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Szolnok ([ˈsolnok]; deutsch Sollnock) ist eine ungarische Stadt im gleichnamigen Kreis. Es ist der Komitatssitz des Komitats Jász-Nagykun-Szolnok und hat selbst die Rechte eines Komitats.

Szolnok
Wappen von Szolnok
Szolnok (Ungarn)
Szolnok
Szolnok
Basisdaten
Staat: Ungarn
Region: Nördliche Große Tiefebene
Komitat: Jász-Nagykun-Szolnok
Kleingebiet bis 31.12.2012: Szolnok
Kreis seit 1.1.2013: Szolnok
Koordinaten: 47° 10′ N, 20° 12′ OKoordinaten: 47° 10′ 29″ N, 20° 11′ 47″ O
Fläche: 187,23 km²
Einwohner: 74.544 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte: 398 Einwohner je km²
Telefonvorwahl: (+36) 56
Postleitzahl: 5000, 5001
KSH kódja: 27854
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016)
Gemeindeart: Stadt
Bürgermeister: Ferenc Szalay (Fidesz-KDNP)
Postanschrift: Kossuth tér 9
5000 Szolnok
Website:
(Quelle: A Magyar Köztársaság helységnévkönyve 2011. január 1. bei Központi statisztikai hivatal)
Luftaufnahme von Szolnok
Rathaus von Szolnok

Die Stadt hat knapp 75.000 Einwohner (Stand 2011), von denen sich 33.100 als katholisch deklarieren und 35.589 konfessionslos sind.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Szolnok liegt im Zentrum des Komitats an der Mündung der Zagyva in die Theiß und erstreckt sich über 18,723 ha.

GeschichteBearbeiten

Um 1030 wird in Szolnok die Burg des Komitatschefs gebaut und nach dessen Namen Zounok benannt. Der Name der Stadt wird 1075 zum ersten Mal erwähnt.

Von 1552 bis 1685 befand sich die Stadt unter osmanischer Herrschaft.

In der Folge entwickelte sich die Stadt dank dem mit Flößen durchgeführten Salztransport auf der Theiß zu einem Handelszentrum für Salz und Holzverarbeitung.

Im 19. Jahrhundert wurde die Verkehrsinfrastruktur systematisch verbessert durch die Theißregulierung und den Eisenbahnbau (Linie Pest–Szolnok 1843 eröffnet). Im Jahr 1881 hatte Szolnok 18.247 ungarische Einwohner, die Ackerbau, Gewerbe, Fischerei und Handel mit Obst, Bauholz etc. trieben.

Aus Szolnok stammten die Vorfahren des Komponisten Joseph Haydn, die später ins Burgenland auswanderten. Seit 1902 beherbergt Szolnok eine florierende Künstlerkolonie.

Bis zum Ersten Weltkrieg war die Stadt eine Garnison der Österreich-Ungarischen Armee. Hier lag 1914 das I. Bataillon des Ungarischen Infanterie Regiments Freiherr von Reicher Nr. 68.

Am 24. Dezember 1963 ereignete sich in der Nähe von Szolnok ein schwerer Eisenbahnunfall, als zwei Züge zusammenstießen. 45 Menschen starben.[1]

WirtschaftBearbeiten

Es existiert die Hochschule Szolnok für Handel und Wirtschaft sowie ein Institut für die Ausbildung von Fliegeroffizieren.

StädtepartnerschaftenBearbeiten

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Szolnok – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  Wikivoyage: Szolnok – Reiseführer

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Peter W. B. Semmens: Katastrophen auf Schienen. Eine weltweite Dokumentation. Transpress, Stuttgart 1996, ISBN 3-344-71030-3, S. 168.
  2. Szolnok: Testvérvárosaink. Stadt Szolnok, abgerufen am 19. Juni 2018 (ungarisch).