegischen Fjorden verwendete Motorboot bereits verkauft worden war, um vom Käufer als Fischdampfer verwendet zu werden.[56] Im Oktober 1918 bot die am Hafendamm noch immer vertäute Thalia laut einem Bericht des Feuilletonredakteurs der NFP, Paul Zifferer (1879–1929), dann kein ansehnliches Bild mehr. Die Luxuskabinen und das Sonnendeck waren abgebaut worden.[57]

Unter italienischer FlaggeBearbeiten

Die Thalia wurde 1919 von Lloyd Triestino übernommen, wo sie 1922 ausschied und an die Reederei Tripcovich S.A.N. Rimorchi Salvataggi ging und fortan unter dem italienischen Namen Dalia lief. Ihren strahlend weißen Schiffsrumpf und viele Aufbauten hatte sie da schon verloren und fuhr wieder mit schwarzem Anstrich wie bei ihrer ersten Indienststellung. Im 3. Quartal 1926 wurde das Schiff abgewrackt.[58]

Werbematerialien, Postkarten und sonstige AbbildungenBearbeiten

   
„Thalia-Vergnügungs­fahrten 1909“ (Blick auf Triest von G. Zangrando), ÖL (115 × 175 mm)
„Programm der Orientfahrten 1909“, mit den Vergnügungsfahrten der Thalia, Fa. Jul. Bolthausen

ProspekteBearbeiten

Während der Österreichische Lloyd für seine Liniendienste in der Adria, im Mittelmeer sowie im Nahen und Fernen Osten Prospektmaterial bereitstellte, das weitestgehend nicht schiffsspezifisch abgefasst war, da hier mehrere Schiffe eingesetzt waren, ließ er für die Kreuzfahrten der Thalia spezielle Werbedrucke ausschließlich für diesen Dampfer erstellen, mit denen den potentiellen Mitreisenden in verschiedenen Sprachen, wie Deutsch, Italienisch, Französisch oder Tschechisch, die technischen Daten des Schiffs, das Bordleben, die Fahrtrouten einschließlich der anzulaufenden Häfen sowie die Reisebedingungen und Fahrpreise vorgestellt wurden. Zumeist lag auch ein Decksplan bei. Auch in vielen Prospekten zu den Linien in der Adria waren mehr oder weniger ausführliche Hinweise auf das laufende Thalia-Programm enthalten.

Auch ausländische Reiseveranstalter verbreiteten das aktuelle Programm der Vergnügensfahrten der Thalia in ihren eigenen Prospekten, wie z. B. der deutsche Reiseveranstalter für Orientreisen Julius Bolthausen aus Solingen.[59]

ZeitungsinserateBearbeiten

Auch in verschiedenen österreichischen Tageszeitungen und Zeitschriften, wie in Die Muskete,[60] warb die Reederei mit Inseraten, die teilweise illustriert waren, für die „Vergnügungsfahrten“ der Thalia.

Veranstaltermarken, PoststempelBearbeiten

Zum zusätzlichen Aufkleben auf Poststücke, die von der Bordpost der Thalia abgefertigt wurden, gab es so genannte Veranstaltermarken des Österreichischen Lloyd zu Werbezwecken und als Touristenattraktion, also ohne Frankaturkraft, mit der Motivbezeichnung „Spitzbergen“, auf denen ein Eisbär auf einer im Nordmeer treibenden Eisscholle, Möwen und die Thalia abgebildet waren. Die Marken waren in vier verschiedenen Farben gehalten: blau, grün, orangerot und violett.[61] Die Frankaturen wurden zumeist mit Tagesstempeln der norwegischen Post versehen. Teilweise kommen bei Abstempelungen von Postsendungen an Bord der Thalia auch Poststempel des Österreichischen Lloyd mit dem Schiffsnamen „Thalia“ und zusätzlich nichtamtliche Stempel „Thalia–Bordpost. Spitzbergen“ (rot) oder „Auf hoher See. S/S Thalia“ (blau) vor.

Zeichnungen von A.L. Mielich und Harry HeusserBearbeiten

Die elegante Thalia wurde immer wieder auf Postkarten mit See- oder Hafenmotiven abgebildet. Künstlerisch gestaltete Darstellungen schufen im Auftrag des Österreichischen Lloyd u. a. der Orientmaler Alphons Leopold Mielich sowie der Marinemaler und Grafiker Harry Heusser, der um 1910 Vorlagen für eine umfangreiche farbige Postkartenserie mit Motiven von Lloyd-Schiffen ablieferte. Auch in die Festschrift „Fünfundsiebzig Jahre Österreichischer Lloyd 1836–1911“ wurde eine ganzseitige farbige Zeichnung der Thalia von Heusser aufgenommen, wie sie einen norwegischen Fjord durchfährt.[64]

Private FahrtenschilderungenBearbeiten

Ausführliche Schilderungen von Fahrten mit der „Thalia“ liegen von der österreichischen Reiseschriftstellerin Olga Meraviglia (1843–1933) vor.[65] So nahm sie u. a. im Frühjahr 1910 an der III. und IV. Vergnügungsreise „Ostern in Palästina und Ägypten“ bzw. „Nach Nordafrika, Spanien, Kanarische Inseln“ teil, für die sie eine der vier Luxuskabinen gebucht hatte; Passagier der Osterfahrt war auch der Ökonom Eugen Böhm von Bawerk. Von beiden Reisen berichtete sie in Briefen an einen Freund und fasste die Reiseerlebnisse dann zu dem mit Fotografien ausgestatteten, bei dem Grazer Leykam Verlag erschienenen Buch „Eine Mittelmeerfahrt. Intime Reiseerinnerungen“ zusammen (siehe Literatur). Bereits 1908 war sie mit der „Thalia“ auf einer Nordlandsreise unterwegs gewesen.

