Sumuru

phönizische Stadt und Handelszentrum
Sumuru (Syrien)
Kadesch (35° 14′ 0″ N, 36° 13′ 0″O)
Kadesch
Sumuru (34° 42′ 0″ N, 35° 59′ 0″O)
Sumuru
Sumuru (Syrien)

Sumuru (auch Simyra, Sumuri, Samuri, Sumur; akkadisch Su-mu-ru, assyrisch Si-mi-ra, ägyptisch Smr, biblisch Zemar) war eine amurritische Küstenstadt in Syrien, nahe dem Libanon, die zu den größeren Handelszentren der damaligen Region zählte. Sumuru, da politisch zu Ägypten gehörend, wurde von einem ägyptischen Rabisu (General) verwaltet.

In den Amarna-Briefen Mitte des 14. Jahrhunderts v. Chr. wird der Ort öfter im Zusammenhang mit kriegerischen Auseinandersetzungen erwähnt. Während der Abwesenheit des ägyptischen Beamten Pahhanate wurde Sumuru durch Abdi-Aširta von Amurru erobert, möglicherweise diente es sogar als seine Residenz. Nach seinem Tode gelangte es wieder unter ägyptische Kontrolle. Die ägyptische Präsenz währte jedoch nur kurz, da Abdi-Aschirtas Sohn Aziru die Politik seines Vaters in vielen Dingen fortsetzte und die Stadt wieder seinem Herrschaftsbereich einverleibte.

Nach den Ausgräbern des Tell Kazel ist die dort entdeckte spätbronzezeitliche urbane Siedlung mit Sumuru identifizieren.[1]

LiteraturBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Leila Badre: Tell Kazel-Simyra: A Contribution to a Relative Chronological History in the Eastern Mediterranean during the Late Bronze Age. Bulletin of the American Schools of Oriental Research 43, 2006, S. 65–95. online bei JSTOR

Koordinaten: 34° 42′ 29″ N, 35° 59′ 9″ O