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Suruç
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Suruç (Türkei)
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Basisdaten
Provinz (il): Şanlıurfa
Koordinaten: 36° 59′ N, 38° 26′ OKoordinaten: 36° 58′ 35″ N, 38° 25′ 37″ O
Telefonvorwahl: (+90) 414
Postleitzahl: 63 800
Kfz-Kennzeichen: 63
Struktur und Verwaltung (Stand: 2021)
Gliederung: 95 Mahalle
Bürgermeister: unter Aufsicht des Türkischen Innenministeriums stehend
Postanschrift: Dikili Mahallesi
63800 Suruç
Website:
Landkreis Suruç
Einwohner: 102.944[1] (2020)
Fläche: 735 km²
Bevölkerungsdichte: 140 Einwohner je km²
Kaymakam: Kenan Aktaş
Website (Kaymakam):

Suruç ([ˈsuɾut͡ʃ]; aramäisch ܣܪܘܓ Sĕrûḡ, kurdisch Pirsûs) ist eine Stadtgemeinde in der türkischen Provinz Şanlıurfa in Südostanatolien, deren Gebiet sich mit dem des gleichnamigen İlçe (Landkreis) deckt. Die Gemeinde gehört zur Şanlıurfa Büyükşehir Belediyesi (Großstadtgemeinde/Metropolprovinz) und bildet eine von deren Stadtteilsgemeinden.

Suruç ist eine mehrheitlich von Kurden besiedelte Stadt im Südwesten der Provinz und grenzt an Syrien gegenüber der Stadt Kobane.[2]

In der Antike hieß die Stadt Batnae und war der Hauptort der Landschaft Anthemusia (vgl. Amm. Marc. 14, 3, 3: Batnae municipium in Anthemusia conditum Macedonum manu priscorum, ab Euphrate flumine brevi spatio disparatur). Im Jahr 115 unterwarf Trajan den Ort, da der lokale Dynast Sporakes die Unterwerfung verweigerte (Cass. Dio 68, 23, 2; Eutr. 8, 3, 1; Fest. 20, 2).

Durch die Schlacht um Kobanê erlangte der im Landkreis gelegene Grenzort Mürşitpınar internationale Bekanntheit.

Am 20. Juli 2015 kam es zu einem Anschlag mit 34 Toten und mehr als 100 Verletzten. Das türkische Innenministerium machte den Islamischen Staat dafür verantwortlich.[3][4] Die deutsche Punkband Feine Sahne Fischfilet thematisiert und verarbeitet dieses Ereignis in ihrem nach der Stadt benannten Song.[5] Teile der Band waren während des Anschlags in der Stadt.[6]

Im September 2016 wurde der amtierende Bürgermeister Orhan Şansal per Dekret wegen mutmaßlicher Unterstützung einer terroristischen Organisation durch einen Staatsbeamten ersetzt. Şansal tauchte daraufhin ab und floh über Bulgarien nach Deutschland, um dort Asyl zu beantragen.[7][8]

VerwaltungBearbeiten

Der Kreis Suruç bestand Ende 2012 aus der Kreisstadt (6.963 Einw.) und der Gemeinde Aligör (4867 Einw., Name bis 210: Onbirnisan). Des Weiteren gehörten noch 85 Dörfer (Köy) mit insgesamt 39.521 Einwohnern zum Kreis. Im Zuge der Verwaltungsreform 2014 wurden die Gemeinde und die Dörfer in Mahalles (Stadtviertel) überführt, so dass deren Zahl von 10 auf 93 stieg. Gegenwärtig (2021) gibt es 95 Mahalles mit durchschnittlich 1.084 Bewohnern, Aydın ist mit 9.531 das bevölkerungsreichste.

Die im Stadtsiegel abgebildete Jahreszahl 1891 dürfte auf das Jahr der Erhebung zur Gemeinde (Belediye/Belde) hinweisen.

WeblinksBearbeiten

Commons: Suruç – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Şanliurfa Suruç Nüfusu, abgerufen am 15. März 2021
  2. faz.net
  3. Christoph Sydow: Anschlag in Suruç: Der IS trägt den Krieg in die Türkei. spiegel.de, 21. Juli 2015, abgerufen am 22. Juli 2015.
  4. Özlem Topçu: Anschlag in Suruç – Den IS kann niemand steuern. zeit.de, 21. Juli 2015, abgerufen am 22. Juli 2015.
  5. Ich bin noch gar nicht richtig hier. Abgerufen am 12. Oktober 2021.
  6. FOCUS Online: Sänger entgeht Anschlag in Suruc. Abgerufen am 12. Oktober 2021.
  7. Hasnain Kazim: Die Odyssee des Bürgermeisters. Spiegel Online, 28. November 2016
  8. http://www.kurdistan24.net/en/news/1245e53d-dbaa-4105-be23-aca57c9f1d6c/Turkey-seizes-three-Kurdish-municipalities--shuts-down-kindergarten. In: kurdistan24.net. Abgerufen am 24. November 2016.