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TTF Liebherr Ochsenhausen

deutscher Tischtennisverein

Die Tischtennisfreunde Liebherr Ochsenhausen sind ein Tischtennisverein aus Ochsenhausen. Die Herrenmannschaft spielt in der 1. Bundesliga. Hauptsponsor ist die Firma Liebherr.

TTF Liebherr Ochsenhausen
TTF Liebherr Ochsenhausen Logo.png
Name Tischtennisfreunde Liebherr Ochsenhausen
Gegründet 1956
Vereinssitz Ochsenhausen
Vorsitzender Kristijan Pejinovic (2018)
Homepage www.ttf-liebherr-ochsenhausen.de

Mannschaft 2019/20Bearbeiten

GeschichteBearbeiten

 
Sparkassen TT-Leistungszentrum in Ochsenhausen
Kader der ersten Mannschaft
2003/04 Chinesisch Taipeh  Chuang Rumänien  Crișan Rumänien  Cioti Russland  Masunow Russland  Smirnow
2004/05 Chinesisch Taipeh  Chuang Rumänien  Crișan Rumänien  Cioti Russland  Masunow Russland  Kuzmin
2005/06 Chinesisch Taipeh  Chuang Rumänien  Crișan Schweden  Gerell Russland  Masunow Russland  Kuzmin
2006/07 Portugal  Monteiro Rumänien  Crișan Schweden  Gerell Russland  Masunow Schweden  Lundqvist
2007/08 Portugal  Monteiro Rumänien  Crișan Schweden  Gerell Hongkong  Leung
2008/09 Chinesisch Taipeh  Chuang Rumänien  Crișan Schweden  Gerell Portugal  Apolónia
2009/10 Chinesisch Taipeh  Chuang Rumänien  Crișan Schweden  Gerell Portugal  Apolónia
2010/11 Portugal  Freitas Japan  Kishikawa Deutschland  Filus Portugal  Apolónia
2011/12 Kroatien  Gaćina England  Pitchford Russland  Skatschkow Portugal  Apolónia
2012/13 Korea Sud  Ryu England  Pitchford Russland  Skatschkow Portugal  Apolónia
2013/14 Korea Sud  Ryu England  Pitchford Russland  Skatschkow Frankreich  Gauzy
2014/15 Brasilien  Calderano England  Pitchford Russland  Skatschkow Frankreich  Gauzy
2015/16 Brasilien  Calderano England  Pitchford Polen  Dyjas Frankreich  Gauzy
2016/17 Brasilien  Calderano Japan  Muramatsu Polen  Dyjas Frankreich  Gauzy Portugal  Geraldo
2017/18 Brasilien  Calderano Japan  Muramatsu Polen  Dyjas Frankreich  Gauzy Portugal  Geraldo
2018/19 Brasilien  Calderano Osterreich  Fegerl Polen  Dyjas Frankreich  Gauzy Korea Sud  Jang
2019/20 Brasilien  Calderano Osterreich  Fegerl Polen  Dyjas Frankreich  Gauzy Russland  Sidorenko

Der Verein wurde 1956 gegründet. Nachdem 1989 die Spieler Jindřich Panský (CSSR), Rudi Stumper und Erwin Becker die Mannschaft verstärkten, gelang unter Manager Rainer Ihle (* 1955; † 2013) der Aufstieg von der Regionalliga in die 2. Bundesliga[1]. Anfang der 1990er Jahre kam Leo Amizic als Trainer. 1996 besiegte Ochsenhausen im Endspiel des ETTU Cups das Team von TSV Maxell-Sontheim. Sehr erfolgreich verlief die Saison 1996/97, als die Mannschaft die deutsche Meisterschaft gewann und zudem den ETTU Cup verteidigte.[2] Nach dem erneuten Gewinn der deutschen Meisterschaft in der Saison 1999/2000 verließen Trainer Leo Amižić, Ma Wenge, Hakansson und Smirnov den Verein. Neuer Trainer wurde Zlatko Novaković,[3] der 2002 aber wieder von seinem Vorgänger Leo Amizic abgelöst wurde (bis 2005).[4] Eine stark verjüngte Mannschaft wurde am Ende dieser Saison DTTB-Pokalsieger[5], dies sogar dreimal hintereinander und 2004 zusätzlich zum Gewinn der deutschen Meisterschaft. Dies blieben aber bis auf Weiteres die letzten Titelgewinne. Nachdem Chuang Chih-Yuan die Mannschaft verlassen hatte, misslang 2006/07 die Qualifikation für die Play-offs um die deutsche Meisterschaft. Zur Saison 2008/09 kehrte Chuang für zwei Jahre zurück, 2009 erreichte Ochsenhausen mit dem Trainer Anders Johannsson sowohl in der Champions League als auch bei den Play-offs der deutschen Meisterschaft das Endspiel, scheiterte aber in beiden Fällen an Borussia Düsseldorf.[6] 2011 löste Dubravko Škorić Johannsson als Trainer ab.[7]

