Synoikismos

Umsiedlung von Dörfern in eine urbane Siedlung

Synoikismos (altgriechisch συνοικισμός) bezeichnet die geplante und/oder angeordnete Zusammenlegung mehrerer Dörfer zu einer Stadt.

Jeder Synoikismos forderte Opfer. Er wurde gegen den Widerstand vieler vollzogen, die vor die Entscheidung zwischen Vernichtung, Bleiben in ungesicherter Umgebung oder Umsiedlung gestellt waren. „Es ist eine in der ganzen übrigen Geschichte Griechenlands kaum wieder vorgekommene Häufung von bitteren Schmerzen …“ die der Gründung einer jeden Polis vorausging. In der Regel dürften zuerst starke Minderheiten die Synoikismen durchgesetzt haben. Spätere Zusammenführungen dagegen wurden eher durch die Notwendigkeit veranlasst, unter schwierigen Bedingungen das Überleben eines Stammes zu ermöglichen.[1]

Meist wird der Begriff in den Altertumswissenschaften gebraucht.

BeispieleBearbeiten

Durch Synoikismos entstandene Städte sind:

LiteraturBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Vgl. Jacob Burckhardt: Griechische Kulturgeschichte. Band I u. II. Berlin & Stuttgart 1908, S. 68.