Siehe auchBearbeiten

  • Liste von Kreuzfahrtschiffen
  • Bis zum 14. Oktober 2018 veranstaltete das Triestiner Civico Museo del mare unter dem Motto „In viaggo con Thalia. Dalla nave bianca del Lloyd alla Principessa del mare (1907-1967)“ („Auf der Reise mit der Thalia. Vom weißen Schiff des Lloyd zur Prinzessin des Meeres (1907-1967)“) eine Ausstellung, bei der unter anderem ein großes Schiffsmodell, Literatur zum Schiff, Werbematerialien für die einzelnen Fahrten, Postkarten und originales Schiffsgeschirr des Österreichischen Lloyd, wie es auch bei den Kreuzfahrten Verwendung fand, gezeigt werden (Ausstellungsinformation des Museums).

LiteraturBearbeiten

  • Autorenkollektiv: Der Lloyd in Triest gestern – heute – morgen. Vom Österreichischen Lloyd zu Lloyd Triestino. Lloyd Triestino di Navigazione, Triest 1987
  • Gregor Gatscher-Riedl: Alt-Österreich auf hoher See. Das Flottenalbum des Österreichischen Lloyd. Bilder und Verkehrsgeschichte aus Österreichs maritimer Vergangenheit. Kral-Verlag, Berndorf 2017, ISBN 3-99024-682-8
  • Miroslav Hubert: Do světa s parníky Rakouského Lloydu. Mare-Czech, Praha 2010 (Hinaus in die Welt mit Dampfern des Österreichischen Lloyd)
  • Horst Friedrich Mayer, Dieter Winkler: In allen Häfen war Österreich – Die Österreichisch-Ungarische Handelsmarine. Edition S, Verlag der Österreichischen Staatsdruckerei, Wien 1987, ISBN 3-7046-0079-2
  • Olga Meraviglia: Eine Mittelmeerfahrt. Intime Reiseerinnerungen. Leykam, Graz 1910
  • Olga Meraviglia: Eine Reise in Sudan und Ägypten 1913 (Illustrationen: Ivy von Bornemisza). Leykam, Graz 1913
  • Georg Pawlik, Dieter Winkler (Hrsg.): Österreichischer Lloyd. Die Dampfschiffahrtsgesellschaft 1836–1918. Weishaupt Verlag, Graz 1986
  • Publizistisches Bureau des Österreichischen Lloyd (Hrsg.): Fünfundsiebzig Jahre Österreichischer Lloyd 1836–1911. Österreichischer Lloyd, Triest 1911.[66]
  • Oskar Stark: Eine versunkene Welt: Die Geschichte des Österreichischen Lloyd, Fahrten und Ende seiner 62 Schiffe. R.M. Rohrer, Wien / Wiesbaden 1959

WeblinksBearbeiten

Tabelle der Fahrten als Kreuzfahrtschiff (1907–1914)Bearbeiten

In der Tabelle ist die in den Prospekten des ÖL oder sonstigen Periodika angegebene Nummer der Fahrt angegeben. Die Nummern der innerhalb der allgemeinen Zählung zusätzlich gezählten jährlichen zwei Nordlandfahrten stehen in Klammern. Die Dauer der Fahrten ist die geplante. Es können sich organisatorisch oder witterungsbedingt Abweichungen zur tatsächlichen Fahrtdauer ergeben, was jedoch heute nicht mehr in jedem Einzelfall verifizierbar ist.

1907
Reise
Dauer
Gewässer
Start–Ziel
– Auswahl der
berührten
Häfen –
[67]
1908
Reise
Dauer
Gewässer
Start–Ziel
– Auswahl der
berührten
Häfen –
[68]
1909
Reise
Dauer
Gewässer
Start–Ziel
– Auswahl der
berührten
Häfen –
[69]
1910
Reise
Dauer
Gewässer
Start–Ziel
– Auswahl der
berührten
Häfen –
[70]
1911
Reise
Dauer
Gewässer
Start–Ziel
– Auswahl der
berührten
Häfen –
[71]
1912
Reise
Dauer
Gewässer
Start–Ziel
– Auswahl der
berührten
Häfen –
[72]
1913
Reise
Dauer
Gewässer
Start–Ziel
– Auswahl der
berührten Häfen
[73]
1914
Reise
Dauer
Gewässer
Start–Ziel
– Auswahl der
berührten
Häfen –
[74]
I.
„Dalmatien“
03.–12.02.1909
Adria
Triest
– Korfu /
Cattaro –
I.
„Zum Karneval
von Nizza“
01.–16.02.1912
Mittelmeer
Triest-Genua
– Palermo /
Syrakus –
I.
„Dem Frühling
entgegen“
08.–24.02.1913
Mittelmeer
Triest-Genua
Porto Rose
Pola /
Neapel –
I.
„Nach Sizilien
und Italien“
04.–19.02.1914
Mittelmeer
Triest-Genua
– Korfu /
Messina /
Neapel –
I.
„Syrien“
22.01.–17.02.1908
Mittelmeer
Triest
– Haifa /
Beirut –
II.
„Dalmatien“
15.–25.02.1909
Adria
Triest
– Porto Rose /
Pola –
I.[75]
„Vergnügungsfahrt
von Triest bis Genua“
12.–28.02.1910
Mittelmeer
Triest-Genua
– Palermo /
Syrakus –
I.
„Karneval
in Nizza“
09.02.–01.03.1911
Mittelmeer
Triest-Genua
– Palermo /
Syrakus –
II.
„Frühling
im Süden“
18.02.–03.03.1912
Mittelmeer
Genua-Triest
– Palermo /
Syrakus –
II.
„Dem Frühling
entgegen“
21.02.–10.03.1914
Mittelmeer
Genua
Villefranche /
Palermo –
I.
„Ostern in
Palästina
und Ägypten“
14.02.–10.03.1907
Mittelmeer
Triest
– Alexandria /
Haifa –
II.
„Süditalien,
Nordafrika,
und Riviera“
26.02.–24.03.1908
Mittelmeer
Triest
– Ajaccio /
Palermo –
III.
„Reise nach
Palästina
und Ägypten“
02.–27.03.1909
Mittelmeer
Triest
– Korfu / Haifa –
II.
„Von Genua nach
der Azurküste,
Sizilien, Korfu“
02.–16.03.1910
Mittelmeer
Genua-Triest
– Palermo /
Syrakus –
II.
„Nach Algerien
und Tunis“
04.–26.03.1911
Mittelmeer
Genua-Triest
– Palermo /
Syrakus –
III.
„Nach Nordafrika
und Italien“
05.–17.03.1912
Mittelmeer
Triest-Genua
– Palermo /
Syrakus –
II.
„Nach Sizilien
und Nordafrika“
26.02.–16.03.1913
Mittelmeer
Genua-Triest
– Korfu /
Gravosa –

