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Tarbagatai (Burjatien, Tarbagataiski)

Dorf in Russland

Tarbagatai (russisch und burjatisch Тарбагата́й) ist ein Dorf (selo) in der Republik Burjatien (Russland) mit 4308 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Dorf
Tarbagatai
Тарбагатай
Föderationskreis Ferner Osten
Republik Burjatien
Rajon Tarbagataiski
Bevölkerung 4308 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Höhe des Zentrums 550 m
Zeitzone UTC+8
Telefonvorwahl (+7) 30146
Postleitzahl 671110
Kfz-Kennzeichen 03
OKATO 81 250 840 001
Geographische Lage
Koordinaten 51° 29′ N, 107° 22′ OKoordinaten: 51° 28′ 45″ N, 107° 21′ 45″ O
Tarbagatai (Burjatien, Tarbagataiski) (Russland)
Red pog.svg
Lage in Russland
Tarbagatai (Burjatien, Tarbagataiski) (Republik Burjatien)
Red pog.svg
Lage in Burjatien

GeographieBearbeiten

Der Ort liegt knapp 50 km Luftlinie südsüdwestlich der Republikhauptstadt Ulan-Ude am Flüsschen Kuitunka, etwa 8 km oberhalb von dessen Mündung von rechts in die Selenga.

Tarbagatai ist Verwaltungssitz des Rajons Tarbagataiski und Sitz der Landgemeinde Tarbagataiskoje selskoje posselenije, zu der neben dem Dorf Tarbagatai noch das Dorf Pesterewo gehört.

GeschichteBearbeiten

In dem seit der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts bekannten Dorf, das anfangs auch Pargabentei oder Tarbatai genannt wurde, siedelten sich ab 1765 Angehörige der altorthodoxen Glaubensgemeinschaft der Semeiskije an. Deren Bevölkerungsanteil betrug Anfang des 20. Jahrhunderts über 80 %. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts fand im Ort ein regional bedeutsamer Jahrmarkt statt.

1923 wurde Tarbagatai Zentrum eines Aimaks (Rajons). Dieser wurde 1961 aufgelöst, aber 1985 wiederhergestellt.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr Einwohner
1919 3391
1939 3092
1959 2989
1989 4618
2002 4253
2010 4308

Anmerkung: ab 1939 Volkszählungsdaten

VerkehrBearbeiten

Durch Tarbagatai verläuft die Fernstraße M55, die Irkutsk mit Tschita verbindet und Teil der transkontinentalen Straßenverbindung ist. Beim Ort zweigt von dieser eine Straße ab, die durch den Südwestteil des Rajons in das Tal des Chilok führt und schließlich westlich von Bitschura die Regionalstraße R441 Muchorschibir – Kjachta erreicht.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)