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Syed Kamall (2015)

Syed Kamall (* 2. März 1967 in London) ist ein britischer Politiker und seit 2005 Mitglied des Europäischen Parlaments. Er ist Mitglied der Conservative Party.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Syed Kamall stammt aus einer Familie indo-guyanesischer Herkunft. Sein Vater zog in den 1950er Jahren aus Guyana nach London. Kamall absolvierte bis 1988 eine Ausbildung im Bereich Elektronik in Liverpool. 1989 erwarb er einen Master in science in Wirtschaftswissenschaft an der London School of Economics. Den akademischen Grad eines PhD erhielt er 2004 zum Thema „Organisationswandel“ an der City University London.[1]

Er war von 1989 bis 1991 Geschäftssystemanalytiker in der Abteilung für internationale Beziehungen der NatWest Bank. Von 1994 bis 1996 lehrte er Betriebswirtschaft an der University of Bath. Im Anschluss bekam er einen einjährigen Forschungsauftrag für Betriebswirtschaft an der University of Leeds. Von 1997 bis 2001 war er stellvertretender Direktor von Omega Partners und im Anschluss von 2001 bis 2005 Berater für SSK Consulting. Ab 2004 lehrte er zusätzlich als Gastdozent an der Universität Leeds.[1]

Politische KarriereBearbeiten

Von 1991 bis 2004 war er Vorsitzender der Vereinigung der Konservativen von Vauxhall im Londoner Stadtviertel Stockwell.[1] Er ist Vorsitzender der European Parliament's Friends of Sports Cross Party group.[2]

In der Periode 2009 bis 2014 wurde Kamall als EU-Abgeordneter gewählt. Kamall ist Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Währung. Stellvertreter ist er im Ausschuss für internationalen Handel, in der Delegation für die Beziehungen zu den Maghreb-Ländern und der Union des Arabischen Maghreb und in der Delegation in der Parlamentarischen Versammlung der Union für den Mittelmeerraum.[3]

Im Oktober 2018 provozierte Kamall in Straßburg einen Aufruhr, indem er Sozialisten und Nazis miteinander verglich. Von einer Bemerkung über Rechtsextreme während einer Debatte über Brexit am 24. Oktober überrascht, beschrieb Kamall die Sozialisten als ähnlich wie die Nazis. Eine Intervention, die zu Aufruhr und heftigen Reaktionen führte, unter anderem von Guy Verhofstadt und Vizepräsident der Kommission, Frans Timmermans, der ihn als "idiotisch" bezeichnete. Udo Bullmann von der S&D Fraktion, Deutschland, sagte: "Hunderttausende von Sozialdemokraten, aufrechte Menschen sind Opfer des Nazi-Terrors geworden. Weil sie nicht nachgegeben haben, weil sie Demokratie und Menschenwürde verteidigt haben. Ihre Bemerkung ist ein unbeschreiblicher Mangel an Respekt, Mr. Kamall. Absolut unwürdig für dieses Parlament Europas". Kamall war schließlich gezwungen, sich zu entschuldigen.[4]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Eintrag zu Syed Kamall in der Abgeordneten-Datenbank des Europäischen Parlaments
  2. Biografie (Memento vom 17. April 2014 im Internet Archive) auf syedkamall.com.
  3. Website des Europäischen Parlaments
  4. [1]