(ohne
Zählung)
„Journalistenfahrt“
12.–14.03.1907
Adria
Triest
– Venedig /
Abbazia –
III.
„Ostern zur See“
04.–21.04.1908
Mittelmeer
Triest
– Palermo /
Malta –
III.
„Ostern in
Palästina
und Ägypten“
18.03.–10.04.1910
Mittelmeer
Triest
– Alexandria / Jaffa –
III.
„Karwoche in
Sevilla“
03.–30.04.1911
Mittelmeer
Triest-Genua
– Las Palmas /
Oran –
IV.
„An die Riviera
und nach
Nordafrika“
18.–31.03.1912
Mittelmeer
Genua-Triest
– Palermo /
Malta –
III.
„Osterreise
nach Tunis
und Tripolis“
19.03.–06.04.1913
Mittelmeer
Triest
– Malta /
Port Empdocle
III.
„Nach Sizilien und
Nordafrika“
12.–25.03.1914
Mittelmeer
Genua-Triest
– Korfu /
Gravosa –
II.
„Nordafrika,
Süditalien, Riviera“
17.03.–12.04.1907
Mittelmeer
Triest
– Alexandria /
Oran –
IV.
„Nach Nordafrika,
Spanien
und den
Kanarischen Inseln“
26.04.–26.05.1908
Mittelmeer
Triest
– Palermo /
Malta –
IV.
„Ostern
zur See“
01.–16.04.1909
Mittelmeer
Triest
– Messina /
Nauplia –
IV.
„Nach Nordafrika,
Spanien,
Kanarische Inseln“
16.04.–18.05.1910
Mittelmeer / Atlantik
Triest
– Algier /
Madeira –
V.
„Osterreise
nach Nordafrika“
03.–17.04.1912
Mittelmeer
Triest
– Palermo / Malta –
IV.
„Osterreise
nach Sizilien,
Afrika und nach
der Oase Gabes“
28.03.–17.04.1914
Mittelmeer
Triest
– Palermo /
Malta –
III.
18.04.– 18.05.1907
Mittelmeer / Atlantik
Triest
– Cadiz /
Lissabon /
Algier –
V.
„Nach Spanien
und den
Kanarischen Inseln“
21.04.–22.05.1909
Mittelmeer / Atlantik
Triest
– Madeira /
Tunis –
IV.
„Nach Nordafrika,
Sizilien
und Dalmatien“
02.–16.05.1911
Mittelmeer
Genua-Triest
– Catania /
Gravosa –
VI.
„Nach Spanien
und den
Kanarischen Inseln“
20.04.–19.05.1912
Mittelmeer / Atlantik
Triest-Genua
– Algier /
Madeira /
Gibraltar –
IV.
„Nach Marokko
und den
Kanarischen
Inseln“
11.04.–12.05.1913
Mittelmeer / Atlantik
Triest-Genua
– Algier /
Madeira –
V.
„Nach
Marokko, den
Kanarischen
Inseln und
Spanien“
21.04.–21.05.1914
Mittelmeer / Atlantik
Triest-Genua
– Tanger /
St. Cruz /
Málaga –
V.
„Pfingsten
zur See“
01.06.–12.06.1908
Mittelmeer
Triest
– Malta /
Tunis –
VI. „Pfingsten
zur See“
24.05.–12.06.1909
Mittelmeer
Triest-Genua
– Palermo /
Civitavecchia
V.
25.05.–09.06.1910
Mittelmeer / Atlantik
Triest-Genua
– Syrakus /
Teneriffa –
V.
„Rund um
Italien“
20.05.–05.06.1911
Mittelmeer
Triest-Genua
– Tunis /
Neapel –
V.
„Nach Spanien
und dem
Norden“
16.05.–05.06.1913
Mittelmeer / Atlantik
Genua-Amsterdam
Barcelona /
Gibraltar
VI.
„Nach Spanien,
Portugal
und dem Norden“
24.05.–15.06.1914
Mittelmeer / Atlantik
Genua-Amsterdam
Valencia /
Málaga /
Cowes
IV.
„Nach Griechenland
Konstantinopel
und Kleinasien“
25.05.–16.06.1907
Mittelmeer
Triest
Ephesus /
Mykene /
Venedig –
VI.
„Nach Spanien,
Portugal und
Ostende“ –
14.06.–01.07.1908
Mittelmeer / Atlantik
Triest-Bremerhaven
– Gibraltar /
Ostende
VII.
„Vergnügungsreise“
14.06.–02.07.1909
Mittelmeer / Nordsee
Genua-Hamburg
– Málaga /
Ryde
VI.
„Bäderreise“
12.–30.06.1910
Mittelmeer / Nordsee
Genua-Hamburg
– Algier /
Tanger –
VI.
„Nach Spanien,
und Nordafrika“
07.06.–01.07.1911
Mittelmeer / Atlantik
Genua
Tanger /
Neapel –
VII.
„Nach dem
Norden“
24.05.–24.06.1912
Mittelmeer / Nordsee
Genua-Hamburg
– Algier /
Tanger /
Bayonne
VI.
„Nordische
Städtereise“
09.06.–04.07.1913
Ost- und Nordsee
Amsterdam
Göteborg /
Kronstadt /
Christiania
VII.
(I. Nordlandsfahrt)
„Nordische
Städtereise“
19.06.–08.07.1914
Ost- und Nordsee
Amsterdam
Brunsbüttel /
Nor[h]eimsund
[76]
(I. Nordlandreise)
04.–18.07.1907
Nordsee
Bremerhaven-Kiel
Bergen /
Kopenhagen –
VII.
(I. Nord-
landreise)
04.–31.07.1908
Ost- und Nordsee
Bremerhaven-Kiel
Aberdeen /
Spitzbergen –
VIII.
(I. Nordlandreise)
Ost- und Nordsee
06.–30.07.1909
Hamburg
– Stockholm /
Bergen –
VII.
(I. Nordlandsreise) „Nordkap und
Spitzbergen“