Nachdem Saison 2011/12 nur knapp die Play-off-Qualifikation geglückt war – auf Platz 4 punktgleich mit Fulda und Bremen auf den Rängen 3 und 5 –, verpflichtete Rainer Ihle 2012 den Südkoreaner Ryu Seung-minOlympiasieger von 2004 –, am Ende der Saison 2011/12 übergab er die Führung des Klubs an Kristijan Pejnovic.[8] Am Ende der Saison 2012/13 stand Ochsenhausen vor dem punktgleichen Düsseldorf auf Platz 1 der Tabelle und erreichte das Endspiel um die deutsche Meisterschaft, unterlag dort aber Werder Bremen 0:3. In der Saison 2013/14 reichte es in der Bundesliga nur für Platz 7, und in der Champions League schied man in der Gruppenphase aus, für Ryu Seung-min wurde danach der 18-jährige Hugo Calderano verpflichtet. Mit ihm wies der Kader ein Durchschnittsalter von knapp über 20 Jahren auf und war damit der jüngste der Liga.[9] In der Abschlusstabelle kam Ochsenhausen nur auf Platz 5, womit das Team zum zweiten Mal in Folge die Play-offs verpasste, in der Champions League trat der Verein vorerst nicht mehr an. 2015/16 konnten die Play-offs wieder erreicht werden, und zur Saison 2016/17 wurde mit João Geraldo ein fünfter Spieler verpflichtet; so personell verstärkt trat Ochsenhausen auch wieder in der Champions League an, wo im Viertelfinal-Hinspiel Düsseldorf geschlagen werden konnte. Eine Niederlage im Rückspiel bedeutete allerdings das Aus, während man in den Play-offs der deutschen Meisterschaft im Halbfinale an Fulda scheiterte. 2018 wurde das Halbfinale der Champions League erreicht, in dem Düsseldorf im Hinspiel wieder 3:2 geschlagen werden konnte, nach einer 2:3-Niederlage im Rückspiel gab beim Stand von 22:22 Sätzen aber das Punkteverhältnis den Ausschlag zugunsten von Düsseldorf.[10] In der TTBL qualifizierte sich Ochsenhausen durch zwei Play-off-Siege über Fulda zum ersten Mal seit 2013 für das Finale[11], das mit 1:3 gegen Düsseldorf verloren ging.[12] Für Muramatsu und Geraldo wurden zur nächsten Saison Stefan Fegerl und – kurz vor Ablauf der Wechselfrist – Ex-Jugendweltmeister Jang Woojin verpflichtet.[13][14] Mit dem Sieg im Pokalwettbewerb konnte erstmals seit 15 Jahren wieder ein Titel geholt werden,[15] im Mai wurde zudem im TTBL-Finale Saarbrücken geschlagen und somit das Double gewonnen.[16] Für den nur selten zum Einsatz gekommenen Jang kam zur nächsten Saison Vladimir Sidorenko.[17]

AusbildungBearbeiten

Auf Betreiben des früheren Präsidenten Rainer Ihle und des Managers Kristijan Pejinovic wurde das Sparkassen Tischtennis-Leistungszentrum gebaut und im April 2012 eröffnet. Hier trainieren zeitweise, neben den aktiven Vereinsangehörigen und talentierten Spielern aus der Region, die Profis der TTF Liebherr Ochsenhausen. Zudem residiert hier das Liebherr Masters College (LMC). Professionelle Trainer bilden hier regionale, nationale und internationale Talente aus und verleihen diese bei Erfolg an Partnervereine mit dem Ziel, diese Talente später in das Bundesligateam zu integrieren. So waren alle Spieler der Saison 2017/18 (Hugo Calderano, Simon Gauzy, Jakub Dyjas, João Geraldo und Yūto Muramatsu) aus dem LMC hervorgegangen.

ErfolgeBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Zeitschrift DTS, 1990/7 dts regional/Süd S. 1
  2. Zeitschrift DTS, 1997/7 S. 4–5 und S. 9
  3. Bericht vom Endspiel gegen TTC Grenzau: Zeitschrift DTS, 2000/6 Seite 23 + 26–28
  4. Zeitschrift DTS, 2002/4 Seite 30 + 2005/5 S. 37
  5. Zeitschrift DTS, 2003/1 Seite 25 + 48–59 und Seite 9
  6. Zeitschrift tischtennis, 2009/6 Seite 8–17 und Seite 28
  7. Zeitschrift tischtennis, 2011/4 Seite 25
  8. Zeitschrift tischtennis, 2012/4 S. 48
  9. schwaebische.de: TTF setzen auf die Jugend. 21. August 2014, abgerufen am 17. Februar 2018.
  10. TTCLM: Düsseldorf nach Krimi im Finale. ttbl.de, 6. April 2018, abgerufen am 7. April 2018.
  11. Play-offs: Ochsenhausen steht im Finale. ttbl.de, 14. April 2018, abgerufen am 15. April 2018.
  12. Boll führt Düsseldorf zu Triple. ttbl.de, 26. Mai 2018, abgerufen am 1. Juni 2018.
  13. Bäumchen wechsle dich (Teil 1). ttbl.de, 11. April 2018, abgerufen am 11. April 2018.
  14. Ochsenhausen verpflichtet Ex-Jugendweltmeister Jang Woojin. tt-news.de, abgerufen am 1. Juni 2018.
  15. Ochsenhausen stürmt zum Pokalsieg. ttbl.de, 5. Januar 2019, abgerufen am 6. Januar 2019.
  16. Ochsenhausen gewinnt das Double. ttbl.de, 25. Mai 2019, abgerufen am 25. Mai 2019.
  17. Der Teamcheck für die neue Saison Teil 3. ttbl.de, 15. August 2019, abgerufen am 18. August 2019.

LiteraturBearbeiten

  • René Adler: Paradies ohne Kino + Wir machen Stars selbst, Zeitschrift tischtennis, 2016/3 Seite 38–40