Tatort: Requiem

Episode der Fernsehserie Tatort

Requiem ist eine Folge der Krimireihe Tatort, die am 25. September 2005 erstmals ausgestrahlt wurde. Es ist der 14. Fall von Inga Lürsen. In dieser Folge bekommt sie es mit einem Serienmörder im Polizeidienst zu tun, der sie und ihre Tochter in seine Gewalt und somit in Lebensgefahr bringt. Er fingiert sogar ihren Tod.

Episode der Reihe Tatort
OriginaltitelRequiem
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Produktions-
unternehmen
Bremedia
Länge 89 Minuten
Einordnung Episode 607 (Liste)
Erstausstrahlung 25. September 2005 auf Das Erste
Stab
Regie Thorsten Näter
Drehbuch Thorsten Näter
Produktion Kirsten Lukaczik
Musik Frank Buermann
Kamera Achim Hasse
Schnitt Elke Schloo
Besetzung

HandlungBearbeiten

Ein Mann wird zu Beginn verfolgt. Er fragt verzweifelt, was der Verfolger von ihm will. Wenn es um die Übernahme gehe, dann könne man doch in Ruhe über alles reden. Dann fragt er den Verfolger, den er nicht erkennt, ob er Ludwig ist, dann wird er erschossen.

Am Fundort der Leiche finden sich Lürsen und Stedefreund ein, der Tote ist Gerd Walberg, ein bekannter Geschäftsmann. Das Haus seines Bruders Ludwig Walberg wird durchsucht, in seinem Auto wird das Blut von Gerd Walberg gefunden. Ludwig Walberg wird verhaftet, er bestreitet die Tat und sagt, dass er seinen Bruder geliebt hat. Beide waren gleichberechtigte Geschäftsführer des Space Parks in Bremen und hatten Differenzen um die Geschäftsführung. Lürsen ist die Lösung des Falles zu einfach und sie fragt den Gerichtsmediziner Martin Lohmann, ob es möglich sei, dass die Spuren absichtlich gelegt wurden. Doch dieser glaubt das nicht. Ein Radarfoto identifiziert Ludwig Walberg als Fahrer des Wagens, in dem das Blut gefunden wurde, am Tatabend. Er bezeichnet das Foto als Fälschung, nur Lürsen glaubt ihm. Er erzählt ihr, dass er den Space Park erhalten wollte, dass viele Spekulanten aber den Untergang des Space Parks gewollt haben und ihm Gerd Walbergs Geschäftsphilosophie missfiel. Kurz darauf erleidet er einen Herzinfarkt. Als Lürsen in ihr Auto steigt, explodiert eine dort platzierte Bombe.

Wenige Tage darauf findet Lürsens Beerdigung statt. Lürsens Tochter Helen Reinders sagt Stedefreund, dass sie sicher ist, dass ihre Mutter noch am Leben sei. Tatsächlich wacht Lürsen gefesselt in einem weißen Raum auf, neben ihr liegt der Gerichtsmediziner Martin Lohmann, der ihr erzählt, dass er Ludwig Walbergs Tod durch Kontaktgift herbeigeführt hat. Er gibt zu, auch Gerd Walberg getötet zu haben und erzählt ihr, dass er ihr immer nahe sein wollte.

Stedefreund erfährt von seinem Kollegen Charly, dass der Sprengstoff von der Polizei sichergestellt worden war und vor der Vernichtung plötzlich verschwand. Da niemand von außerhalb Zugriff auf den Sprengstoff hatte, kann der Täter nur aus Polizeikreisen stammen. Stedefreunds Vorgesetzte konfrontieren ihn mit angeblichen „Beweisen“, dass er Walberg-Aktien in einem geheimen Auslandsdepot besitzt und zudem finanzielle Probleme habe. Sie werfen ihn vor, Lürsen selbst getötet zu haben und suspendieren ihn vom Dienst.

Martin Lohmann gibt unterdessen Lürsen gegenüber zu, dass er auch das Radarfoto gefälscht hat, um Ludwig Walberg zu belasten. Er erzählt ihr auch, dass er vor Jahrzehnten die Freundin eines Kommilitonen, von dem er sich ignoriert fühlte, getötet hat, um die Spur auf ihn zu lenken. Dieser erhängte sich dann im Gefängnis. Insgesamt habe er über zwanzig Menschen ermordet. Als Martin Lohmann droht, auch ihre Tochter zu entführen, schlägt Lürsen ihn nieder, doch ihr Fluchtversuch misslingt, da sie nicht aus dem Versteck entkommen kann. Allerdings kann sie ihre Tochter anrufen, wird aber nach wenigen Sekunden von Martin Lohmann niedergeschlagen. Doch Helen Reinders weiß jetzt, dass ihre Mutter noch lebt und berichtet Stedefreund von dem Anruf. Auf ihrem Weg nach Hause spricht Martin Lohmann sie an und verschafft sich Einlass in ihre Wohnung unter dem Vorwand, neue Erkenntnisse zu haben, dass ihre Mutter doch nicht im Auto saß. Er bringt sie dazu, dass sie schreibt, sie hielte das nicht aus, niemand solle nach ihr suchen. Dann betäubt er sie mit einem Elektroschocker und hinterlässt den so fingierten Abschiedsbrief.