09.–28.07.1910
Ost- und Nordsee
Hamburg
– Stockholm /
Bergen /
Molde
VIII.
(I. Nordlandsfahrt)
„I. Reise
nach Norden“
29.06.–19.07.1912
Ost- und Nordsee
Hamburg
– Stockholm /
Bergen –
VII.
(I. Nordlandreise)
„Nach dem
Wikingerland“
07.–31.07.1913
Nordsee
Amsterdam
Aalesund /
Narvik /
Odda
VIII.
(II. Nordlandsfahrt)
„Nach dem
Wikingerland“
11.–31.07.1914
Nordsee
Amsterdam
Hellesylt /
Lyngenfjord /
Bergen
[76]
(II. Nordlandreise)
20.07.–17.08.1907
Nordsee
Kiel-Bremerhaven
– Hammerfest /
Spitzbergen –
VIII.
(II. Nord-
landreise)
03.–31.08.1908
Ost- und Nordsee
Kiel-Bremerhaven
Loen /
Spitzbergen –
IX.
(II. Nordlandreise)
02.–29.08.1909
Nordsee
Hamburg
– Tromsö /
Spitzbergen –
VIII.
(II. Nordlandreise)
02.–29.08.1910
Nordsee
Hamburg
– Tromsö /
Spitzbergen –
VII.
„Zur Römischen
Ausstellung
nach Sizilien
und Dalmatien“
(Ärztereise)
05.–25.08.1911
Mittelmeer
Genua-Triest
Giardini /
Taormina /
Jaffa –
IX.
(II. Nordlandreise)
„II. Reise
nach Norden“
22.07.–04.08.1912
Nordsee
Hamburg
– Gudvangen /
Bergen /
Loen
VIII.
(II. Nordlandsfahrt)
„Nach Spitzbergen
und dem
Ewigen Eise“
04.–31.08.1913
Nordsee
Amsterdam
– Tromsö /
Spitzbergen –
IX.
(III. Nordlandsfahrt)
„Nach Spitzbergen
und dem
Ewigen Eise“
03.–30.08.1914
Nordsee
Amsterdam

Ausgefallen:
Beginn des
Ersten Weltkriegs
V.
„Mittelmeerreise von
Bremerhaven
nach Triest“
19.08.–08.09.1907
Mittelmeer
Bremerhaven-Triest
– Lissabon /
Palermo –
X.
„Bäderreise“
02.–29.09.1909
Nordsee / Mittelmeer
Hamburg-Triest
Ryde /
Le Havre
IX.
„Bäder-Reise“
02.–26.09.1910
Nordsee / Mittelmeer
Hamburg-Genua
– Amsterdam /
Algier –
VIII.
„Sommerreise nach
Griechenland,
Türkei und
der Krim“
28.08.–25.09.1911
Mittelmeer
Triest
Yalta /
Livadia /
Olympia
X.
(III. Nordlandsfahrt)
„III. Reise nach Norden
bis zum Nordkap
08.–31.08.1912
Nordsee
Hamburg
– Tromsö /
Nordkap –
X.
„Bäderreise“
01.-28.09.1914
Nordsee / Mittelmeer
Amsterdam-Triest

