Techno-Club

spezielle Form einer Diskothek

Unter einem Techno-Club versteht man die spezielle Form einer Diskothek, in der ausschließlich Techno oder elektronische Musik gespielt wird. Techno-Clubs haben oft den Anspruch, weniger kommerziell zu sein als Großveranstaltungen und die Sache der Szene in den Mittelpunkt zu stellen.

Techno-Club in einer alten Industriehalle in Berlin
Party im Stammheim

Die meisten Clubs haben feste Resident-DJs, die dort in regelmäßigen Abständen spielen und das Image und den musikalischen Stil des Clubs mitprägen. Daneben legen unregelmäßig Gast-DJs auf. In den bekannteren Techno-Clubs treten oft internationale Stars der Szene (z. B. Sven Väth, Richie Hawtin, WestBam) auf.

Im Gegensatz zu traditionellen Diskotheken sind in der Technoszene oft leerstehende Industrie-, Werks- und Lagerhallen beliebte Räumlichkeiten. Oft sind die Clubs auch nach dem früheren Zweck der Räumlichkeit benannt, wie Tresor (Tresorräume des Kaufhauses Wertheim), Bunker, Rohstofflager oder E-Werk.

Allerdings ist der Übergang zu herkömmlichen Diskotheken eher fließender Natur, da insbesondere in vielen Großraumdiskotheken auch mehr oder minder regelmäßig Techno-Veranstaltungen stattfinden.

Neben teilweise mehreren Tanzflächen besitzen die meisten Clubs einen sogenannten Chill-Out-Bereich, der den Gästen Sitzgelegenheiten und eine entspannende Atmosphäre bieten soll.

Technoclub-VeranstaltungsreiheBearbeiten

Technoclub ist auch der Name einer erfolgreichen Veranstaltungsreihe (und der zugehörigen Tonträger-Compilations) des deutschen Musikproduzenten und DJs Talla 2XLC.

GeschichteBearbeiten

1977 eröffnete das Warehouse in Chicago und etablierte sich Anfang der 1980er Jahre zum ersten Club in dem überwiegend House und Elektronische Musik gespielt wurde. In West-Berlin fanden ab 1988 im Ufo erste Acid-House-Partys im Ambiente späterer klassischer Techno-Clubs statt. Unmittelbar nach der Wende entstanden besonders im Osten der Stadt mit dem Aufkommen der Technoszene die ersten einflussreichen Techno-Clubs. Prägend zu dieser Zeit waren der Planet und sein Nachfolger E-Werk, der Tresor und der Bunker. 1988 eröffnete das Omen in Frankfurt am Main und entwickelte sich unter dem Betreiber und Resident-DJ Sven Väth schnell zum internationalen Szenetreffpunkt im Rhein-Main-Gebiet.

Schnell entstanden auch erste Afterhour-Clubs wie der Babalu Club (1990–1994) in München oder der Walfisch (1991–1993) und das Exit (1993–1994) in Berlin, die erst in den frühen Morgenstunden öffneten und an nächtliche Veranstaltungen anknüpften.

Während die verschiedenen Spielarten des Techno im Laufe der 1990er Jahre zunehmend auseinanderdrifteten, eröffneten auch die ersten Clubs die sich auf einzelne Sparten konzentrierten. So spezialisierten sich beispielsweise das Milk! auf Drum and Bass und der Natraj Temple auf Goa.

Bekannte Techno-ClubsBearbeiten

Ehemalige ClubsBearbeiten

Aktive ClubsBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Afterhour – Elektronische Musik in Nürnberg auf medienwerkstatt-franken.de, von 2019, abgerufen am 14. April 2020.
  2. Die Rakete – international Top 10! auf curt.de, vom 16. Februar 2014, abgerufen am 13. April 2020.
  3. FAZEmag Jahrespoll 2021: Club - FAZEmag -. In: FAZEmag -. 10. Februar 2022 (fazemag.de [abgerufen am 15. Februar 2022]).
  4. FAZEmag Jahrespoll 2021: Club - FAZEmag -. In: FAZEmag -. 10. Februar 2022 (fazemag.de [abgerufen am 15. Februar 2022]).