Helen Reinders wacht mit einem gebrochenen Arm im Space Park neben ihrer Mutter auf, der inzwischen klar ist, dass es Martin Lohmann hauptsächlich um die Befriedigung durch die Macht geht, die er über Menschen ausübt. Die Profite aus den Walberg-Spekulationen sind für ihn nur Nebensache. Außerdem solle Lürsen seine alten Fälle überprüfen, um so zu überprüfen, ob er Fehler gemacht habe. Jeder solle so von seiner Genialität erfahren. Lürsen versucht mithilfe ihrer Tochter in einen Lüftungsschacht zu klettern, doch bricht sie durch und landet in Martin Lohmanns Archivraum. Sie kann ihre Tochter aus dem anderen Raum befreien und beide versuchen, zu fliehen, erkennen aber rechtzeitig eine Sprengfalle an der Tür.

Silke, Helen Reinders’ Mitbewohnerin, sucht Stedefreund auf und zeigt ihm den „Abschiedsbrief“. Er erkennt, dass dieser nicht echt sein kann, es fehle ja auch die Unterschrift. Auch hat er inzwischen herausgefunden, dass der nächtliche Anruf von Martin Lohmanns Handy kam. Er sucht ihn auf, dieser behauptet allerdings, dass er Helen Reinders die DNA-Ergebnisse mitteilen wollte. Unterdessen erfährt Silke von einer Nachbarin, dass Helen letzte Nacht einen älteren Mann in ihre Wohnung gelassen hat. Auf einem Foto erkennt sie Martin Lohmann als diesen Mann.

Lohmann kommt wieder zum Versteck zurück. Lürsen versucht, den Feueralarm auszulösen, doch der Versuch misslingt, weil Lohmann den Alarm ausgeschaltet hat. Sie unterhält sich über Sprechfunk weiter mit ihm und sucht währenddessen einen Weg nach draußen und findet dabei Sprengstoff, der den ganzen Space Park in die Luft sprengen kann.

Stedefreund sieht sich in Martin Lohmanns Labor um und findet die Vorlage für die Formulierung, die Helen Reinders‘ Abschiedsbrief konstruieren sollte. Charly erzählt ihm, dass Lohmann sich sehr für Forensik und Sprengstoff interessiert. Sie finden zudem ein Stück Glas, dass aus dem Space Park stammen könnte. Der Provider informiert zudem Stedefreund darüber, dass der nächtliche Anruf aus dem Space Park kam.

Martin Lohmann informiert derweil Lürsen darüber, dass Sprengfallen auf Lürsens Kollegen warten. Lürsen flieht vor Lohmann, dieser kann sich aufrappeln und verfolgt Lürsen und ihre Tochter. Stedefreund und Helens Mitbewohnerin treffen im Space Park ein und lassen sich von einem Security-Mann Zutritt verschaffen. Lürsen verbrennt Lohmanns geliebte Akten, um ihn abzulenken, und entschärft rechtzeitig seine Sprengsätze, sodass Stedefreund ungefährdet durch die Tür kommen kann. Martin Lohmann will Lürsen erschießen, doch sie kann ihm Säure ins Gesicht kippen.

Helen Reinders wacht im Krankenhaus auf, ihre Mutter ist bei ihr. Lürsen erzählt ihrer Tochter, dass Martin Lohmann im Krankentrakt des Untersuchungsgefängnisses ist und, da er seine Akten gelöscht hat, wegen der gesamten Palette seiner Taten angeklagt wird. Lürsen und ihre Tochter söhnen sich am Krankenbett aus.

EinschaltquotenBearbeiten

Den Tatort Requiem sahen bei der Erstausstrahlung in Deutschland 8,34 Millionen Zuschauer ab drei Jahren, was einem Marktanteil von 23,7 % entsprach.[1]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. http://www.tatort-fundus.de/web/folgen/chrono/2000-bis-2009/2005/607-requiem.html, abgerufen am 5. September 2014.

WeblinksBearbeiten