Ausgefallen
VI.
„Vergnügungsfahrt
in die Krim“
11.09.–08.10.1907
Mittelmeer /
Schwarzes Meer
Triest
Dikili /
Sebastopol
IX.
05.09.–01.10.1908
Atlantik /
Mittelmeer
Bremerhaven-Triest
– Cadix /
Lissabon –
XI.
„Nach Tunis
Sizilien und Italien“
06.–24.10.1909
Mittelmeer
Triest
– Korfu /
Messina –
X.
Vergnügungsfahrt
29.09.–17.10.1910
Mittelmeer
Genua-Triest
– Ajaccio /
Tunis –
IX.
„Offiziersreise 1911“
28.09.–29.10.1911
Mittelmeer
Triest
– Neapel /
Tunis /
Malta
XI.
„Zu den Badeorten
und Nordafrika“
03.09.–01.10.1912
Nordsee / Mittelmeer
Hamburg-Triest
– Cadiz /
Algier –
IX.
„Bäderreise“
04.–29.09.1913
Nordsee / Mittelmeer
Amsterdam-Triest
Lissabon /
Algier –
XI.
„Nach Dalmatien,
Albanien, Sizilien
und Tunis“
03.–19.10.1914
Mittelmeer
Triest

Ausgefallen
VII.
„Süditalien,
Spanien und
Nordafrika“
12.10.–12.11.1907
Mittelmeer
Triest
Malta /
Patras
X.
„Offiziersreise“
08.–29.10.1908
Mittelmeer
Triest
– Tunis / Cagliari –
[77]
X.
„Reise nach
Griechenland,
Türkei und
der Krim“
03.10.–02.11.1913
Mittelmeer /
Schwarzes Meer
Triest
Dardanellen /
Jalta /
Nauplia
XII.
„Herbstreise
nach dem Süden“
23.10.–10.11.1914
Mittelmeer
Triest

Ausgefallen
VIII.
„Süditalien,
Ägypten und
Griechenland“
17.11.–16.12.1907
Mittelmeer
Triest
– Alexandria /
Piräus –
XI.
„Ärztliche
Studienreise“
10.11.–05.12.1908
Mittelmeer
Triest
– Malta /
Genua –
XII.
II. Österreichische
Ärztereise
04.11.–04.12.1909
Mittelmeer
Triest
– Alexandria /
Korfu –
X.
III. Österreichische
Ärztereise
05.11.–06.12.1911
Mittelmeer
Triest
– Alicante /
Gibraltar /
Algier –
IX.
„Weihnachten
auf dem Meere“
21.12.1907–
01.01.1908
Adria
Triest
– Abbazia /
Venedig –
XII.
„Weihnachten
auf dem Meere“
21.12.1908–
05.01.1909
Adria
Triest
– Abbazia /
Gravosa –

