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Ein VLRA im Einsatz im Tschad

Die Streitkräfte des Tschad (Armée Nationale Tchadienne) umfassen die Teilstreitkräfte Heer und Luftstreitkräften sowie die Republikanische Garde. Der Wehretat (2007) betrug 56,7 Mio. US-$.

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Frankreich unterstützt den Tschad mit militärischer Ausrüstung und Ausbildung und ist mit etwa 800 Soldaten im Land präsent.[1]

GeschichteBearbeiten

Am 11. August 1960 erhielt das Land die Unabhängigkeit. 1966 wurde die muslimische FROLINAT – Front national de libération du Tchad („Nationale Befreiungsfront des Tschad“) gegen die christlich-sudistische Dominanz gegründet und es begann ein Bürgerkrieg. 1969 intervenierte Frankreich auf Seiten Präsident François Tombalbayes. Libyen, Algerien und Sudan dagegen unterstützten die FROLINAT. 1973 besetzte Libyen erstmals den Aouzou-Streifen. Es folgte ein Bürgerkrieg mit wechselnden Bündnissen. 1982 wurde N’Djamena durch Hissène Habré erobert. 1983 wurde der Tschad de facto am 16. Breitengrad zweigeteilt, das Libysche Militär war im Norden präsent. 1986 bis 1987 gingen die tschadischen Regierungstruppen aber in die Offensive (Libysch-Tschadischer Grenzkrieg).

Habré wurde 1990 durch die bewaffnete Opposition des Mouvement Patriotique du Salut von Idriss Déby gestürzt. 1994 wurde der Aouzou-Streifen durch den Internationalen Gerichtshof wieder dem Tschad zugesprochen. Laut Aussagen von Abu Bakr Yunis Jaber kämpften Einheiten der Republikanischen Garde des Tschad im Bürgerkrieg in Libyen auf Seite der Regierung. Diese sollen von Issa Taher, dem Vizechef für die Sicherheitsapparate im Tschad und nahen Verwandten von Idriss Déby, angeführt worden sein. Streitkräfte des Tschad nahmen 2013 an der Opération Serval zur Vertreibung von islamistischen Rebellen aus im Norden Malis teil.

AusrüstungBearbeiten

HeerBearbeiten

Das Heer umfasst ca. 25.000 Mann.

Gepanzerte Fahrzeuge

LuftstreitkräfteBearbeiten

Die Luftstreitkraft umfasst ca. 350 Soldaten und betreibt u. a. 2 Aermacchi SF-260, 4 Pilatus PC-6/7 sowie 4 Lockheed C-130. Im Jahr 2014 schaffte das Land drei Kampfjets MiG-29 an. Diese werden aber vermutlich nicht von einheimischen Piloten geflogen. Des Weiteren verfügt das Land über russische Kampfhubschrauber vom Typ Mi-24, die u. a. 2008 gegen die in die Hauptstadt eingedrungenen Rebellen eingesetzt wurden.

Republikanische GardeBearbeiten

Die republikanische Garde umfasst etwa 5.000 Mann[3] und gilt als der am besten ausgerüstete militärische Verband des Tschad, der auch mit schweren Waffen versorgt ist und als sehr mobil gilt.[4] Der Aufbau der Garde soll mit Geldern von Muammar al-Gaddafi finanziert worden sein.[4]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Streitkräfte des Tschad – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. globaldefence.net - Streitkräfte der Welt: Tschad (Chad). (Nicht mehr online verfügbar.) 16. April 2006, archiviert vom Original am 22. April 2012; abgerufen am 30. November 2011.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.globaldefence.net
  2. Armed forces of Chad takes delivery of the first Bastion Patsas light Special Operations vehicle - Armyrecognition.com, February 19, 2013
  3. Barry Turner (Hrsg.): The Statesman's Yearbook 2012. The Politics, Cultures and Economies of the World. 148. Auflage. Palgrave Macmillan, Basingstoke 2011, ISBN 978-0-230-24802-1
  4. a b Rainer Hermann: Hoffen auf Feuerkraft. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 1. April 2011, abgerufen am 31. März 2011.