Der Svínavatn ist ein See in Island im Bezirk Austur-Húnavatnssýsla südlich von Blönduós.

Svínavatn
Kirche Auðkúlukirkja am Svínavatn, See im Hintergrund
Geographische Lage Island
Abfluss Fremni-Laxá → Laxá á Ásum → Húnafjörður
Daten
Koordinaten 65° 31′ 57″ N, 20° 6′ 6″ WKoordinaten: 65° 31′ 57″ N, 20° 6′ 6″ W
Svínavatn (Island)
Höhe über Meeresspiegel 123 m
Fläche 11,78 km²
Länge 10 km
Maximale Tiefe 38,5 m

NameBearbeiten

Der Name bedeutet zu Deutsch Schweinesee.[1] Da das Schwein ein Haustier ist, das schon zur Landnahmezeit von den Wikingern nach Island eingeführt worden war, gibt es zahlreiche Seen dieses Namens in Island.

LageBearbeiten

Er ist nach dem Hóp der größte See im Gebiet Húnaþing.[2] Im Westen grenzt des Sees an das Bergmassiv des Vatnsdalsfjalls.

Wichtige DatenBearbeiten

Seine Fläche beträgt 11,78 km².[2] Er liegt 123 Meter ü.N., ist etwa 10 km lang und 1–2 km breit sowie bis zu 38,5 m tief.[2]

In diesem See kann man Forellen fangen.[2]

Der Fluss Fremri-Laxá strömt aus dem See und ergießt sich später in den Laxárvatn, der 38 m tiefer liegt als der Svínavatn.[2]

BesiedelungBearbeiten

Am östlichen Südende des Sees befindet sich der gleichnamige Großbauernhof. Hier war zur Zeiten der Wikinger auch ein Thing angesiedelt. Eine kleine Kirche vom Ende des 19. Jahrhunderts steht beim Hof.[2]

Ein weiterer wichtiger Hof am südlichen Ende des Sees ist Auðkúla. Hier befand sich bis 1952 der Pfarrsitz der Gegend. Dieser Hof kann auf eine lange Tradition zurückblicken, hatte doch der erste Siedler der Gegend, ein gewisser Eyvindur auðkúla hier lt. Landnahmebuch seinen Sitz. Der Hof hieß in früheren Zeiten Auðkúlustaðir. Noch heute steht hier eine achteckige kleine Kirche.[3] Sie wurde 1894 errichtet und in den 70er-Jahren unter Aufsicht des Nationalmuseums renoviert. Es wird berichtet, dass der Pfarrer Séra Stefán M. Jónsson (1852–1930) sie nach dem Muster einer russischen Kirche hätte bauen lassen, die er in einer dänischen Zeitung gesehen hatte.[4]

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. H. U. Schmid: Wörterbuch Isländisch - Deutsch. Buske, Hamburg, 2001, 250 bzw. 276
  2. a b c d e f Íslandshandbókin. Náttúra, saga og sérkenni. 1. bindi. Hg. T. Einarsson, H. Magnússon. Örn og Örlygur, Reykjavík 1989, 360
  3. http://www.hunavatnshreppur.is/ferdathjonusta/page/audkulukirkja Tourist. Informationen (isländisch); Zugriff: 30.109.2011
  4. Íslandshandbókin. Náttúra, saga og sérkenni. 1. bindi. Hg. T. Einarsson, H. Magnússon. Örn og Örlygur, Reykjavík 1989, 340