FußnotenBearbeiten

  1. Annuario Marittimo per l'anno 1913. Lloyd Austriaco, Trieste 1913, S. LXXVI
  2. Die Abbildung wurde entnommen: Georg Pawlik, Dieter Winkler (Hrsg.): Österreichischer Lloyd. Die Dampfschiffahrtsgesellschaft 1836–1918. Graz 1986, S. 40.
  3. Der Österreichische Touristenclub und der Wissenschaftliche Club, beide Wien, haben mit der Thalia Vergnügungsfahrten unternommen: Reisebericht von einer Nilreise im Jahr 1892 im Znaimer Wochenblatt vom 6. April 1892 (ANNO Digitalisat) und Zeitungsankündigung in Dillinger’s Reisezeitung vom 1. April 1897 (ANNO Digitalisat).
  4. a b c Daten laut Miramar Ship Index
  5. a b Almanacco per il Personale di Camera e Cucina addetto al servizio del Lloyd Austriaco, Tip. Morterra & C., Trieste 1898, S. 39 (Flotta del Lloyd Austriaco)
  6. Autorenkollektiv: Der Lloyd in Triest gestern – heute – morgen. Triest 1987, S. 40.
  7. Vergleiche dazu die Positionsnachrichten in der Presse von 1889 , 1892 und 1894.
  8. Deutsches Volksblatt vom 4. April 1906 ([1]), (Linzer) Tages-Post vom 25. April 1906 ([2])
  9. Für 1906 liegt ein Werbeprospekt „Österreichischer Lloyd. III. Vergnügungsreise vom 2. bis 21. Oktober 1906“ für eine Fahrt im Mittelmeer vor. Auch in der Wiener Zeitung vom 17. April 1906 (ANNO) und vom 10. Oktober 1906 (ANNO Digitalisat) wird von Vergnügungsfahrten der Bohemia berichtet.
  10. Charterfahrt des Österreichischen Touristenklub im April 1906 laut Wiener Zeitung vom 6. März 1906 (ANNO online) und Werbung im Pilsner Tagesblatt vom 2. Dezember 1906 (ANNO Digitalisat)
  11. Mittelmeer. Karl Baedeker Verlag, Leipzig 1909, S. XVIII
  12. a b c d e „Allgemeine Bestimmungen und besondere Bemerkungen“, Vergüngungsfahrtenprogramm für das Jahr 1909 sowie 4 Deckspläne in: Österreichischer Lloyd: Thalia-Vergnügungsfahrten 1909. Verlag des Österreichischen Lloyd, Triest 1909, 24 S.
  13. a b Undatierter Decksplan als Beilage zu Österreichischer Lloyd. Triest: ‚Thalia‘. Vergnügungsfahrten. Frühjahr 1913
  14. Vergleiche dazu die Webseite zur Kaufkraftparität des Gulden und der Krone zum Euro.
  15. Österreichischer Lloyd Triest (Hrsg.): Handbuch für Passagiere No. 8, 1908/9. Triest, S. 5
  16. Grazer Tagblatt vom 19. März 1907 (ANNO Digitalisat).
  17. In der Vorankündigung zu den Vergnügungsfahrten der Thalia im 1. Halbjahr 1914 sind bis 1913 73 Reisen angeführt. Hinzu kommen die in der Werbebroschüre angekündigten sechs Fahrten bis zum 15. Juni 1914 (Österreichischer Lloyd - Triest (Hrsg.): THALIA. Vergnügungsfahrten Frühjahr 1914. S. 3), an die sich bis zum 1. August 1914 noch zwei der drei geplanten Nordlandfahrten anschlossen.
  18. Vergleiche zu Arturo Castiglioni die Italienische Wikipedia.
  19. Der Fremdenverkehr vom Sonntag, dem 3. Mai 1908 (ANNO Digitalisat).
  20. Mayer u. Winkler: In allen Häfen war Österreich. Wien 1987, S. 99
  21. Der Verlauf einer solchen Reise wird von Adalbert Graf Sternberg in Fortsetzungsartikeln vom September und Oktober 1908 im Neuen Wiener Tagblatt (Ia, Ib, II, III und IV) geschildert.
  22. Agramer Zeitung vom 2. Juli 1907 (Digitalisat).
  23. Meyers Reisebücher. Das Mittelmeer. Bibliographisches Institut, Leipzig und Wien 1907, Anhang: Nützliche Adressen für die Reisenden, S. 4. Die Werbung von Kapt. Bades Söhne stammt aus einem Reiseführer, dessen Angaben zu Dampferverbindungen mit „Stand vom Januar 1907“ aufgenommen sind. Damit kann sich die Werbung nur auf die beiden geplanten Polarfahrten der Thalia für den Sommer 1907 beziehen. Diese wurden dann mit veränderten Terminen durchgeführt, nämlich vom 4. bis 18. Juli – hier wurde nur das westliche Norwegen angefahren – und vom 20. Juli bis 17. August.
  24. Besprechung eines Telegramms des Kapitäns von Bretfeld in den Innsbrucker Nachrichten vom 8. August 1907 (ANNO Digitalisat)
  25. Erst im September 1907 startete Wellman mit seinem Luftschiff America zu einem, allerdings erfolglosen, Versuch.
  26. Neues Wiener Tagblatt (Tages-Ausgabe), 3. Juli 1907, S. 12 (ANNO online)
  27. Vergleiche die Passagierliste mit den Einträgen „Geheimrat Prof. Dr. Fraenkel, Halle a.S.“ (so ist er auch in Mitgliederliste – Internet Archive der Leopoldina von 1910 geführt), „Prof. Dr. Kausch, Berlin“ und „Bürgermeister Blüher, Freiberg i.S.“.
  28. John T. Reilly: Greetings from Spitsbergen. Tourists at the Eternal Ice 1827–1914. Tapir Academic Press, Trondheim 2009, ISBN 978-82-519-2460-3. S. 101 (englisch)
  29. Der Kurarzt Dr. George Wege, der zunächst im Lahmann-Sanatorium tätig war, führte später mit Dr. Wällnitz das Sanatorium „Dresdner Heide“. Vergleiche dazu Dresden und das Elbgelände, 1905, S. 57 (books.google.de). Wege war 1876 in Ströhen geboren und verstarb am 15.5.1931 in Dresden. Als Kurarzt war er aus Sicht des Österreichischen Lloyd besonders prädestiniert, durch die eigene Fahrtteilnahme später Werbung für die Kreuzfahrten der Thalia auch in Deutschland zu machen (vgl. die Werbung in den Münchner Fliegenden Blättern vom 15. Juli 1910 (digi.ub.uni-heidelberg.de)).
