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Sunhild Kleingärtner

deutsche Historikerin und Prähistorikerin
Sunhild Kleingärtner (2018)

Sunhild Kleingärtner (* 1974 in Wolfsburg) ist eine deutsche Historikerin und Archäologin.

Wissenschaftliche LaufbahnBearbeiten

Sunhild Kleingärtner begann 1994 an der Universität Kiel mit dem Studium der Ur- und Frühgeschichte, Klassischen Archäologie und Kunstgeschichte. Im Jahr 2000 erlangte sie den Grad des Magister Artium mit einer Arbeit über Fibeln und Anhänger vom Typ Terslev und ihre gegossenen Imitationen. Danach war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kieler Institut für Ur- und Frühgeschichte tätig, und übernahm auch die Leitung terrestrischer und subaquatischer Ausgrabungen.

Kleingärtner wurde 2004 promoviert (Thema der Dissertation: Der Pressmodelfund aus dem Hafen von Haithabu). Im Anschluss war sie am Dänischen Nationalmuseum in Kopenhagen wissenschaftliche Mitarbeiterin im Tissø-Projekt und bis 2006 Volontärin im Bereich der Boden- sowie Bau- und Kunstdenkmalpflege am Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg in Esslingen a. N. Dann kehrte sie nach Kiel zurück, um eine Stelle als wissenschaftliche Assistentin am Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität anzutreten, die sie bis 2012 innehatte. Im selben Jahr habilitierte sie mit einer Schrift über Die frühe Phase der Urbanisierung im Frühmittelalter an der südlichen Ostseeküste. Es folgte eine kurze Phase der Mitarbeit im Projekt Besiedlungs- und Kulturgeschichte des Niedersächsischen Wattenmeerraumes am Niedersächsischen Institut für historische Küstenforschung in Wilhelmshaven.

Im Jahr 2013 wurde Kleingärtner geschäftsführende Direktorin des Deutschen Schifffahrtsmuseums Leibniz-Institut für Maritime Geschichte in Bremerhaven und Professorin für Schifffahrtsgeschichte und Maritime Archäologie der Universität Bremen.

Veröffentlichungen (Auswahl)Bearbeiten

  • Hrsg. mit T. Newfield, S. Rossignol und D. Wehner: Landscapes and Societies in Medieval Europe East of the Elbe. Interactions between Environmental Settings and Cultural Transformations, Toronto 2013[1].
  • Hrsg. mit U. Müller und J. Scheschkewitz: Kulturwandel im Spannungsfeld von Tradition und Innovation. Festschrift für Michael Müller-Wille, Neumünster 2013.
  • Rauben, Plündern, Morden oder andere Gründe für die Aufgabe der frühmittelalterlichen Seehandelsplätze an der südlichen Ostseeküste?, in: O. Heinrich-Tamáska (Hrsg.): Rauben, Plündern, Morden - Nachweis von Zerstörung und kriegerischer Gewalt im archäologischen Befund, Hamburg 2013, S. 357–372.
  • Siedlungsarchäologische Untersuchungen zwischen Schwentine und Oder in frühgeschichtlicher Zeit, in: J. Drauschke/R. Prien/S. Ristow (Hrsg.): Untergang und Neuanfang. Tagungsbeiträge der Arbeitsgemeinschaft Spätantike und Frühmittelalter 3 und 4 (Studien zu Spätantike und Frühmittelalter 3), Hamburg 2011, S. 241–261.
  • Der Pressmodelfund aus dem Hafen von Haithabu (Ausgrabungen in Haithabu 12), Neumünster 2007 (= Dissertation).
  • Unterwasserarchäologische Prospektion und Dokumentation von Flussübergängen des 7.-16. Jahrhunderts - Einblicke in die unterwasserarchäologische Ausbildung am Kieler Institut für Ur- und Frühgeschichte, In: Starigard 8, 2007, S. 72–77.
  • Archäologie im Tauchanzug, in: Schleswig-Holstein Maritim, Spezial (Ausstellungskatalog) Flensburg 2006, S. 11–13.
  • Fibeln und Anhänger vom Typ Terslev und ihre gegossenen Imitationen. In: Michael Müller-Wille (Hrsg.): Zwischen Tier und Kreuz. Untersuchungen zur wikingerzeitlichen Ornamentik im Ostseeraum (Studien zur Siedlungsgeschichte und Archäologie der Ostseegebiete 4), Neumünster 2004, 205–376 (= Magisterarbeit).

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Rezension von Dariusz Adamczyk im Online-Portal sehepunkte, abgerufen am 14. Februar 2015.