  30. Notiz in der Wiener Zeitung vom 6. Oktober 1907 (ANNO Digitalisat).
  31. Kurzbiografie: 1885-1889 besuchte Hujer die und Kunstgewerbliche Fachschule in Gablonz an der Neiße, danach studierte er an der Kunstgewerbeschule Wien. Studienreisen führten ihn nach Frankreich, England, Belgien und Deutschland. 1900 bis 1937 lehrte er an der Wiener Fachschule für Gold- und Silberschmiede. 1943 erhielt er den Goldenen Lorbeer des Wiener Künstlerhauses (vgl. Lothar Hölbling: Medaillen der Wissenschaft: die Sammlung des Archivs der Universität Wien. S. 149). Siehe auch: den Eintrag zu Ludwig Hujer in der englischsprachigen Wikipedia.
  32. Abbildung der Medaille
  33. Vergleiche die Zeitungshinweise für 1908 in Der Fremdenverkehr vom 8. November 1908 (Digitalisat), 1909 im Prager Tagblatt vom 8. August 1909, S. 10 (ANNO Digitalisat) und in Internationale klinische Rundschau, 1909, Nr. 27 (Digitalisat) sowie 1911 in der Monatsschrift für den Orient vom Juli 1911 (Digitalisat).
  34. Czernowitzer Allgemeine Zeitung vom 6. Mai 1911 (ANNO Digitalisat).
  35. Zur mitternächtigen Sonne. in: Neuigkeits-Welt Blatt vom 20. Juni 1909 (ANNO Digitalisat) und Die Nordlandreise des Schubertbunds. in: Deutsches Volksblatt vom 24. Juni 1909 (ANNO Digitalisat) und 4. Juli 1909 (ANNO Digitalisat)
  36. Die Nordlandreise des Schubertbunds. in: Die Neue Zeitung vom 19. Juni 1909 (ANNO Digitalisat) und Die Aegypten-Reise des Wiener Männergesang-Vereins. in: Illustrierte Kronen Zeitung vom 23. März 1905 (ANNO Digitalisat).
  37. Webseite der Thalia Sas di M. Eliseo & C. (Online).
  38. a b Der Fremdenverkehr (Nr. 51) vom 18. Dezember 1910 (ANNO Digitalisat)
  39. Dr. Hans Widmann: Von der Flottenvereinsreise auf der „Thalia“. in: Salzburger Volksblatt vom 9. Juli 1912 (ANNO Digitalisat); vergleiche auch die Webseite: Vom Flottenverein zum Marineverband.
  40. Auf diese Reise, bei der den Mitgliedern eine Preisermäßigung von 10 % eingeräumt wurde, wies ein Prospekt mit den Reisestationen und Preisen in der Ballspende des 1. Vereinsballs am 14. Januar 1912 in den Wiener Musiksälen hin.
  41. Innsbrucker Nachrichten, 1. März 1913 (ANNO Digitalisat)
  42. Gothaisches genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser (8. 1858), S. XXVIII
  43. Fremden-Blatt, 4. März 1915, S. 6 (ANNO Digitalisat)
  44. Vgl. die Zeitschrift DE PRINS der geillustreerde bladen vom 13. März 1915, S. 132 archiver.rootsweb.ancestry.com.
  45. Der am 30. November 1874 in Wien geborene Komponist († 1943) hatte in Wien Musik studiert und war 2 Jahre lang Schüler von Franz Schreker. Er schuf, teilweise unter dem Pseudonym B. K. Skutecky (es war vom Geburtsnamen seiner Mutter Betti Skutecky abgeleitet), viele volkstümliche Lieder, wie „Walzermärchen“, „Ob Donau oder Rhein“, „Slowakenlied“ (Handbuch österreichischer Autorinnen und Autoren jüdischer Herkunft 18. bis 20. Jahrhundert. hrsg. von der Österreichischen Nationalbibliothek. Redaktion: Susanne Blumesberger, Saur, München 2002, Bd. 2. J–R, S. 619 Nr. 4742). Er wurde in der 3. Generalversammlung 1914 in den Vorstand des „Oesterreichischen Komponisten-Clubs“ (Wien IV., Schönbrunner Straße 1), der Vorgängerinstitution des seit 1916 bestehenden Österreichischen Komponistenbunds, gewählt. Nach dem sog. Anschluss Österreichs wurde Kaempfner, damals wohnhaft in der Silbergasse 18 (Wien XIX.), als Jude am 1. Dezember 1938 aus der Reichsmusikkammer ausgeschlossen (Eintrag im Lexikon verfolgter Musiker und Musikerinnen der NS-Zeit, hg. von Claudia Maurer Zenck, Peter Petersen, Sophie Fetthauer (seit Juli 2014), Universität Hamburg, Hamburg seit 2005). Bis 1940 war er in Wien gemeldet, zuletzt in der Formanekgasse 2 (XIX.) als „B. Israel Kämpfner“ (digital.wienbibliothek.at). Er starb 1943 im Londoner Exil (TheMusicSack).
  46. Zur Biografie von Giuseppe Bamboschek vergleiche die englische Wikipedia.
  47. Miroslav Hubert: Do světa s parníky Rakouského Lloydu. Mare-Czech, Praha 2010, S. 71 (Abbildung des Musik-Programms zum Kapitaens-Diner vom 4. Juni 1911)
  48. Österreichischer Lloyd: Thalia-Vergnügungsfahrten 1907. (II. Halbjahr). Verlag des Österreichischen Lloyd, Triest 1907, S. 53 f.
  49. Unter den Fahrtteilnehmern war hier der hochrangige österreichische Militär Johann Cvitkovic (Kommandant der k.u.k. Kriegsschule von 1901 bis 1906, austro-hungarian-army.co.uk).
  50. Prager Abendblatt vom 25. August 1908 (ANNO Digitalisat) und Grazer Tagblatt vom 26. August 1908 (ANNO Digitalisat).
  51. Prager Tagblatt vom 17. Oktober 1908 (ANNO Digitalisat).
  52. Aus einer Anzeige im Fremdenverkehr vom 17. Mai 1914 war für das laufende Jahr der Plan von drei Nordlandreisen ersichtlich (ANNO Digitalisat) – ebenso: Der Morgen. Wiener Montagblatt vom 6. Juli 1914 (ANNO Digitalisat) und befand sich die Thalia nach vollständiger Absolvierung der zweiten Fahrt seit dem 30. Juli 1914 in Amsterdam (Pester Lloyd vom 4. August 1914 (ANNO Digitalisat)).
  53. Neue Freie Presse 19. Juli 1914 (ANNO Digitalisat) und Reichspost 2. August 1914 (ANNO Digitalisat)
  54. Oskar Stark: Eine versunkene Welt. Rohrer, Wien u. Wiesbaden 1959, S. 147, und Max Smolensky: Die Stellung und Bedeutung und des Oesterreichischen Lloyd, der Austro-Americana und der Freien Schiffahrt im Aussenhandel Oesterreichs. Inaugural-Dissertation der Universität Zürich 1916, S. 41
  55. Fremden–Blatt vom 15. April 1915 (ANNO Digitalisat).
  56. Neues Wiener Journal vom 8. Juni 1916 (ANNO Digitalisat)
  57. Neue Freie Presse vom 5. Oktober 1918 (ANNO Digitalisat)
  58. Abwrackungszeitpunkt laut Webseite Clydeships (engl.)
  59. Vergleiche beispielhaft das Programm der Orientfahrten 1909. Jul. Bolthausen, Solingen, 1. Umschlagseite, mit den „Vergnügensfahrten 1909 des Oesterreichischen Lloyd mit dem Luxusdampfer ‚Thalia‘“ (Februar bis November–Dezember).
  60. Die Muskete vom 1. Juli 1909, Wien Bd. VIII Nr. 196 (ANNO online), und 8. Mai 1913, Wien Band XVI Nr. 397 (ANNO Digitalisat).
  61. Ausweislich der Aufstellung der Forschungsgemeinschaft Nordische Staaten im Bund der Philatelisten e. V. wurden zwischen 1907 und 1917 vier Motive ohne Wertangabe gedruckt. Diese tragen im Muster oben die Angaben „ÖSTERREICHISCHER LLOYD“ und „‚THALIA‘“, und sie liegen gezähnt und geschnitten vor. Die Werte in Blau und Grün kommen zusätzlich in einem blasseren Farbton sowie im Duckklischee ohne den Namen „‚THALIA‘“ und mit der veränderten Schreibweise „OESTERREICHISCHER LLOYD“ vor; ihr Ausgabedatum ist nicht bekannt. Somit liegen insgesamt zehn Werte vor (Abbildungen).
  62. Zusätzlich zur regulären Frankatur kam eine Vignette von W. Bade, Wismar: „10 (?) POLAR-POST“ zur Verwendung. Vergleiche die Ausgabedaten nebst Abbildungen auf der Homepage der Forschungsgemeinschaft Nordische Staaten im Bund der Philatelisten e. V., abgerufen am 24. Februar 2018.
  63. Die Karte mit der Abbildung des Hammerfester Meridiansteins wurde mit einer 1 Øre-Dauermarke frankiert, die mit einer Gefälligkeitsabstempelung vom 9. August 1909 entwertet und zusätzlich mit einem violetten Zweizeilenstempel: CAMP WELLMAN / DANES ISLAND. SPITZBERGEN versehen wurde.
  64. Publizistisches Bureau des Österreichischen Lloyd (Hrsg.): Fünfundsiebzig Jahre österreichischer Lloyd 1836–1911. Österreichischer Lloyd, Triest 1911, S. 121
  65. Katalin Teller beschreibt Meraviglia in ihrem Aufsatz „‚Der heißblütige Dalmatiner‘. Reiseschriftstellerinnen und Reiseschriftsteller in Dalmatien und Bosnien-Hercegovina vom Ende des 19. bis zum frühen 20. Jahrhundert“ (in: Transdifferenz und Transkulturalität: Migration und Alterität in den Literaturen und Kulturen Österreich-Ungarns. Transcript Verlag 2018, S. 361 ff.) als Grazer Salonnière, die zumeist auf Reisen war, deren Schilderungen allerdings schon als „Auslaufmodell [.] des Berichts über Bildungsreisen“ zu charakterisieren sind.
  66. Vergleiche die zeitgenössische Werbung für diesen Band in Der Fremdenverkehr vom 8. Oktober 1911 (ANNO-Digitalisat).
  67. Thalia. Vergnügungsfahrten 1907 (II. Halbjahr). Österreichischer Lloyd, Triest 1907. Weitere Quellen in Periodika (ANNO-Digitalisate von Das Vaterland): 14. Februar 1907, 18. April 1907, 3. Mai 1907.
  68. Mittelmeerdienst. Österreichischer Lloyd, Triest 1908. Weitere Quellen in Periodika (ANNO-Digitalisate): Das Vaterland, 28. Februar 1908, Allgemeine Sport-Zeitung, 15. März 1908, Das Vaterland, 22. März 1908, Czernowitzer Allgemeine Zeitung vom 2. August 1908, Das Vaterland, 20. September 1908.
  69. Thalia. Vergnügungsfahrten / Frühjahr / 1909 und Voyages de Plaisir. beide: Österreichischer Lloyd, Triest 1909. Weitere Quellen in Periodika (ANNO-Digitalisate): anno, anno, anno.
  70. Eildienst / Triest-Alexandrien / Levante, Dalmatien, / Indien, Ostasien. Vergnügungsfahrten. Österreichischer Lloyd, Triest oJ [1910]. Viaggi di piacere 1910. Lloyd austriaco, Trieste. Weitere Quellen in Periodika (ANNO-Digitalisate): anno, digi.ub.uni-heidelberg.de.
  71. Quellen in Periodika (ANNO-Digitalisate): anno, anno, anno, anno, anno, anno, anno.
  72. Servizio dell’Adriatico. Lloyd Austriaco Trieste 1912, S. 21.
  73. Thalia. Vergnügungsfahrten / Frühjahr / 1913. Österreichischer Lloyd, Triest 1913, und Nach Dalmatien. Österreichischer Lloyd Triest oJ [1913], S. 12
  74. Thalia. Vergnügungsfahrten / Frühjahr / 1914 und Thalia. Vergnügungs- und Nordlands-Fahrten / Sommer – Herst 1914. beide: Österreichischer Lloyd, Triest 1914
  75. Passagierliste für die Fahrt
  76. a b Aufgrund der Vercharterung des Schiffs wird diese Reise nicht beim Österreichischen Lloyd gezählt. Die Reise wurde von dem in Wismar ansässigen Reiseveranstalter Kapitän Bades Söhne veranstaltet.
  77. Die Fahrt war als Vergnügungs- und Studienreise für Offiziere zu ermäßigten Teilnehmerpreisen konzipiert (Vaterland vom 20. September 1908 anno.onb.ac.at).